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Erweiterung der IoT-Konnektivität durch hybride Lösungen von Netmore und Kinéis

Erweiterung der IoT-Konnektivität durch hybride Lösungen von Netmore und Kinéis

Das Wichtigste in Kürze

  • Netmore erweitert sein LPWAN-Angebot durch die Integration der Satellitenkonnektivität von Kinéis.
  • Diese Partnerschaft ermöglicht eine hybride Konnektivitätslösung, die terrestrische LoRaWAN-Netzwerke mit Satellitenkommunikation kombiniert.
  • Ziel ist es, die Konnektivität für IoT-Geräte in Gebieten ohne terrestrische Abdeckung sicherzustellen.
  • Die Umschaltung zwischen den Netzwerken erfolgt automatisiert über die ThingPark-Plattform von Netmore.
  • Die Lösung ist für verschiedene Branchen wie Versorgungsunternehmen, Wasserwirtschaft, Infrastruktur und Smart Cities relevant.
  • Marktprognosen deuten auf ein erhebliches Wachstum im Bereich der hybriden IoT-Konnektivität hin.

Netmore und Kinéis: Eine strategische Partnerschaft zur Erweiterung der IoT-Konnektivität

In einer zunehmend vernetzten Welt, in der das Internet der Dinge (IoT) eine zentrale Rolle spielt, wächst der Bedarf an zuverlässiger und durchgängiger Konnektivität stetig. Insbesondere in abgelegenen Gebieten oder bei mobilen Anwendungen stoßen rein terrestrische Netzwerke an ihre Grenzen. Vor diesem Hintergrund haben zwei wichtige Akteure im Bereich der Konnektivität, die Netmore Group und der europäische Satellitenbetreiber Kinéis, eine strategische Partnerschaft bekannt gegeben. Diese Kooperation zielt darauf ab, die Reichweite von Low-Power Wide-Area Networks (LPWAN) über die terrestrische Abdeckung hinaus durch die Integration von Satellitenkommunikation zu erweitern.

Die Herausforderung der Konnektivitätslücken

Terrestrische LPWAN-Netzwerke, wie LoRaWAN, sind effizient und kostengünstig für die Kommunikation von IoT-Geräten innerhalb ihrer Abdeckungsbereiche. Doch sobald Geräte diese vordefinierten Zonen verlassen – sei es durch Bewegung von Anlagen, die Überwachung entfernter Infrastrukturen oder Umweltsensorik in abgelegenen Gebieten – entstehen Konnektivitätslücken. Eine Erweiterung der terrestrischen Infrastruktur ist in solchen Fällen oft technisch komplex oder wirtschaftlich unrentabel.

Die daraus resultierende Diskontinuität der Datenübertragung stellt für viele Branchen ein erhebliches Problem dar. Von Logistikunternehmen, die Waren über weite Strecken verfolgen, bis hin zu Versorgungsunternehmen, die Wasserinfrastrukturen in ländlichen Regionen überwachen, ist eine lückenlose Konnektivität entscheidend für den effizienten Betrieb und die Datenerfassung.

Die hybride Lösung: Terrestrisch trifft Satellit

Die Partnerschaft zwischen Netmore und Kinéis bietet eine Antwort auf diese Herausforderungen. Durch die Integration der Kinéis-Satellitenkonnektivität in das LoRaWAN-Angebot von Netmore entsteht eine hybride Lösung. Diese ermöglicht es IoT-Geräten, bei Verfügbarkeit terrestrischer LoRaWAN-Netze diese zu nutzen und bei deren Fehlen automatisch auf die Satellitenverbindung umzuschalten. Dieser Wechsel erfolgt nahtlos und ohne manuelle Eingriffe, was die Betriebseffizienz erheblich steigert.

Technische Details der Integration

Kinéis betreibt eine Konstellation von 25 Satelliten, die speziell für IoT- und AIS-Dienste (Automatic Identification System) konzipiert sind. Netmore wird diese Satellitenkonnektivität über seine ThingPark-Plattform bereitstellen. Dies bedeutet, dass Kunden beide Konnektivitätspfade – terrestrisch und satellitengestützt – über eine einzige Managementplattform steuern können. Diese Architektur ist besonders vorteilhaft für Anwendungen, bei denen sich die Abdeckungsbedingungen während der Lebensdauer oder Bewegung eines Assets ändern können.

