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ASUS stellt Smartphone-Entwicklung ein und fokussiert sich auf KI-Technologien

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January 20, 2026

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    Das Wichtigste in Kürze

    • ASUS hat die Entwicklung neuer Smartphones, einschließlich der Serien Zenfone und ROG Phone, vorerst eingestellt.
    • Die freigewordenen Ressourcen werden auf die Bereiche kommerzielle PCs und "Physische KI" umgeschichtet.
    • ASUS plant Investitionen in KI-Roboter, Robotik und KI-Brillen, da hier größeres Wachstumspotenzial gesehen wird.
    • Der Support für bestehende ASUS-Smartphones, einschließlich Software-Updates und Garantieleistungen, bleibt gewährleistet.
    • Die Entscheidung wird als strategische Neuausrichtung hin zu KI-gestützten Geräten und Diensten interpretiert, auch vor dem Hintergrund steigender Kosten für Komponenten und Marktsättigung im Smartphone-Segment.

    Der taiwanesische Technologiekonzern ASUS hat eine signifikante strategische Neuausrichtung bekannt gegeben. Das Unternehmen wird die Entwicklung neuer Smartphone-Modelle vorerst pausieren und seine Forschungs- und Entwicklungsressourcen stattdessen auf die Bereiche kommerzielle PCs und "Physische KI" konzentrieren. Diese Entscheidung, die von ASUS-Vorsitzendem Jonney Shih bestätigt wurde, markiert einen Wendepunkt in der Unternehmensstrategie und reflektiert die wachsende Bedeutung der Künstlichen Intelligenz (KI) in der Tech-Branche.

    Strategischer Fokuswechsel: Von Smartphones zu KI

    Die Einstellung der Entwicklung neuer Smartphones betrifft sowohl die beliebten Serien Zenfone als auch die Gaming-orientierten ROG Phones. Gerüchte über einen solchen Schritt kursierten bereits seit Anfang Januar, wurden jedoch nun offiziell bestätigt. ASUS sieht in der vierten industriellen Revolution, geprägt durch KI, ein größeres Wachstumspotenzial als im hart umkämpften Smartphone-Markt.

    Jonney Shih betonte im Rahmen einer "Jahresendgala 2025" in Taipei, dass die freigewordenen Kapazitäten vollständig in die neuen Kernbereiche fließen werden. Ziel ist es, die Marktstrategie "Allgegenwärtige KI. Unglaubliche Möglichkeiten." konsequent umzusetzen und die KI bis an ihre Grenzen auszureizen, um Produktinnovationen und Betriebsprozesse weiterzuentwickeln.

    Physische KI und kommerzielle PCs im Mittelpunkt

    Ein zentraler Pfeiler der neuen Strategie ist die sogenannte "Physische KI". Hierunter versteht ASUS die Integration von KI in reale, physische Geräte. Konkrete Projekte umfassen:

    • KI-Roboter und Robotik: Die Entwicklung intelligenter Robotersysteme.
    • KI-Brillen: Neue Generationen von intelligenten Brillen, die KI-Funktionalitäten integrieren.

    Darüber hinaus wird der Bereich der kommerziellen PCs gestärkt. Es wird spekuliert, dass ASUS seine Erfahrungen aus der Mobiltelefonsparte, insbesondere in der Qualcomm-Plattformentwicklung, auch für kommerzielle Laptops auf Basis der Snapdragon-X-Plattform nutzen könnte. Die angekündigten "physischen KI-Geräte" könnten ebenfalls auf Qualcomms Dragonwing-Embedded-Plattform basieren.

    Wirtschaftliche Hintergründe und Marktentwicklungen

    Die Neuausrichtung von ASUS ist nicht isoliert zu betrachten. Der Finanzbericht für das Jahr 2025 zeigt, dass ASUS einen Gesamtumsatz von 738,91 Milliarden NT$ (rund 20 Milliarden Euro) erzielen konnte, was einem Anstieg von 26,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Dieses Wachstum wird maßgeblich auf die proaktive Entwicklung im Bereich KI zurückgeführt. Insbesondere das Geschäft mit KI-Servern erreichte ein Wachstum von 100 Prozent und machte im dritten Quartal 2025 etwa 20 Prozent des Gesamtumsatzes aus. Auch die Bereiche Gaming und kommerzielle PCs verzeichneten zweistellige Wachstumsraten.

    Im Gegensatz dazu trug die Smartphone-Sparte zuletzt wenig zum Konzernumsatz bei und hatte nie einen signifikanten Marktanteil erreicht. Der Smartphone-Markt gilt als gesättigt und ist von einem intensiven Preiskampf geprägt, insbesondere mit großen chinesischen Anbietern. Jonney Shih wies zudem auf die anhaltende Speicherkrise hin, die zu steigenden Preisen für Komponenten führt und die Margen im Smartphone-Segment zusätzlich unter Druck setzt. ASUS plant, diesen Herausforderungen durch "Design Thinking und Zusammenarbeit in der Lieferkette" zu begegnen.

