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KI entwirft effizientere Quantenschaltungen, Google verbessert Fehlerkorrektur

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KI-gestützt erstellt 3 Quellen Originalmeldung: youtube.com Arbeitsweise

KI-generierte Illustration: KI entwirft effizientere Quantenschaltungen, Google verbessert Fehlerkorrektur
KI-generierte Illustration

Das Wichtigste in Kürze

  • Anthropic zufolge entwarf Claude Mythos 5 in einem automatisierten Suchprozess für sieben von acht Aufgaben effizientere oder neuartige Quantenschaltungen; eine unabhängige Reproduktion ist laut dem Ausgangsbericht noch nicht erfolgt. [1]
  • Bei einer reversiblen Divsteps-Schaltung soll der Gate-Aufwand bei 12 Prozent mehr Qubits um den Faktor 17 sinken; für einen Quanten-Decoder nennt Anthropic eine Reduktion der Gate-Zahl um den Faktor 12. [1]
  • Ein Bericht von 36Kr beschreibt die Ergebnisse teils stärker als der Ausgangsbericht und nennt für eine Simulation 403 Millionen statt 43 Millionen Testfälle. [1][3]
  • Google berichtet laut Ausgangsquelle über Magic-State-Kultivierung auf dem Willow-Prozessor, eine etwa 40-fache Verringerung der Fehler und eine logische Fidelity von 99,99 Prozent bei T-Zuständen. [1]
  • Die Befunde betreffen unterschiedliche Ebenen der Quanteninformatik und belegen weder eine kurzfristig einsatzfähige universelle Quantenmaschine noch unmittelbar verfügbare industrielle Anwendungen. [1]
// Inhalt · 8 Abschnitte
  1. Zwei Fortschritte, aber kein einzelner Durchbruch für die Praxis
  2. Wie Mythos 5 die Schaltungen gesucht haben soll
  3. Divsteps: weniger Gates durch eine neue reversible Umsetzung
  4. DQI-Decoder: deutliche Einsparung mit einem ausdrücklich akzeptierten Restrisiko
  5. Die FeMoco-Erzählung vermischt zwei unterschiedliche Zeitangaben
  6. Google demonstriert Magic-State-Kultivierung auf Willow
  7. Einordnung für Unternehmen: Forschungsfähigkeit ist noch keine Einsatzreife
  8. Der Maßstab für den nächsten Schritt ist Reproduzierbarkeit
  9. Quellen

Zwei Fortschritte, aber kein einzelner Durchbruch für die Praxis

Ein Bericht des YouTube-Kanals AI Revolution stellt zwei Entwicklungen nebeneinander: Anthropic soll Claude Mythos 5 für effizientere Quantenschaltungen eingesetzt haben; Google Quantum AI soll auf seinem Willow-Prozessor Fortschritte bei der Erzeugung besonders zuverlässiger logischer Quantenzustände erzielt haben. Die beiden Ergebnisse betreffen verschiedene Engpässe: einmal den Ressourcenbedarf von Schaltungen, einmal die Fehleranfälligkeit physischer Quantenhardware. [1]

Die zeitliche Nähe der Meldungen macht sie nicht zu einem gemeinsamen Experiment. Der Ausgangsbericht datiert die Veröffentlichung der Anthropic-Arbeit auf den 15. Oktober 2026 und Googles Mitteilung zur Magic-State-Kultivierung ebenfalls auf den 15. Oktober. Die vorliegenden Quellen beschreiben jedoch keine gemeinsame Entwicklung oder Zusammenarbeit der Teams. [1]

Für die Einordnung ist entscheidend, welche Art von Evidenz jeweils vorliegt. Die Mythos-Ergebnisse sind in den gelieferten Texten vor allem durch die Darstellung im Video und einen Bericht von 36Kr dokumentiert. Für Google berichtet das Video von einem Versuch auf einem realen Prozessor. Beide Befunde sind relevant, aber keiner von ihnen belegt für sich genommen, dass ein wirtschaftlich nutzbarer, großskaliger Quantencomputer bereits verfügbar wäre. [1][3]

  • Anthropic: algorithmischer Entwurf und Optimierung von Quantenschaltungen anhand eines automatischen Prüfsystems. [1]
  • Google: experimentelle Fehlerunterdrückung bei sogenannten Magic States auf einem Quantenprozessor. [1]
  • Die Kennzahlen beschreiben unterschiedliche Größen und lassen sich nicht zu einer gemeinsamen Leistungszahl verrechnen. [1]

