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Solid-State-Transformatoren: Neue Stromarchitektur für KI-Rechenzentren in Entwicklung

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KI-gestützt erstellt, vor Veröffentlichung redaktionell geprüft 3 Quellen

KI-generierte Illustration: Solid-State-Transformatoren: Neue Stromarchitektur für KI-Rechenzentren in Entwicklung
KI-generierte Illustration

Das Wichtigste in Kürze

  • Siemens und Reinhausen entwickeln einen Solid-State-Transformator, der Mittelspannung bis 36 Kilovolt in 800 Volt Gleichspannung umwandeln soll. [2]
  • Die Technologie könnte Umwandlungsstufen und Platzbedarf verringern; unabhängige Leistungsdaten oder ein kommerzieller Einsatz des gemeinsamen Systems sind in den vorliegenden Quellen nicht belegt. [2][4]
  • Der Ausbau adressiert einen konkreten Engpass: SRF berichtet von Transformator-Lieferzeiten von bis zu drei Jahren und steigenden Leistungsanforderungen in KI-Rechenzentren. [4]
  • Für Betreiber hängt der Nutzen nicht allein vom Wirkungsgrad ab, sondern auch davon, ob sich Schutz, Zuverlässigkeit und Integration in bestehende Anlagen nachweisen lassen. [2][4]
// Inhalt · 9 Abschnitte
  1. Eine neue Trafotechnik trifft auf steigenden Bedarf
  2. Was ein Solid-State-Transformator anders macht
  3. Siemens und Reinhausen zielen auf 800 Volt Gleichspannung
  4. Warum Gleichstrom für Rechenzentren relevant ist
  5. Platz und Material sind mögliche Vorteile, aber keine pauschale Garantie
  6. Schnelle Lastwechsel: Versprechen und Nachweis auseinanderhalten
  7. Die Technologie ist vielversprechend, aber noch nicht etabliert
  8. Was Rechenzentrumsbetreiber jetzt prüfen sollten
  9. Fazit: Infrastrukturbaustein in der Erprobungsphase
  10. Quellen

Eine neue Trafotechnik trifft auf steigenden Bedarf

Transformatoren sind für den Netzbetrieb unverzichtbar: Sie passen Spannungsebenen an, damit Strom über weite Strecken übertragen und anschließend für Verbraucher bereitgestellt werden kann. Das Grundprinzip konventioneller Transformatoren beruht auf Spulen und magnetischen Kernen; die Technik ist seit langer Zeit etabliert. [1][4]

Gleichzeitig wächst der Strombedarf von Rechenzentren, während sich ihre leistungsintensiven KI-Anwendungen weiterentwickeln. SRF beziffert den Verbrauch eines einzelnen Racks in bestehenden Anlagen auf bis zu 100 Kilowatt. Für das Ende des Jahrzehnts nennt der Sender Schätzungen von 500 Kilowatt oder mehr pro Rack; in Rechenzentren stünden jeweils Hunderte solcher Racks. [4]

Die Nachfrage trifft auf eine Infrastruktur, deren Ausbau Zeit und Fläche benötigt. Nach dem Bericht von SRF können Bestellungen für Transformatoren mit Wartezeiten von bis zu drei Jahren verbunden sein. Für Betreiber kann damit nicht nur die verfügbare Netzleistung, sondern auch die rechtzeitige Bereitstellung der Umwandlungstechnik zum Planungsrisiko werden. [4]

Was ein Solid-State-Transformator anders macht

Ein Solid-State-Transformator (SST) erledigt ebenfalls die Umwandlung elektrischer Spannung, setzt dafür aber auf Leistungselektronik, Halbleiter und Hochfrequenztechnik statt auf die großen Spulen eines herkömmlichen Netzfrequenztransformators. Laut SRF wird die Energie zunächst elektronisch umgeformt, über einen kompakten Hochfrequenztransformator galvanisch getrennt und danach auf die gewünschte Spannung und Frequenz gebracht. [4]