    Auswirkungen auf bestehende Kunden

    Für Nutzer von ASUS-Smartphones, wie den Modellen Zenfone 12 Ultra oder ROG Phone 9, gibt es eine wichtige Zusicherung: Der Konzern hat bestätigt, dass der Support für bereits verkaufte Geräte unverändert fortgeführt wird. Dies umfasst Software-Updates, Garantieleistungen und den Kundendienst. Auch wenn keine neuen Modelle geplant sind, wird ASUS seinen Verpflichtungen gegenüber den Bestandskunden nachkommen.

    Die Entscheidung von ASUS, sich aus der Smartphone-Entwicklung zurückzuziehen, spiegelt einen breiteren Trend in der Technologiebranche wider, bei dem Unternehmen ihre Ressourcen auf Bereiche mit dem größten Innovations- und Wachstumspotenzial konzentrieren. Die Künstliche Intelligenz wird dabei zunehmend als Schlüsseltechnologie identifiziert, die weitreichende Veränderungen in verschiedenen Sektoren herbeiführen kann.

    Chronologie der Ereignisse

    • Anfang Januar 2026: Erste Berichte und Gerüchte über eine mögliche Einstellung der Smartphone-Produktion bei ASUS kursieren. Die Rede ist von einer Pause für 2026, ohne neue Modelle der Zenfone- und ROG-Phone-Serien.
    • Mitte Januar 2026: ASUS-Vorsitzender Jonney Shih bestätigt im Rahmen einer "Jahresendgala 2025" in Taipei die vorläufige Einstellung der Smartphone-Entwicklung. Er kündigt eine Umschichtung der Ressourcen auf kommerzielle PCs und "Physische KI" an.
    • Januar 2026: Medienberichte präzisieren, dass es sich um ein dauerhaftes Aus für neue Smartphone-Modelle handeln könnte, auch wenn ASUS den Begriff "Pause" verwendet. Der Fokus auf KI-Roboter, Robotik und KI-Brillen wird hervorgehoben.

    Fazit für die B2B-Zielgruppe

    Für Unternehmen im B2B-Bereich signalisiert die strategische Neuausrichtung von ASUS eine klare Prioritätenverschiebung hin zu KI-gestützten Lösungen und kommerziellen Hardware-Angeboten. Dies könnte neue Möglichkeiten für Partnerschaften und technologische Integrationen eröffnen, insbesondere in den Bereichen:

    • KI-Hardware-Entwicklung: Potenziale für die Zusammenarbeit bei der Entwicklung und Implementierung von KI-Robotern und intelligenten Geräten.
    • Kommerzielle PC-Lösungen: Erwartete Innovationen und verstärkte Angebote im Segment der Business-PCs, möglicherweise mit integrierten KI-Funktionen.
    • Datacenter- und Server-Infrastruktur: Das bereits starke Wachstum im KI-Servergeschäft von ASUS deutet auf eine weitere Stärkung dieses Bereichs hin, was für Unternehmen mit hohen Anforderungen an Rechenleistung relevant ist.

    Die Entscheidung von ASUS unterstreicht die Notwendigkeit für Technologieunternehmen, agil auf Marktveränderungen zu reagieren und Investitionen in zukunftsträchtige Technologien zu lenken. Die Künstliche Intelligenz wird dabei als treibende Kraft für Innovation und Wachstum erkannt, die das Potenzial hat, ganze Produktsegmente neu zu definieren.

    Bibliography: - heise online: "Asus setzt auf „Physische KI“ und kommerzielle PCs" - CHIP: "Smartphone-Hersteller könnte Produktion komplett einstellen" - ComputerBase: "R.I.P. ROG Phone: Asus entwickelt in Zukunft AI-Roboter statt Smartphones" - IT-Boltwise: "ASUS setzt auf KI und beendet Smartphone-Entwicklung" - GameStar: "Das war's: Asus-Chef besiegelt das Ende neuer Handys, um sich neu auszurichten" - WinFuture: "Asus macht Ernst: Die Smartphone-Sparte ist jetzt Geschichte" - Notebookcheck.com: "Asus verlässt Smartphone-Markt, investiert Ressourcen in AI-Projekte" - IT-Boltwise: "Asus zieht sich aus dem Smartphone-Markt zurück: Fokus auf KI und PCs" - heise online: "Asus drückt bei Smartphones auf die Pausentaste" - WinFuture: "Asus hat fertig? 2026 keine Smartphones, womöglich komplettes Ende"

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