Was die Quellenlage trägt

Der Ausgangsbericht nennt als Grundlage eine Forschungsarbeit sowie eine Anthropic-Veröffentlichung, deren Volltexte in den hier bereitgestellten Quellen jedoch nicht enthalten sind. Der Bericht von 36Kr behandelt dieselben Mythos-Ergebnisse, ist aber eine weitere journalistische Darstellung und keine unabhängige Reproduktion der Experimente. [1][3]

Der Ausgangsbericht hält ausdrücklich fest, dass die berichteten Ergebnisse noch nicht unabhängig nachgerechnet worden seien. Diese Einschränkung ist für die Bewertung der angegebenen Multiplikatoren zentral: Es handelt sich um Ergebnisse, die Anthropic beziehungsweise die beschriebene Arbeit berichtet, nicht um bereits breit bestätigte Vergleichswerte. [1]

Wie Mythos 5 die Schaltungen gesucht haben soll

Nach Darstellung des Ausgangsberichts erhielt Claude Mythos 5 Beschreibungen von acht Rechenaufgaben in natürlicher Sprache und erzeugte dazu Schaltungsvorschläge in Python. Ein separates Programm prüfte, ob eine Schaltung korrekt war, und bewertete sie anhand des Produkts aus Qubit-Anzahl und Gate-Anzahl. Das Modell bekam die Rückmeldung und konnte den Entwurf über weitere Runden verändern. [1]

Ein solcher geschlossener Suchprozess unterscheidet sich von einer Bewertung durch ein zweites Sprachmodell: Hier soll ein Programm die Korrektheit der Schaltung prüfen, statt eine überzeugend formulierte Erklärung zu beurteilen. Der Bericht beschreibt die Prüfinstanz als unabhängig vom Entwurfssystem. Das macht die Aufgaben für automatisierte Optimierung vergleichsweise geeignet, sofern Korrektheit und Bewertung tatsächlich zuverlässig formalisiert sind. [1]

Die acht Aufgaben sollen Bereiche wie Chemie, Optimierung, Quantensimulation, Zahlentheorie und numerisches Rechnen abgedeckt haben. Der Bericht sagt, Mythos habe bei sieben Aufgaben veröffentlichte Entwürfe verbessert und bei der achten eine neue Formulierung entwickelt. Das ist eine präzisere Darstellung als die pauschale Behauptung, das Modell habe sämtliche acht Aufgaben mit einem besseren Ergebnis gelöst. [1]

  • Die Kennzahl Qubits mal Gates dient in der beschriebenen Auswertung als Näherungsmaß für Ressourcenaufwand; sie ist keine direkte Messung einer Laufzeit auf realer Hardware. [1]
  • Der Bericht beschreibt automatisierte Iterationen, erwähnt aber zugleich gelegentliche menschliche Impulse während eines 53-stündigen Suchlaufs. Die Formulierung »vollständig autonom« in der weiteren Berichterstattung ist daher nicht deckungsgleich mit allen Einzelheiten des Ausgangsberichts. [1][3]

Warum reversible Schaltungen andere Kosten haben

Klassische Programme können Zwischenergebnisse verwerfen oder abhängig von einem berechneten Wert unterschiedliche Programmzweige ausführen. Quantenschaltungen müssen dagegen reversibel sein; Zwischendaten lassen sich nicht beliebig löschen, ohne die Berechnung zu beeinträchtigen. Eine Möglichkeit, temporäre Information loszuwerden, ist laut Ausgangsbericht, Berechnungsschritte rückwärts auszuführen. Das kann zusätzliche Gates kosten. [1]

Damit entsteht ein Zielkonflikt zwischen benötigtem Speicher in Form von Qubits und Rechenaufwand in Form von Gates. Die Optimierung einer Schaltung ist deshalb nicht einfach gleichbedeutend mit der Verkürzung eines klassischen Programms. Welche Ressource wichtiger ist, hängt auch davon ab, welche Hardware und welche Fehlerbudgets später zur Verfügung stehen. [1]

Divsteps: weniger Gates durch eine neue reversible Umsetzung

Ein hervorgehobenes Ergebnis betrifft Divsteps, ein Verfahren für modulare Inversionen, die unter anderem in der elliptischen Kurvenarithmetik relevant sind. Nach Darstellung des Ausgangsberichts ist die Übertragung auf eine reversible Quantenschaltung schwierig, weil die klassische Berechnung Verzweigungsinformationen erzeugt, die eine Quantenschaltung nicht einfach verwerfen kann. Würde man den gesamten Verlauf speichern, könnte der Speicherbedarf stark steigen. [1]