Damit kann ein SST Wechsel- und Gleichstrom sowie unterschiedliche Spannungsebenen miteinander verbinden. Anders als ein passiver Transformator ist er ein aktiv geregeltes System, das den Leistungsfluss steuern kann. SRF beschreibt diese Eigenschaft sinngemäß als eine Art Strom-Router; die Analogie verdeutlicht die Steuerbarkeit, ersetzt aber keine technischen Leistungsdaten. [4]

Die Leistungselektronik eröffnet zugleich neue Anforderungen: Ein solches System muss nicht nur Energie umwandeln, sondern auch in einer kritischen Infrastruktur zuverlässig arbeiten. Siemens und Reinhausen verweisen für ihr Entwicklungsprojekt auf definierte Schnittstellen und Schutztechnologien. Angaben zu unabhängigen Tests, konkreten Ausfallraten oder im Betrieb gemessenen Wirkungsgraden enthält die Mitteilung jedoch nicht. [2]

Siemens und Reinhausen zielen auf 800 Volt Gleichspannung

Siemens und Reinhausen gaben im August 2026 eine strategische Zusammenarbeit zur Entwicklung eines SST für KI-Rechenzentren bekannt. Das geplante System soll sich an Mittelspannungsnetze mit bis zu 36 Kilovolt anschließen lassen und 800 Volt Gleichspannung ausgeben. Die Unternehmen beschreiben es als modular und für unterschiedliche Netzanschlussbedingungen skalierbar. [2]

Die angestrebte Architektur soll Wechselspannung aus dem Netz direkt in eine Gleichspannungsebene für die Rechenzentrumsversorgung überführen. Nach Darstellung der Unternehmen könnte das Zwischenumwandlungsstufen gegenüber mehrstufigen AC/DC-Architekturen verringern. Siemens und Reinhausen nennen außerdem eine galvanische Trennung sowie geringeren Platzbedarf und niedrigere Kosten als Merkmale beziehungsweise erwartete Vorteile ihrer Lösung. [2]

Diese Aussagen beziehen sich auf die angekündigte Entwicklung und die vom Hersteller beschriebene Zielarchitektur. Die Pressemitteilung belegt weder, dass das System bereits regulär verfügbar ist, noch nennt sie einen konkreten Markteinführungstermin, eine Leistungsklasse oder Vergleichsmessungen zu bestehenden Anlagen. Der Entwicklungsstand sollte daher nicht mit einem nachgewiesenen Einsatz im Rechenzentrumsbetrieb gleichgesetzt werden. [2]

Warum Gleichstrom für Rechenzentren relevant ist

Die von Siemens und Reinhausen beschriebene Lösung soll 800 Volt Gleichspannung bereitstellen, die anschließend in einer DC-Verteilungsarchitektur genutzt werden kann. Die Unternehmen argumentieren, dass dadurch Umwandlungsstufen zwischen Netz und Rechenzentrum reduziert werden könnten. Für Betreiber ist der entscheidende Punkt damit nicht allein, ob ein einzelner Transformator effizient arbeitet, sondern wie sich die gesamte Versorgungskette vom Netzanschluss bis zu den IT-Lasten gestaltet. [2]

Weniger Umwandlungsstufen können nach dieser Architektur Verluste und den Bedarf an zusätzlicher Ausrüstung verringern; ob und in welchem Umfang das im konkreten Rechenzentrum gelingt, lässt sich aus den vorliegenden Quellen nicht quantifizieren. Die verfügbaren Angaben enthalten keine standortbezogene Vergleichsrechnung zu Energieverbrauch, Kühlung, Investitionskosten oder Gesamtwirkungsgrad. [2]

Auch die Kompatibilität ist eine praktische Voraussetzung: Eine 800-Volt-Gleichstromversorgung muss zu den nachgelagerten Verteilungs- und Lastsystemen des jeweiligen Standorts passen. Siemens und Reinhausen nennen eine stabile 800-Volt-Ausgangsspannung und den Anschluss an nachgeschaltete DC-Systeme als Ziel des Designs. Details zu konkreten Rechenzentrumsanlagen oder abgeschlossenen Integrationen werden in der Mitteilung nicht aufgeführt. [2]

