Kimi K3.1 Pro erreicht im KI-Ranking Platz vier – Gewichte stehen noch aus
Mindverse News
KI-gestützt erstellt 3 Quellen Arbeitsweise
Das Wichtigste in Kürze
- Artificial Analysis bewertet Kimi K3.1 Pro mit 55 Punkten und Platz vier im Intelligence Index; der Vorgänger Kimi K3 kam auf 44 Punkte. [5]
- Besonders stark fällt der Zuwachs bei agentischen Aufgaben aus: Im Test Terminal-Bench 4.0 erreicht das Modell laut Artificial Analysis 67 Prozent, im Vorgängervergleich waren es 13 Prozent. [5]
- Moonshot bietet K3.1 Pro bereits über seine Produkte und API an, hat die angekündigten Modellgewichte aber noch nicht veröffentlicht. Als Termin nennt das Unternehmen den 4. November 2026. [4][5]
- Die API-Tokenpreise liegen laut Artificial Analysis ein Drittel unter denen von Kimi K3. Wegen des höheren Tokenverbrauchs bleiben die Kosten pro Index-Aufgabe laut AA dennoch ungefähr gleich. [5]
- Die Angaben zur Benchmark-Leistung stammen teils von Artificial Analysis, teils aus Moonshots eigenen Tests; beides ist nicht gleichzusetzen. Insbesondere bei Terminal-Bench unterscheiden sich die veröffentlichten Werte. [4][5]
// Inhalt · 8 Abschnitte
- Ein deutlicher Sprung im Ranking
- Größere Fortschritte bei mehrstufigen Aufgaben
- Abweichende Werte beim Terminal-Benchmark
- Architektur bleibt weitgehend unverändert
- Coding, 3D und Finanzaufgaben: Anbieterangaben im Kontext
- Sicherheitsmaßnahmen beruhen auf internen Tests
- Niedrigere Tokenpreise, ähnliche Kosten pro Aufgabe
- Zugang verfügbar, Modellgewichte noch nicht
- Quellen
Ein deutlicher Sprung im Ranking
Moonshot AI hat Kimi K3.1 Pro als neues Modell seiner K3.1-Reihe vorgestellt. Im Intelligence Index des Benchmark-Anbieters Artificial Analysis (AA) erreicht es 55 Punkte und Rang vier. Der Vorgänger Kimi K3 kam dort auf 44 Punkte. Vor K3.1 Pro liegen Claude Opus 5.5 mit 58 Punkten sowie Claude Sonnet 5.5 und Muse Wonder Full mit jeweils 56 Punkten. [5]
Der Index bündelt Ergebnisse aus mehreren Tests und ist damit kein einzelner Leistungstest. Die Platzierung zeigt, dass K3.1 Pro in dieser Zusammenstellung nahe an den jeweils höher bewerteten Modellen liegt. Sie belegt jedoch nicht, dass das Modell bei jeder Aufgabe oder in jeder betrieblichen Umgebung vergleichbar abschneidet. [5]
Artificial Analysis stuft K3.1 Pro derzeit noch nicht als verfügbares Open-Weight-Modell ein: Die Gewichte seien noch nicht veröffentlicht. Erst nach der angekündigten Veröffentlichung würde es nach AA zum stärksten Modell mit veröffentlichten Gewichten in der Rangliste. Diese Einschätzung ist ausdrücklich an die geplante Freigabe gebunden. [5]
Ranking ist nicht gleich Produktvergleich
Die Rangliste misst Modellleistungen unter den jeweiligen Testbedingungen. Für Unternehmen sagt sie allein weder aus, wie stabil ein Modell in eigenen Prozessen arbeitet, noch welche Integrations-, Betriebs- oder Prüfkosten dabei entstehen. Diese Fragen müssen separat anhand konkreter Aufgaben und Einsatzbedingungen bewertet werden. [5]
Größere Fortschritte bei mehrstufigen Aufgaben
