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Akzeptanz und Bedenken bei humanoiden Robotern und Smart-Home-Technologien in Deutschland

Akzeptanz und Bedenken bei humanoiden Robotern und Smart-Home-Technologien in Deutschland

Das Wichtigste in Kürze

  • Fast die Hälfte der deutschen Bevölkerung (48 Prozent) ist offen für den Einsatz humanoider Roboter im Haushalt.
  • Die primäre Motivation für die Akzeptanz von Robotern im Haushalt ist die Unterstützung bei alltäglichen Aufgaben wie Aufräumen, Einkäufe wegräumen und Putzen.
  • Trotz des Interesses bestehen psychologische Barrieren, darunter die Empfindung, menschenähnliche Roboter seien unheimlich (46 Prozent) und die Sorge vor Kontrollverlust (53 Prozent).
  • Die Nutzung von Smart-Home-Anwendungen in Deutschland hat zugenommen, wobei 52 Prozent der Bundesbürger diese bereits verwenden.
  • Sicherheitsbedenken wie die Angst vor Hacker-Angriffen (59 Prozent) und Datenmissbrauch (40 Prozent) sowie hohe Anschaffungskosten (38 Prozent) sind Hauptgründe für die Skepsis gegenüber Smart-Home-Technologien bei Nichtnutzern.
  • Künstliche Intelligenz wird zunehmend im Wohnbereich akzeptiert, insbesondere zur Steigerung der Energieeffizienz, jedoch bestehen auch hier Vorbehalte bezüglich Kontrollverlust und der Notwendigkeit gesetzlicher Regulierung.

Die Integration von Technologie in den privaten Lebensraum ist ein fortlaufender Prozess, der durch Fortschritte in der Künstlichen Intelligenz (KI) und Robotik neue Dimensionen erreicht. Eine aktuelle repräsentative Umfrage des Digitalverbandes Bitkom beleuchtet die Einstellungen der deutschen Bevölkerung zu humanoiden Robotern im Haushalt und zu Smart-Home-Anwendungen. Die Ergebnisse zeigen ein differenziertes Bild zwischen Offenheit für technologische Unterstützung und bestehenden Vorbehalten.

Akzeptanz humanoider Roboter im häuslichen Umfeld

Die Studie offenbart, dass fast die Hälfte der Menschen in Deutschland, konkret 48 Prozent, sich den Einsatz eines KI-gesteuerten humanoiden Roboters im eigenen Haushalt vorstellen kann. Davon äußerten sich 18 Prozent „auf jeden Fall“ zustimmend und 30 Prozent „eher ja“. Diese Zahlen deuten auf eine bemerkenswerte Bereitschaft hin, menschenähnliche Maschinen in den Alltag zu integrieren. Demgegenüber stehen 47 Prozent der Befragten, die einem solchen Einsatz skeptisch gegenüberstehen.

Bernhard Rohleder, Hauptgeschäftsführer des Bitkom, merkte an, dass humanoide Roboter polarisieren. Ihr menschenähnliches Erscheinungsbild könne faszinieren, aber gleichzeitig auch Verunsicherung hervorrufen. Die entscheidende Frage für die zukünftige Akzeptanz sei, ob diese Roboter einen konkreten Nutzen im Alltag bieten und den Menschen tatsächlich entlasten können.

Potenzielle Einsatzbereiche und psychologische Barrieren

Diejenigen, die sich einen Roboter im Haushalt vorstellen können, haben klare Vorstellungen von dessen Aufgaben. Die primären Einsatzbereiche betreffen alltägliche Pflichten:

  • 87 Prozent würden den Roboter aufräumen lassen.
  • 77 Prozent würden Einkäufe wegräumen lassen.
  • 73 Prozent würden den Roboter zum Putzen einsetzen.