Platz und Material sind mögliche Vorteile, aber keine pauschale Garantie

Der Flächenbedarf ist für Rechenzentrumsprojekte relevant, weil zusätzliche Transformatoren auf einem bereits dicht genutzten Gelände schwer unterzubringen sein können. SRF berichtet, dass ein weiter entfernt aufgestellter konventioneller Transformator längere Leitungen erfordert, die zusätzliche Stromverluste verursachen können. [4]

SSTs könnten hier durch ihre kompaktere Bauweise Vorteile bieten. SRF zufolge sind sie etwa zehnmal leichter als klassische Transformatoren und benötigen deutlich weniger Kupfer. Diese Einordnung bezieht sich auf die im Beitrag beschriebene Technologie; konkrete Maße, Gewichte und Materialvergleiche für das von Siemens und Reinhausen entwickelte Modell sind nicht veröffentlicht. [4][2]

Für Unternehmen ist deshalb eine standortspezifische Betrachtung nötig: Entscheidend sind nicht nur die Abmessungen des Umrichters, sondern auch Platz für Schutztechnik, Kühlung und weitere Komponenten. Die Quellen quantifizieren diese Systemanforderungen für das gemeinsame Entwicklungsprojekt nicht. Ein pauschaler Flächen- oder Kostenvorteil lässt sich daraus nicht ableiten. [2][4]

Schnelle Lastwechsel: Versprechen und Nachweis auseinanderhalten

KI-Rechenzentren stellen hohe Anforderungen an die Stromversorgung. Siemens-Manager Stephan May erklärte in der Unternehmensmitteilung, der SST könne auf Laständerungen innerhalb von Millisekunden reagieren und starke Leistungsschwankungen von KI-Trainings-Workloads bewältigen. Das ist eine Aussage des an der Entwicklung beteiligten Unternehmens, kein unabhängiger Leistungsnachweis. [2]

Die Fähigkeit, Spannung und Energiefluss aktiv zu regeln, ist ein grundlegender Unterschied zu passiven Transformatoren und gehört zum Funktionsprinzip von SSTs, wie SRF es beschreibt. Ob das konkrete System Lastsprünge in einer bestimmten Größenordnung ohne Beeinträchtigung der Versorgung bewältigt, lässt sich aus den bereitgestellten Informationen nicht ablesen. [4][2]

Für Betreiber wären in einer Bewertung daher belastbare Betriebsdaten wichtig: etwa Leistungsgrenzen, Verhalten bei Störungen und Ergebnisse aus Tests unter realistischen Lastprofilen. Das ist eine Analyse der noch offenen Nachweisfragen; die Quellen nennen solche Testergebnisse für das Siemens-Reinhausen-System nicht. [2]

Die Technologie ist vielversprechend, aber noch nicht etabliert

Die bisherigen technischen Möglichkeiten von SSTs wurden durch den Einsatz von Halbleitern begrenzt, die nach Darstellung von SRF lange zu teuer für eine breite Anwendung waren. Der Sender führt die zunehmende Aufmerksamkeit auch auf die Nachfrage aus der Elektromobilität, etwa für Ladesäulen, zurück. Zudem berichtet er von Investitionen in Unternehmen, die an der Technologie arbeiten, und einem europäischen Förderprojekt. [4]

Das spricht für ein wachsendes Entwicklungsinteresse, ist aber nicht gleichbedeutend mit einer etablierten Lieferkette oder flächendeckender Verfügbarkeit. SRF beschreibt die Produktion digitaler Transformatoren weiterhin als am Anfang stehend. Für das gemeinsame Projekt von Siemens und Reinhausen nennt die Mitteilung ebenfalls Entwicklung, nicht eine bereits erfolgte Inbetriebnahme in einem Rechenzentrum. [4][2]