Den stärksten Zuwachs verzeichnet K3.1 Pro laut AA bei agentischen Aufgaben. Im Test Terminal-Bench 4.0, der die Bearbeitung praxisnaher Terminal-Aufgaben durch Coding-Agenten bewertet, erzielt das Modell 67 Prozent. Kimi K3 erreichte 13 Prozent. Im AutomationBench-AA, einem Test für agentische Abläufe in SaaS-Anwendungen, steigt der Wert von 58 auf 73 Prozent. [5]
Auch im GDPval-AA, das berufliche Wissensarbeit abbildet, liegt K3.1 Pro mit 1.846 Elo-Punkten auf Rang drei. Claude Opus 5.5 erreicht 1.866 Punkte, Muse Wonder Full 1.857. Gegenüber Kimi K3 beträgt der Zuwachs 312 Punkte. Das Ergebnis ist ein Vergleich in diesem Benchmark und kein Nachweis, dass das Modell ganze Unternehmensaufgaben ohne Aufsicht zuverlässig erledigt. [5]
Bei anderen Tests fallen die Verbesserungen moderater aus. In Humanity’s Last Exam steigt die ausgewiesene Erfolgsquote von 47 auf 52 Prozent; in SciCode von 59 auf 61 Prozent. Im AA-Omniscience-Index sinkt die dort gemessene Halluzinationsrate von 53 auf 44 Prozent, während die Genauigkeit von 48 auf 51 Prozent steigt. Solche Werte beschreiben die Leistung in den jeweiligen Prüfungen, nicht eine allgemeine Fehlerquote im produktiven Einsatz. [5]
Abweichende Werte beim Terminal-Benchmark
Bei Terminal-Bench 4.0 weichen die veröffentlichten Ergebnisse voneinander ab. Artificial Analysis weist für K3.1 Pro 67 Prozent aus. Moonshots technischer Blog nennt 65,7 Prozent und führt dazu an, das Modell liege vor GPT-6 Astra mit 58,2 Prozent, aber knapp hinter Claude Opus 5.5 mit 66,4 Prozent. Die Quellen beschreiben unterschiedliche Angaben; die vorliegenden Texte erklären die Abweichung nicht vollständig. [4][5]
Die Differenz ist für die Einordnung relevant, ändert aber nicht den gemeinsamen Befund beider Quellen, dass K3.1 Pro gegenüber Kimi K3 bei agentischen Coding-Aufgaben deutlich besser abschneidet. Für einen belastbaren Vergleich sollten Sie auf die jeweilige Testkonfiguration achten: Moonshot nennt für seine Auswertung unter anderem den Claude-Code-Harness; AA veröffentlicht den Wert in seinem eigenen Benchmark-Profil. [4][5]
Architektur bleibt weitgehend unverändert
K3.1 Pro baut auf Kimi K3 auf. Beide Modelle nutzen laut den vorliegenden Angaben eine Mixture-of-Experts-Architektur mit insgesamt 2,8 Billionen Parametern, von denen pro Anfrage 104 Milliarden aktiv sind. Das Kontextfenster umfasst eine Million Token. Moonshot beschreibt K3.1 Pro als nachtrainierte Version von K3 und führt die Fortschritte vor allem auf deutlich umfangreicheres Reinforcement Learning über Hunderte Aufgabenbereiche zurück. [1][4][5]
Damit liegt der Schwerpunkt des Updates nicht auf einer veränderten Modellgröße, sondern auf dem Nachtraining und der Fähigkeit, mehrstufige Aufgaben zu bearbeiten. Für die Beschaffung ist diese Unterscheidung relevant: Die Parameterzahl allein sagt wenig über die Leistung bei konkreten Abläufen aus. Ausschlaggebend sind unter anderem die jeweils benötigten Werkzeuge, die Aufgabenstruktur und die im Test verwendeten Bedingungen. [4][5]
Bei den Eingabemodalitäten gibt es eine Abweichung zwischen den Angaben: heise nennt Text, Bilder und Videos als Eingaben, während Artificial Analysis Text und Bilder aufführt. Die Quellen klären nicht, ob sich die Aussagen auf unterschiedliche Produktkanäle oder Fähigkeiten beziehen. Eine betriebliche Planung sollte deshalb die konkret verfügbare Schnittstelle und deren Dokumentation zugrunde legen. [1][5]