Darüber hinaus können sich mehr als die Hälfte der Befragten Hilfe bei komplexeren Aufgaben vorstellen:

  • Kochen (60 Prozent)
  • Haustierbetreuung (58 Prozent)
  • Betreuung von Pflegebedürftigen (55 Prozent)
  • Reparaturen (54 Prozent)

Parallel zu dieser Offenheit existieren jedoch auch deutliche psychologische Barrieren. 46 Prozent der Befragten empfinden die Anwesenheit eines menschenähnlichen Roboters in den eigenen vier Wänden als unheimlich. Dies wird durch die Aussage „Je menschenähnlicher ein Roboter ist, desto gruseliger finde ich ihn“ untermauert, der viele zustimmten. Ein weiteres Bedenken ist der mögliche Kontrollverlust: Mehr als die Hälfte (53 Prozent) fürchtet, durch humanoide Roboter die Kontrolle über das eigene Zuhause zu verlieren. Interessanterweise können sich 57 Prozent vorstellen, sich mit einem Roboter zu unterhalten, und für 14 Prozent könnten Maschinen sogar menschliche Kontakte ersetzen.

Smart Home: Wachstum und Herausforderungen

Die Verbreitung vernetzter Wohnkonzepte, bekannt als Smart Home, nimmt in Deutschland weiter zu. Erstmals nutzen über die Hälfte der Bundesbürger (52 Prozent) Smart-Home-Anwendungen. Dies stellt einen Anstieg gegenüber 46 Prozent im Jahr 2024 und 43 Prozent im Jahr 2022 dar.

Beliebteste Anwendungen und Bedenken

Die beliebtesten Smart-Home-Anwendungen sind:

  • Smarte Lampen und Leuchten (46 Prozent)
  • Schaltbare WLAN-Steckdosen (44 Prozent, ein Anstieg um 13 Prozentpunkte gegenüber 2024)
  • Saugroboter (33 Prozent, ein Anstieg um 7 Prozentpunkte)
  • Smarte Heizkörperthermostate und Energiesysteme (28 Prozent)

Trotz der wachsenden Beliebtheit bestehen bei Nichtnutzern weiterhin Sicherheitsbedenken. 59 Prozent fürchten Hacker-Angriffe (plus 5 Prozentpunkte im Vergleich zu 2024) und 40 Prozent sorgen sich vor Datenmissbrauch. Für 38 Prozent sind zudem die Anschaffungskosten eine zu hohe Hürde. Es ist jedoch festzuhalten, dass die technische Stabilität in der Praxis hoch ist: 45 Prozent der Nutzer verzeichneten im vergangenen Jahr keinerlei Ausfälle. Wenn Störungen auftraten, waren diese in 85 Prozent der Fälle auf Probleme mit der Internetverbindung zurückzuführen. Ausfälle durch Hackerangriffe wurden von keinem Befragten gemeldet.

Künstliche Intelligenz im Wohnbereich

Die Künstliche Intelligenz hält ebenfalls verstärkt Einzug in den Wohnbereich. Fast ein Drittel der Befragten (32 Prozent) könnte sich vorstellen, in einem komplett KI-gesteuerten Haus zu leben. Eine Mehrheit von 63 Prozent ist überzeugt, dass KI zur effizienteren Energienutzung im Haushalt beitragen kann.

Dennoch gibt es auch hier Vorbehalte. 40 Prozent der Befragten äußern die Befürchtung, im vernetzten Heim die Kontrolle an die KI abzugeben. Zudem fordern 42 Prozent eine stärkere gesetzliche Regulierung für Smart-Home-Anwendungen, was auf ein Bedürfnis nach klaren Rahmenbedingungen und Schutzmaßnahmen hindeutet.

Die Umfrage, für die Bitkom Research im Sommer 2026 insgesamt 1.159 Personen ab 16 Jahren in Deutschland befragte, zeigt, dass die Digitalisierung des Haushalts eine Entwicklung ist, die sowohl große Chancen als auch Herausforderungen mit sich bringt. Die Akzeptanz von Robotern und KI-gesteuerten Systemen hängt maßgeblich von ihrem wahrgenommenen Nutzen, ihrer Zuverlässigkeit und der Fähigkeit ab, Bedenken hinsichtlich Sicherheit und Kontrolle auszuräumen.