Der t3n-Beitrag ordnet halbleitergestützte Transformatoren als mögliche Antwort auf den steigenden Strombedarf und die Belastung der Netzinfrastruktur ein. Der zugängliche Text betont, dass es erste Fortschritte gebe, liefert aber keine konkreten Messwerte oder Details zu einer installierten Anlage. Damit stützt er die Relevanz des Themas, nicht den Nachweis, dass SSTs Netzengpässe bereits messbar beseitigen. [1]

Was Rechenzentrumsbetreiber jetzt prüfen sollten

Für Unternehmen, die neue KI-Kapazitäten planen, ergibt sich aus den Berichten ein doppeltes Bild: Der Bedarf an leistungsfähiger Stromversorgung wächst, zugleich können Transformatorbeschaffung und verfügbare Fläche den Ausbau erschweren. SSTs könnten eine kompaktere und stärker steuerbare Alternative bieten, doch der wirtschaftliche Nutzen des angekündigten Systems ist noch nicht durch veröffentlichte Vergleichsdaten belegt. [4][2]

Eine belastbare Beschaffungsentscheidung sollte daher zwischen Technologiepotenzial und konkreter Lieferfähigkeit unterscheiden. Relevant sind unter anderem der Entwicklungs- und Zulassungsstand, zugesicherte Leistungsdaten, die Einbindung in vorhandene Schutz- und Verteilungssysteme sowie der Wartungs- und Ersatzteilbetrieb. Diese Punkte sind aus den beschriebenen Anforderungen an eine zuverlässige Infrastruktur abgeleitete Prüffragen; die vorliegenden Quellen beantworten sie für das Projekt nicht. [2][4]

Auch die Netzanbindung bleibt außerhalb des Transformators ein eigenständiger Faktor. Ein SST kann die Art der Spannungsumwandlung und Verteilung verändern, aber die Quellen belegen nicht, dass er zusätzliche Netzkapazität bereitstellt oder die Erzeugung von Strom ersetzt. Seine mögliche Rolle liegt nach dem derzeit dokumentierten Stand darin, die Energieumwandlung am Übergang zum Rechenzentrum neu zu gestalten. [2][4]

Fazit: Infrastrukturbaustein in der Erprobungsphase

Solid-State-Transformatoren verbinden Spannungsumwandlung mit Leistungselektronik und aktiver Regelung. Für KI-Rechenzentren ist besonders die Aussicht auf eine direkte Umwandlung von Mittelspannung in 800 Volt Gleichspannung interessant, weil sie eine kompaktere Versorgung und weniger Umwandlungsstufen ermöglichen könnte. Siemens und Reinhausen entwickeln dafür ein System, das für Netzspannungen bis 36 Kilovolt ausgelegt sein soll. [2][4]

Die stärksten belegten Argumente für die Technologie sind ihre technische Flexibilität und die Möglichkeit, Platz- und Umwandlungsaufwand zu reduzieren. Offen bleiben hingegen konkrete Effizienzwerte, Kosten, Verfügbarkeit und der Nachweis des Betriebs unter realen Lastbedingungen. Für Betreiber ist der SST deshalb derzeit eine relevante Option für künftige Architekturentscheidungen, aber noch kein belegter Ersatz für konventionelle Transformatoren in großem Maßstab. [2][4]

Quellen

  1. [1] Solid-State-Transformatoren für den Strombedarf von KI-Rechenzentren — https://t3n.de/news/stromnetz-am-limit-wie-solid-state-transformatoren-jetzt-abhilfe-schaffen-koennten-1770379 (abgerufen am 2026-10-30)
  2. [2] Siemens und Reinhausen entwickeln Stromversorgungslösungen für KI-Rechenzentren | Press | Company | Siemens — https://press.siemens.com/global/de/pressemitteilung/siemens-und-reinhausen-entwickeln-stromversorgungsloesungen-fuer-ki-rechenzentren (abgerufen am 2026-10-30)
  3. [4] Wegen KI: Rechenzentren wetteifern um neue Trafo-Generation - Wissen - SRF — https://www.srf.ch/wissen/technik/energie-der-zukunft-wegen-ki-wetteifern-um-neue-trafo-generation (abgerufen am 2026-10-30)

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