Coding, 3D und Finanzaufgaben: Anbieterangaben im Kontext
Moonshot positioniert K3.1 Pro für Coding, 3D-Erstellung und Finanzrecherche. Das Unternehmen beschreibt unter anderem, das Modell könne Skripte für Blender und CAD-Software erstellen und 3D-Modelle aus Textbeschreibungen, Skizzen oder Referenzbildern ableiten. Über das Produkt 3D Make sollen erzeugte Modelle im Browser bearbeitet und für den 3D-Druck heruntergeladen werden können. Das sind Funktions- und Leistungsangaben des Anbieters; sie sollten nicht mit einer unabhängigen Prüfung aller beschriebenen Arbeitsabläufe verwechselt werden. [1][4]
Im von Moonshot beschriebenen BenchCAD-Test erreicht K3.1 Pro mit Werkzeugen 92,7 Prozent. Das Unternehmen stellt diesen Wert Claude Opus 5.5 mit 96,2 Prozent und GPT-6 Astra mit 95,9 Prozent gegenüber. Der Vergleich beruht auf Moonshots technischer Darstellung; dort wird für offene Modelle eine zufällige Teilmenge von 1.000 Fällen aus einem größeren Datensatz genannt. Die Ergebnisse sind daher im Rahmen dieses Testaufbaus zu lesen. [4]
Für Finanzaufgaben berichtet Moonshot unter anderem 64,4 Punkte in OfficeQA Pro v2, das Analysen umfangreicher Finanzdokumente prüft. Bei internen Tests zu Finanzmodellierung, Finanzrecherche und Geschäftsentscheidungen meldet das Unternehmen ebenfalls Verbesserungen gegenüber K3. Diese internen Benchmarks sind nicht unabhängig bestätigt. Moonshot weist zudem selbst darauf hin, dass seine besonders anspruchsvolle Halluzinationsprüfung kein Maß für die allgemeine Fehlerquote im Alltag ist. [4]
Sicherheitsmaßnahmen beruhen auf internen Tests
Moonshot zufolge hat das Unternehmen cyberbezogene Daten aus dem Mid-Training entfernt und entsprechende Aufgaben aus der Reinforcement-Learning-Umgebung herausgefiltert. Nach Darstellung des Anbieters soll dies das Missbrauchsrisiko verringern, während allgemeine Coding-Fähigkeiten erhalten bleiben. [4]
Als Beleg nennt Moonshot den internen Test xdev-bench-hard. Ein nicht entsprechend bereinigter Modellstand löste demnach 90,5 Prozent der Aufgaben bei pass@3, die veröffentlichte Version 81,0 Prozent. Die Aufgaben umfassen laut technischer Beschreibung unter anderem die Suche nach Schwachstellen und deren Ausnutzung in einer Sandbox. Der Vergleich stützt die Aussage, dass die Maßnahmen in diesem internen Test die gemessene Fähigkeit senkten; er ist kein unabhängiger Sicherheitsaudit und belegt nicht, dass sämtliche Risiken ausgeschlossen sind. [4]
Für Unternehmen, die Modelle selbst betreiben oder in sicherheitsrelevante Prozesse integrieren möchten, bleibt damit eine eigene Prüfung erforderlich. Die Anbieterangaben beschreiben die vorgesehenen Kontrollen und deren Ergebnis in einem bestimmten Testszenario, ersetzen aber keine Bewertung der eigenen Bedrohungslage, Schutzmaßnahmen und Einsatzgrenzen. [4]
Niedrigere Tokenpreise, ähnliche Kosten pro Aufgabe
