Windows 11 September-Update führt zu unerwarteten Problemen
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Das Wichtigste in Kürze
- Das September-Update für Windows 11 (KB5124008) verursacht diverse Probleme, darunter Audioprobleme, Störungen bei Remote Desktop Services (RDS) und Schwierigkeiten mit virtuellen Linux-Maschinen.
- Betroffen sind primär Windows 11 Versionen 25H2 und 24H2.
- Audioprobleme äußern sich in fehlender Tonausgabe, nicht reagierenden Lautstärkereglern und dem Fehlercode 10 im Geräte-Manager, insbesondere bei Geräten, die den USB Audio Class 1.0 Standard nutzen.
- Remote Desktop Services können instabil werden, was zu Verbindungsabbrüchen und Anmeldefehlern führt.
- Fehler bei Hyper-V betreffen virtuelle Linux-Maschinen, die das Plan9-Protokoll für Host-Ordnerfreigaben verwenden.
- Microsoft hat Workarounds für einige Probleme vorgeschlagen, wie das Umschalten auf Stereo-Modus bei Audioproblemen oder den Neustart virtueller Maschinen bei RDP-Fehlern.
- Einige der gemeldeten Probleme, wie Explorer.exe-Abstürze oder Fehler im Dateiversionsverlauf, sind noch nicht offiziell bestätigt.
- Microsoft hat einen außerplanmäßigen Patch (KB5129195) veröffentlicht, der einige der kritischen Fehler beheben soll.
Windows 11: Herausforderungen durch das September-Update
Das monatliche September-Update für Windows 11, gekennzeichnet als KB5124008, hat bei einer Reihe von Anwendern zu unerwarteten Schwierigkeiten geführt. Die Aktualisierung, die für die Windows 11 Versionen 25H2 und 24H2 vorgesehen ist und das Betriebssystem auf die Versionen 26200.9445 bzw. 26100.9445 bringt, beinhaltet neben Sicherheitskorrekturen und neuen Funktionen auch eine Reihe von Bugs, die den Betrieb beeinträchtigen können.
Audioprobleme nach dem Update
Ein zentraler Punkt der gemeldeten Probleme betrifft die Audiofunktionalität. Nach der Installation des Updates berichten Nutzer von einer fehlenden Tonausgabe über ihre Audiogeräte. Dies äußert sich unter anderem durch stumm bleibende Lautsprecher, nicht reagierende Lautstärkeregler oder gänzlich inaktive Soundeinstellungen. Im Geräte-Manager erscheint in solchen Fällen oft die Fehlermeldung "Dieses Gerät kann nicht gestartet werden (Code 10)".
Besonders betroffen scheinen Geräte zu sein, die auf dem älteren Standard USB Audio Class 1.0 basieren. Obwohl dieser Standard bereits aus dem Jahr 1998 stammt, ist er aufgrund seiner weiten Kompatibilität und der integrierten Treiberunterstützung in vielen modernen Headsets und einfachen USB-Soundkarten noch immer verbreitet. Einige Nutzer berichten zudem von Problemen bei der Wiedergabe von Mehrkanal-Audio oder 3D-Audio, während der Stereo-Modus weiterhin funktioniert. Microsoft hat in diesen Fällen den Workaround empfohlen, auf den 2-Kanal-Modus umzuschalten.
Störungen bei Remote Desktop Services (RDS)
Neben den Audioproblemen sind auch die Remote Desktop Services (RDS) von den Auswirkungen des September-Updates betroffen. Microsoft hat bestätigt, dass diese Dienste nach der Installation des Updates instabil werden können. Dies kann sich in abgebrochenen RDP-Verbindungen, Problemen bei der Anmeldung oder der Anzeige von Fehlermeldungen wie "Please wait for the Remote Desktop Configuration" äußern. Auch verwandte Tools wie die Microsoft Management Console (MMC), der RDS Licensing Diagnoser und der Datei-Explorer können davon betroffen sein.
Für den Fall, dass virtuelle Maschinen durch RDP-Fehler unzugänglich werden, empfiehlt Microsoft als vorläufige Maßnahme den Neustart der betroffenen virtuellen Maschine.
Herausforderungen mit Hyper-V und Linux-VMs
Ein weiteres gemeldetes Problem betrifft virtuelle Linux-Maschinen, die unter Hyper-V laufen. Hier kann es zu Schwierigkeiten bei der Freigabe von Host-Ordnern kommen, insbesondere wenn diese das Plan9-Protokoll nutzen. Obwohl die virtuellen Maschinen starten, sind die gemeinsamen Ordner des Windows Hosts entweder nicht sichtbar oder nicht zugänglich. Dieser Fehler kann Auswirkungen auf Anwendungen wie Claude Cowork und das Windows Subsystem for Linux (WSL) haben. Hyper-V-VMs, die kein Plan9 nutzen, sind von diesem spezifischen Fehler nicht betroffen.