Dem Bericht zufolge entwickelte Mythos eine Umsetzung, die diese Verzweigungshistorie nicht speichern soll. Dazu habe das Modell zunächst Regeln ausprobiert, die bei größeren Zahlen nicht ausreichten, und anschließend algebraische Identitäten hergeleitet. Die Korrektheit der resultierenden Regel sei mit dem Beweisassistenten Lean formal geprüft worden. Diese Angaben stammen aus der Darstellung der Arbeit; eine unabhängige Prüfung des Beweises ist in den gelieferten Quellen nicht dokumentiert. [1]

Für eine Variante nennt der Ausgangsbericht 12 Prozent mehr Qubits als beim kleinsten zuvor bekannten Entwurf, aber 17-mal weniger Gates. Das wäre kein pauschaler Gewinn in jeder Ressource, sondern ein konkreter Tausch: mehr Speicher gegen deutlich weniger Rechenschritte. Für Betreiber künftiger Hardware könnte das eine relevante Option sein, wenn verfügbare Qubits weniger knapp sind als Gate-Zeit oder Gate-Qualität. Das ist eine technische Folgerung aus den berichteten Kennzahlen, kein nachgewiesener Vorteil auf einem Produktionssystem. [1]

  • Der berichtete Faktor 17 bezieht sich auf die Zahl der Gates in einem bestimmten Entwurfsvergleich, nicht auf eine 17-fache Beschleunigung eines gesamten Quantencomputers. [1]
  • Eine formale Verifikation kann die Korrektheit einer spezifizierten Schaltung absichern; sie weist für sich genommen weder eine fehlerfreie Ausführung auf realer Hardware noch einen praktischen Laufzeitvorteil nach. [1]

DQI-Decoder: deutliche Einsparung mit einem ausdrücklich akzeptierten Restrisiko

Ein zweites Beispiel ist ein Decoder für Decoding Quantum Interferometry, kurz DQI. Der Ausgangsbericht beschreibt einen Reed-Solomon-Decoder als aufwendigen Bestandteil des Verfahrens und stellt eine frühere Konstruktion mit einem von Google verwendeten Ansatz auf Basis des erweiterten euklidischen Algorithmus einer neuen Lösung gegenüber. Mythos habe stattdessen Berlekamp-Massey-Decodierung eingesetzt, die sich nach Darstellung des Berichts besser in eine feste Folge von Quantenschritten übertragen lasse. [1]

Der Wechsel löst das Speicherproblem nicht automatisch: Temporäre Informationen müssen für die reversible Ausführung erhalten oder später rekonstruiert werden. Laut Ausgangsbericht hätte eine konservative Behandlung aller Ausnahmen in 35 Runden 665 Qubits erfordert. Das Modell habe einen Simulator genutzt, um die Häufigkeit seltener Fälle abzuschätzen, und den Entwurf auf 19 Qubits Speicherplatz ausgelegt. [1]

Diese Reduktion beruht dem Bericht zufolge auf einer bewussten Fehlerbudget-Entscheidung: In ungefähr einem von 10.000 Durchläufen könne ein seltener Fall mehr Speicher benötigen und scheitern. Der Ausgangsbericht bezeichnet diese Rate als innerhalb des zulässigen Fehlerbudgets. Damit ist die niedrigere Ressourcenzahl nicht ohne Bedingungen zu verstehen; sie wird gegen eine definierte Ausfallwahrscheinlichkeit erkauft. [1]

Für den Decoder nennt der Bericht eine zwölfmal geringere Gate-Zahl als bei der verglichenen Konstruktion. 36Kr gibt für die zugrunde liegende Simulation 403 Millionen Testfälle an, während das Video 43 Millionen nennt. Die bereitgestellten Quellen lösen diese Abweichung nicht auf. Auch deshalb sollten die Zahlen als berichtete Resultate und nicht als endgültig bestätigte Benchmarkwerte gelesen werden. [1][3]