Für die API nennt Artificial Analysis zwei US-Dollar pro Million Eingabetoken, zehn Dollar pro Million Ausgabetoken und 20 Cent pro Million gecachter Token. Das seien jeweils rund 33 Prozent weniger als bei Kimi K3. Zugleich erzeugte K3.1 Pro im AA-Intelligence-Index-Test durchschnittlich 55.000 Ausgabetoken pro Aufgabe, 14 Prozent mehr als der Vorgänger. [5]
Dadurch sinkt der Preis pro Token nicht automatisch im gleichen Maß wie die Kosten eines vollständigen Arbeitsablaufs. Bei der Kostenangabe pro Aufgabe gibt es zudem einen Quellenkonflikt: Artificial Analysis nennt 1,98 US-Dollar; der heise-Bericht nennt 2,11 US-Dollar. Die vorliegenden Texte erklären die Differenz nicht. In beiden Darstellungen liegen die Kosten ungefähr auf dem Niveau von Kimi K3; für einen belastbaren Business Case sollten Sie den jeweils aktuellen Preis und den eigenen Tokenverbrauch zugrunde legen. [1][5]
Moonshot bietet außerdem eine Highspeed-Variante an, für die der Anbieter eine zwei- bis dreifache Geschwindigkeit angibt. Laut heise sind die Preise für Ein- und Ausgabetoken dabei doppelt so hoch wie bei der Standardversion. Artificial Analysis misst für K3.1 Pro rund 74 ausgegebene Token pro Sekunde; Kimi K3 erreicht 42, Claude Opus 5.5 97. Die Highspeed-Version kommt laut heise auf etwa 129 Token pro Sekunde. [1][4]
Zugang verfügbar, Modellgewichte noch nicht
K3.1 Pro ist laut Moonshot über Kimi.ai, die mobilen Anwendungen, Kimi Work, Kimi Code und die API verfügbar. Das Unternehmen kündigte an, die vollständigen Gewichte bis zum 4. November 2026 bereitzustellen. Artificial Analysis bestätigt, dass die Gewichte zum Zeitpunkt seines Berichts noch nicht veröffentlicht waren. Damit sind der Zugang zum gehosteten Modell und die Möglichkeit, die Gewichte selbst zu betreiben, zwei unterschiedliche Verfügbarkeitsstufen. [1][4][5]
Auch die Bezeichnung Open-Weight sollte nicht mit einer bereits verfügbaren oder umfassend geklärten Lizenz gleichgesetzt werden. Artificial Analysis führt die Gewichte als noch nicht veröffentlicht; Angaben zur Lizenz lagen dort ebenfalls noch nicht vor. Unternehmen können die angekündigte Freigabe daher noch nicht als Grundlage für eine abgeschlossene Prüfung von Nutzungsrechten, Hosting und technischer Kontrolle behandeln. [5]
Für B2B-Anwender ist der Schritt vom API-Zugang zur Gewichtsfreigabe potenziell entscheidend: Erst dann lässt sich bewerten, ob ein eigener Betrieb technisch und lizenzrechtlich möglich ist. Das ist eine Analyse der angekündigten Veröffentlichung, keine Aussage über bereits bestätigte On-Premises-Fähigkeiten oder konkrete Einsparungen. Bis zur Freigabe bleiben solche Fragen offen. [4][5]
Quellen
- [1] Chinesisches Open-Weight-Modell Kimi K3.1 Pro rückt an US-Spitzenmodelle heran | heise online — https://www.heise.de/news/Chinesisches-Open-Weight-Modell-Kimi-K3-1-Pro-rueckt-an-US-Spitzenmodelle-heran-11500459.html (abgerufen am 2026-10-26)
- [4] Kimi K3.1 Pro Tech Blog: Advancing Open Intelligence — https://www.kimi.ai/blog/kimi-k3-1-pro (abgerufen am 2026-10-26)
- [5] Kimi K3.1 Pro launches at 4th on the Intelligence Index and will lead open weights models | Artificial Analysis — https://artificialanalysis.ai/articles/kimi-k3-1-pro-launch-benchmarks (abgerufen am 2026-10-26)
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