Weitere gemeldete, aber unbestätigte Probleme
In verschiedenen Online-Foren und Communities werden zudem weitere potenzielle Probleme diskutiert, die im Zusammenhang mit dem September-Update stehen könnten. Dazu gehören Berichte über:
- Probleme mit AMD-Radeon-Grafikkartentreibern, die zu Abstürzen oder Blackscreens führen können.
- Fehler im Dateiversionsverlauf von Windows 11, bei dem externe Laufwerke nicht mehr erkannt werden.
- Abstürze der Explorer.exe, die zu einem schwarzen Bildschirm führen können, insbesondere in Umgebungen, die FSLogix und Citrix UPM nutzen.
Diese Berichte sind zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht offiziell von Microsoft bestätigt worden, werden jedoch von der Nutzergemeinschaft aktiv diskutiert.
Reaktion von Microsoft und erste Lösungsansätze
Microsoft hat die offiziell bestätigten Probleme eingeräumt und arbeitet nach eigenen Angaben an Lösungen. Ein außerplanmäßiger Patch mit der Kennzeichnung KB5129195 (für OS Builds 26200.9457 und 26100.9457) wurde bereits veröffentlicht. Dieses Update soll kritische Fehler bei Remote-Desktop-Diensten beheben und streikende Audiogeräte reparieren. Es enthält zudem eine Korrektur für die Sicherheitslücke CVE-2026-62721, die eine Rechteerweiterung im Windows User-Mode Power Service (UMPS) ermöglicht.
Bis zur vollständigen Behebung aller Probleme können Nutzer, falls ein Patch nicht sofort verfügbar ist, die Deinstallation des Updates KB5124008 als temporäre Maßnahme in Betracht ziehen. Es ist jedoch zu beachten, dass das September-Update zahlreiche Sicherheitslücken schließt. Eine Deinstallation könnte daher die Systemsicherheit beeinträchtigen.
Die aktuellen Entwicklungen unterstreichen die Komplexität von Betriebssystem-Updates und die Herausforderungen, die sich für Unternehmen und IT-Abteilungen bei der Sicherstellung eines reibungslosen Betriebs ergeben können. Eine sorgfältige Evaluierung und gegebenenfalls das Testen von Updates in kontrollierten Umgebungen bleiben essenziell, um potenzielle Störungen im Vorfeld zu identifizieren und zu minimieren.
Bibliographie
- ComputerBase (2026, 14. September). Windows 11: September-Update crasht Remote-Dienste, USB-Audio und Linux-VMs. Abgerufen von https://www.computerbase.de/news/betriebssysteme/windows-11-september-update-crasht-remote-dienste-usb-audio-und-linux-vms.99390/
- Dr. Windows (2026, 15. September). Außerplanmäßige Updates beheben Patchday-Nachwehen unter Windows 10 und Windows 11. Abgerufen von https://www.drwindows.de/news/ausserplanmaessige-updates-beheben-patchday-nachwehen-unter-windows-10-und-windows-11
- Golem.de (2026, 14. September). RDP, Sound und mehr: Windows-Updates bereiten Nutzern allerhand Probleme. Abgerufen von https://www.golem.de/news/rdp-sound-und-mehr-windows-updates-bereiten-nutzern-allerhand-probleme-2609-212982.html
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- IT Sicherheitsnews (2026, 14. September). Windows 11: September-Update sorgt für Audioprobleme und weitere Bugs. Abgerufen von https://www.itsicherheitnews.de/windows-11-september-update-sorgt-fuer-audioprobleme-und-weitere-bugs/
- t3n.de (2026, 14. September). Windows-11-Update bringt Audioprobleme und weitere Bugs. Abgerufen von https://t3n.de/news/windows-11-september-update-audioprobleme-1763164/
- Winfuture.de (2026, 12. September). Patchday-Bugs: Windows-Update KB5124008 zerschießt etliche Features. Abgerufen von https://winfuture.de/news,161233.html
- Winfuture.de (2026, 12. September). Windows 11: Weiterer Patchday-Bug sorgt für komplette Audio-Ausfälle. Abgerufen von https://winfuture.de/news,161239.html
- Winfuture.de (2026, 14. September). Windows 11 Notfall-Patch: Update fixt Remote-Desktop-Fehler und mehr. Abgerufen von https://winfuture.de/news,161277.html
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