Die FeMoco-Erzählung vermischt zwei unterschiedliche Zeitangaben

Der 36Kr-Bericht stellt die Entwicklung rund um FeMoco so dar, als habe Claude in 53 Stunden eine Aufgabe erledigt, für deren Verbesserung Menschen acht Jahre benötigt hätten. Der Ausgangsbericht widerspricht dieser Verkürzung: Die Reduktion des geschätzten Gate-Bedarfs für die Simulation des FeMoco-Komplexes sei über Jahre von mehreren Forschungsgruppen erreicht worden; der 53-Stunden-Lauf von Mythos habe sich auf eine andere Aufgabe zur elliptischen Kurvenarithmetik bezogen. [1][3]

Auch die Werte für FeMoco werden in den Quellen als Vergleich über eine längere Forschungsgeschichte beschrieben: Eine Schätzung von 50 Billionen Toffoli-Gates aus dem Jahr 2017 sei auf ungefähr 340 Millionen gesunken. Der Ausgangsbericht führt diese Entwicklung ausdrücklich auf viele Forschungsgruppen zurück und nicht allein auf Mythos. Die Modellleistung darf daher nicht als autonome Wiederholung oder Beschleunigung dieser gesamten achtjährigen Forschung ausgegeben werden. [1][3]

Die Abweichung ist mehr als eine redaktionelle Nuance. Wer aus einer Verbesserung einzelner Schaltungen auf einen unmittelbar bevorstehenden praktischen Quantenvorteil schließt, überspringt Schritte zwischen algorithmischem Ressourcenschätzer, Hardwareausführung und einer für Unternehmen nutzbaren Anwendung. Die Quellen liefern keine Demonstration, dass Mythos die FeMoco-Simulation auf einem Quantenprozessor ausgeführt hätte. [1][3]

Google demonstriert Magic-State-Kultivierung auf Willow

Der zweite Themenstrang betrifft Googles Fehlerkorrektur. Nach dem Ausgangsbericht demonstrierte Google Quantum AI auf dem Willow-Prozessor Magic-State-Kultivierung. Magic States sind demnach ein benötigter Baustein für universelle Quantenberechnungen, aber ihre Erzeugung in ausreichend guter Qualität kann erhebliche Ressourcen beanspruchen. [1]

Das beschriebene Verfahren soll einen verrauschten Zustand in einen kleineren Bereich des Chips einbringen und durch abgestimmte Messungen fehlerhafte Versuche erkennen und verwerfen. Die verbleibenden Zustände werden laut Bericht gereinigt und in eine größere, nutzbare Kodierung überführt. Die praktische Bedeutung liegt damit nicht in einer allgemeinen Beschleunigung jeder Berechnung, sondern in einer möglichen Entlastung eines spezifischen Ressourcenengpasses der fehlertoleranten Quanteninformatik. [1]

Der Bericht nennt eine etwa 40-fache Verringerung der Fehler und eine logische Fidelity von 99,99 Prozent bei T-Zuständen. Diese Zahl bezeichnet in der Darstellung die Qualität eines logischen Zustands nach Fehlerkorrektur, nicht die Gesamtgenauigkeit des Willow-Chips oder die Zuverlässigkeit jeder einzelnen Operation. Eine solche Unterscheidung ist wesentlich, weil Kennzahlen zu logischen Zuständen, physischen Qubit-Gates und vollständigen Berechnungen unterschiedliche Ebenen beschreiben. [1]

Als weiteren Versuch beschreibt der Bericht die Übertragung von Zuständen aus einem Color Code der Distanz drei in einen Surface Code der Distanz fünf; die Zustände hätten den Transfer überstanden. Zugleich hält die Quelle fest, dass die Methode noch auf größere Systeme skaliert werden müsse und weitere Herausforderungen bestünden. Die Meldung ist somit ein Hardware-Ergebnis, aber kein Beleg für eine bereits fertig skalierte fehlertolerante Maschine. [1]

Einordnung für Unternehmen: Forschungsfähigkeit ist noch keine Einsatzreife

Für Unternehmen liegt der kurzfristig greifbarste Punkt in der Methodik des Mythos-Experiments: Ein Modell kann Vorschläge erzeugen, während ein separates, deterministisches Prüfprogramm Korrektheit und messbare Zielgrößen bewertet. Wo sich Aufgaben in zuverlässige Tests übersetzen lassen, ist ein solcher Ansatz prinzipiell als Forschungswerkzeug interessant. Die vorliegenden Beispiele belegen jedoch keine allgemeine Übertragbarkeit auf Aufgaben, für die es keinen eindeutigen automatischen Prüfer oder keine belastbare Bewertungsfunktion gibt. [1]