Die Ergebnisse unterstreichen die Notwendigkeit für Anbieter von KI-Lösungen und Smart-Home-Technologien, nicht nur innovative Produkte zu entwickeln, sondern auch Vertrauen bei den Nutzern aufzubauen und transparente Lösungen für Datenschutz und Sicherheit anzubieten. Nur so kann das volle Potenzial dieser Technologien im häuslichen Umfeld ausgeschöpft werden.

Bibliography: - Bitkom-Umfrage: Fast jeder Zweite will Roboter im Haushalt helfen lassen. (2026, 24. August). Handelsblatt. Abgerufen von https://www.handelsblatt.com/technik/it-internet/bitkom-umfrage-fast-jeder-zweite-will-roboter-im-haushalt-helfen-lassen/100249283.html - Fast jeder Zweite will Roboter im Haushalt helfen lassen. (2026, 24. August). Frankfurter Allgemeine Zeitung. Abgerufen von https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/unternehmen/fast-jeder-zweite-will-roboter-im-haushalt-helfen-lassen-accg-201154164.html - Fast jeder Zweite will Roboter im Haushalt helfen lassen. (2026, 24. August). Yahoo Finance. Abgerufen von https://de.finance.yahoo.com/nachrichten/fast-zweite-will-roboter-haushalt-101108963.html - Fast jeder Zweite will Roboter im Haushalt helfen lassen. (2026, 24. August). Westdeutsche Zeitung. Abgerufen von https://www.wz.de/digital/fast-jeder-zweite-will-roboter-im-haushalt-helfen-lassen_aid-153643183 - Humanoide Roboter im Haushalt: 48 Prozent der Deutschen sagen Ja – aber nur, wenn sie wirklich arbeiten. (2026, 24. August). Klamm.de. Abgerufen von https://www.klamm.de/news/humanoide-roboter-im-haushalt-48-prozent-der-deutschen-sagen-ja-aber-nur-wenn-sie-wirklich-arbeiten-67N20260824120334.html - Fast jeder Zweite will Roboter im Haushalt helfen lassen. (2026, 24. August). Deutsche Börse Live. Abgerufen von https://live.deutsche-boerse.com/nachrichten/Fast-jeder-Zweite-will-Roboter-im-Haushalt-helfen-lassen-60c554d5-1d7e-4763-affb-bcd2445e2c03 - Fast jeder Zweite will Roboter im Haushalt helfen lassen. (2026, 24. August). wallstreetONLINE. Abgerufen von https://www.wallstreet-online.de/nachricht/21279532-zweite-roboter-haushalt-helfen - Fast jeder Zweite will Roboter im Haushalt helfen lassen. (2026, 24. August). Der Patriot. Abgerufen von https://www.derpatriot.de/detail/fast-jeder-zweite-will-roboter-im-haushalt-helfen-lassen.html - Smart Home: Vom WLAN-Thermostat zum menschenähnlichen Roboter. (2026, 24. August). Bitkom e. V. Abgerufen von https://www.bitkom.org/Presse/Presseinformation/Smart-Home-vom-Thermostat-zum-Roboter - Fast jeder Zweite will Roboter im Haushalt helfen lassen. (2026, 24. August). FinanzNachrichten.de. Abgerufen von https://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2026-08/69388322-fast-jeder-zweite-will-roboter-im-haushalt-helfen-lassen-016.htm - Fast jeder Zweite will Roboter im Haushalt helfen lassen. (2026, 24. August). heise online. Abgerufen von https://www.heise.de/news/Fast-jeder-Zweite-will-Roboter-im-Haushalt-helfen-lassen-11423993.html

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