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AST SpaceMobile, ein Unternehmen im Bereich der Satellitenkommunikation, bereitet den Start von drei weiteren BlueBird-Satelliten vor. Diese Erweiterung der Konstellation ist ein entscheidender Schritt auf dem Weg zur Bereitstellung von Direct-to-Device (D2D)-Mobilfunk-Breitbanddiensten, die direkt von Satelliten an handelsübliche Smartphones gesendet werden. Die Mission unterstreicht die Bestrebungen des Unternehmens, globale Konnektivität auch in abgelegenen Gebieten zu ermöglichen.
Die Satelliten BlueBird 11, 12 und 13 sollen am 5. August 2026 von der Cape Canaveral Space Force Station in Florida an Bord einer SpaceX Falcon 9 Rakete starten. Dieser Start folgt auf die erfolgreiche Entsendung der BlueBird-Satelliten 8, 9 und 10 im Juni desselben Jahres. Mit jedem Start rückt AST SpaceMobile näher an sein Ziel, eine umfassende Satellitenkonstellation im erdnahen Orbit aufzubauen.
Das Unternehmen strebt an, noch in diesem Jahr Beta-Dienste anzubieten. Die anfängliche Abdeckung in den USA, in Zusammenarbeit mit AT&T und Verizon, wird zunächst nicht-kontinuierlich sein. Dies liegt daran, dass der vollständige Ausbau der Konstellation noch im Gange ist. AST SpaceMobile plant, etwa 25 BlueBird-Satelliten für einen nicht-kontinuierlichen Dienst in ausgewählten Märkten zu betreiben. Für einen kontinuierlichen Dienst in Schlüsselmärkten wie den USA, Europa und Japan werden voraussichtlich 45 bis 60 Satelliten benötigt. Eine weltweite kontinuierliche Abdeckung soll mit rund 90 Satelliten erreicht werden.
Die BlueBird-Satelliten der nächsten Generation sind darauf ausgelegt, eine verbesserte Leistung zu liefern. Es wird erwartet, dass sie nahezu die doppelte Spitzengeschwindigkeit im Downlink im Vergleich zu den ursprünglichen Block-1-Satelliten erreichen. Kürzlich wurde während Tests mit früheren Satelliten eine Spitzengeschwindigkeit von 98,9 Mbit/s auf ein Standard-Smartphone gemeldet. Diese technologischen Fortschritte sind entscheidend, um den Anforderungen an Sprach-, Daten- und Videodienste gerecht zu werden.
Die Satelliten nutzen eine stapelbare Architektur, die es ermöglicht, mehrere Raumfahrzeuge auf einer einzigen Mission zu transportieren. Sie verfügen über leichte Kohlefaserverbundstrukturen und große Phased-Array-Antennen, die eine direkte Kommunikation mit Mobilgeräten aus dem Orbit ermöglichen. Die Produktion ist bereits weit fortgeschritten, wobei BlueBird 14, 15 und 16 für eine Folgemission vorbereitet werden und die Produktion bis zu BlueBird 42 reicht.
Ein zentraler Aspekt des Geschäftsmodells von AST SpaceMobile ist die nahtlose Integration seiner Satelliteninfrastruktur mit bestehenden terrestrischen Mobilfunknetzen. Im Mai wurde bekannt gegeben, dass die Integration der Bodennetze in mehreren Märkten, darunter die USA, Kanada, Großbritannien, Indien, Brasilien, Deutschland, Frankreich, Japan, Saudi-Arabien, die Philippinen und mehrere afrikanische Länder, im Gange ist. Diese Märkte repräsentieren eine kombinierte Bevölkerung von etwa 2,9 Milliarden Menschen.
AST SpaceMobile hat Vereinbarungen mit fast 60 Mobilfunkbetreibern getroffen, die über 3 Milliarden Abonnenten repräsentieren. Zu den Partnern gehören namhafte Unternehmen wie AT&T, Verizon, Vodafone, Rakuten, Bell, Telus und die stc Group. Diese Kooperationen sind entscheidend, da das Netzwerk von AST SpaceMobile die Nutzung von Low- und Mid-Band-Mobilfunkfrequenzen vorsieht, die von den Partnern kontrolliert werden. Dies ermöglicht kompatiblen Smartphones, sich über das gleiche Spektrum zu verbinden, das auch für terrestrische Mobilfunkdienste genutzt wird.
AT&T hat bereits vier Satelliten-Boden-Gateways in den USA in Betrieb genommen, die den Datenverkehr zwischen den BlueBird-Satelliten und dem terrestrischen Mobilfunknetz von AT&T leiten. Vodafone setzt ähnliche Infrastrukturen in Europa ein. Die Satelliten von AST werden dabei als Remote Radio Heads fungieren, während die Kernnetzfunktionen bei den terrestrischen Mobilfunkbetreibern verbleiben. Standard-Smartphones sollen automatisch zwischen terrestrischen und Satellitennetzen wechseln können, ohne spezielle Hardware zu benötigen.
Obwohl AST SpaceMobile ursprünglich eine Konstellation von etwa 45 Satelliten bis Ende 2026 angestrebt hatte, wurde dieses Ziel im Juli auf Anfang 2027 verschoben. Die genaue Terminierung der Starts hängt von verschiedenen Faktoren ab, darunter die Satellitenmontage und -prüfung, behördliche Genehmigungen, die Verfügbarkeit der Trägerraketen und logistische Herausforderungen.
AST SpaceMobile agiert in einem sich entwickelnden Markt für Direct-to-Device-Dienste und steht im Wettbewerb mit anderen Akteuren, darunter SpaceXs Starlink-Dienst. Starlink gibt an, dass seine Konstellation derzeit etwa 650 Satelliten-zu-Mobilfunk-Raumfahrzeuge im erdnahen Orbit umfasst und mit Betreibern wie T-Mobile und Optus zusammenarbeitet. Der Wettbewerb in diesem Bereich treibt Innovationen voran und verspricht eine verbesserte Konnektivität für Endnutzer weltweit.
Der bevorstehende Start der BlueBird-Satelliten 11, 12 und 13 markiert einen weiteren wichtigen Meilenstein für AST SpaceMobile. Das Unternehmen verfolgt das strategische Ziel, eine globale, direkte Mobilfunkverbindung über Satellit zu ermöglichen, die mit Standard-Smartphones kompatibel ist. Die Kombination aus fortschrittlicher Satellitentechnologie, strategischen Partnerschaften mit Mobilfunkbetreibern und einem schrittweisen Ausbau der Konstellation positioniert AST SpaceMobile als einen relevanten Akteur im Bereich der nicht-terrestrischen Netzwerke. Die Entwicklungen in diesem Sektor werden weiterhin genau beobachtet, da sie das Potenzial haben, die globale Konnektivitätslandschaft maßgeblich zu verändern.
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