Eine frühere TIME-Berichterstattung beschreibt einen anderen Fall KI-gestützter Quantenforschung: Ein Team um Oratomic habe KI zur Optimierung von Algorithmen für atomare Quantencomputer genutzt. Laut dem Artikel blieben Menschen dabei für Fragestellung und Steuerung zentral; das Team habe die abgeleiteten Ergebnisse monatelang geprüft, und die Arbeit sei zum Zeitpunkt des Berichts noch nicht peer-reviewt gewesen. Dieser Vorgang ist nicht mit Mythos oder Googles Willow-Experiment gleichzusetzen, zeigt aber, warum KI-gestützte Entdeckung und unabhängige wissenschaftliche Validierung getrennt bewertet werden müssen. [5]

Für Forschungs- und Technologieverantwortliche folgt daraus kein belastbarer Zeitplan für kommerzielle Quantenanwendungen. Die Anthropic-Zahlen beziehen sich auf Entwürfe und Ressourcenschätzungen; Googles Befund betrifft eine bestimmte Fehlerkorrekturtechnik auf einem bestimmten Prozessor. Beides kann spätere Systementwicklung erleichtern, ersetzt aber weder die Skalierung noch den Nachweis, dass eine konkrete Unternehmensaufgabe auf einem realen, ausreichend zuverlässigen Quantencomputer wirtschaftlich besser lösbar ist. [1]

Auch für die Cybersicherheit rechtfertigen die Ergebnisse keine unmittelbare Neubewertung bestehender Verschlüsselung allein auf Basis der hier berichteten Multiplikatoren. Die Quellen beschreiben weder einen Angriff auf aktuelle Kryptografie noch eine Maschine, die solche Verfahren praktisch brechen könnte. TIME hatte im April 2026 zu einem anderen Forschungsprojekt berichtet, dass damalige Quantencomputer für eine solche Bedrohung noch zu klein seien; diese Einschätzung ist zeitgebunden und keine Prüfung der Oktober-Ergebnisse. Für Unternehmen bleibt deshalb die sachgerechte Folgerung, technische Fortschritte aufmerksam zu verfolgen, aber algorithmische Verbesserungen nicht mit einem bereits verfügbaren kryptografischen Angriff gleichzusetzen. [1][5]

Der Maßstab für den nächsten Schritt ist Reproduzierbarkeit

Die Mythos-Meldung ist vor allem deshalb bemerkenswert, weil die berichteten Entwürfe nicht nur Parameter bekannter Schaltungen optimieren sollen: Im Divsteps-Beispiel wird eine neue reversible Formulierung behauptet. Zugleich beruht die Bewertung auf einem festgelegten Prüfsystem und einem Ressourcenmaß, dessen Verhältnis zu realen Laufzeiten und Hardwarekosten begrenzt ist. Die entscheidenden nächsten Fragen betreffen daher die unabhängige Reproduktion, die Offenlegung und Prüfung der Auswertungsbedingungen sowie den Vergleich auf realistischen Hardwaremodellen. [1]

Bei Google ist der Nachweis näher an der Hardware, aber ebenfalls spezifisch: Die berichtete Kultivierung wurde auf Willow demonstriert, während die Übertragbarkeit auf größere Systeme laut Quelle noch aussteht. Zusammengenommen markieren die beiden Meldungen Fortschritte an unterschiedlichen Stellen einer langen technischen Kette. Sie erlauben eine nüchterne Aussage über verbesserte Entwurfs- und Fehlerkorrekturverfahren, nicht aber die Schlussfolgerung, Quantencomputing sei bereits für breite industrielle Anwendungen »gebrochen« oder unmittelbar einsatzbereit. [1]

Quellen

  1. [1] Mythos 5 and Google Just Broke Quantum Computing (Major Breakthroughs) - YouTube — https://www.youtube.com/watch?v=X7_RuX-eMn0 (abgerufen am 2026-10-18)
  2. [3] Mythos 5 Solves Critical Quantum Computing Breakthrough – Major Quantum Problem Cracked — https://eu.36kr.com/en/p/4029231447446152 (abgerufen am 2026-10-18)
  3. [5] AI Helped Spark a Quantum Breakthrough. The World 'Is Not Prepared' — https://time.com/article/2026/04/07/ai-quantum-computing-advance (abgerufen am 2026-10-18)

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