Ein wesentlicher Aspekt dieser Partnerschaft ist, dass sie nicht von zukünftigen Geräteentwicklungen abhängig ist. Hybridfähige LoRaWAN-/Satellitenprodukte sind bereits von verschiedenen Anbietern verfügbar. Dazu gehören beispielsweise Lösungen von Track Value und Beepings für das Asset Tracking, von Sentiv für die Wasser- und Infrastrukturüberwachung sowie von Dryad für Umweltmonitoring und Waldbranderkennung.

Anwendungsbereiche und Branchenrelevanz

Die erweiterte Konnektivität, die durch die Kooperation von Netmore und Kinéis entsteht, eröffnet neue Möglichkeiten in einer Vielzahl von Sektoren:

  • Versorgungsunternehmen: Überwachung von Wasser- und Energieinfrastrukturen in abgelegenen Gebieten, Erkennung von Leckagen oder Störungen.
  • Infrastruktur: Fernüberwachung von Brücken, Straßen und anderen kritischen Anlagen, insbesondere in schwer zugänglichen Regionen.
  • Logistik und Transport: Kontinuierliche Verfolgung von Gütern und Fahrzeugen über nationale und internationale Grenzen hinweg, auch in Gebieten ohne Mobilfunkabdeckung.
  • Umweltmonitoring: Datenerfassung von Sensoren in entlegenen Naturräumen zur Überwachung von Klima, Wasserqualität oder zur Früherkennung von Waldbränden.
  • Smart Cities: Erweiterung der Konnektivität für städtische Dienste, die über das traditionelle Stadtgebiet hinausgehen, oder für mobile Anwendungen innerhalb des Stadtgebiets, die temporär außerhalb der terrestrischen Abdeckung operieren.

Diese hybride Lösung ermöglicht es Unternehmen, von einer reaktiven zu einer prädiktiven Wartung überzugehen und die Effizienz ihrer Operationen durch lückenlose Datenströme zu optimieren.

Marktprojektionen und Standardisierung

Der Markt für hybride terrestrisch-satellitengestützte zellulare IoT-Konnektivität zeigt ein erhebliches Wachstumspotenzial. Schätzungen gehen davon aus, dass dieser Markt von 8,6 Milliarden US-Dollar im Jahr 2025 auf voraussichtlich 89,4 Milliarden US-Dollar bis 2034 anwachsen wird. Dies entspricht einer jährlichen Wachstumsrate von nahezu 30 %.

Die Partnerschaft von Netmore und Kinéis fügt sich auch in die Bestrebungen zur Standardisierung innerhalb der LoRa Alliance ein. Beide Unternehmen sind aktive Mitglieder der Allianz und arbeiten an der Spezifikation "Satellite Discovery Enhancements". Diese soll standardisieren, wie kommerzielle LoRaWAN-Geräte Satellitenkonstellationen erkennen und sich direkt mit ihnen verbinden können. Dies unterstreicht die Vision, Satelliten-IoT zunehmend als eine Abdeckungsschicht innerhalb von LPWAN-Implementierungen zu etablieren, anstatt als eine völlig separate Konnektivitätsarchitektur.

Fazit

Die strategische Partnerschaft zwischen Netmore und Kinéis markiert einen wichtigen Schritt in der Evolution der IoT-Konnektivität. Sie adressiert die kritische Notwendigkeit einer durchgängigen und zuverlässigen Datenübertragung, unabhängig vom Standort der Geräte. Durch die Kombination von terrestrischen LoRaWAN-Netzwerken und Satellitenkommunikation schaffen die Unternehmen eine robuste hybride Lösung, die Unternehmen in verschiedenen Sektoren ermöglicht, ihre IoT-Anwendungen effizienter und weitreichender zu gestalten. Die Integration dieser Technologien auf einer einzigen Plattform und die Nutzung bereits verfügbarer Hardware unterstreichen die praktische Relevanz und unmittelbare Einsetzbarkeit dieser Innovation für den B2B-Markt.

Bibliografie

- Kinéis & Netmore Partner on Hybrid IoT Connectivity. (2026, 4. September). Netmore Group. - Netmore Adds Kinéis Satellite Connectivity to Extend LoRaWAN Beyond Terrestrial Coverage. (2026, 4. September). IoT Business News. - Netmore adds Kinéis satellite connectivity to LPWAN network. (2026, 4. September). IoT Tech News. - Kinéis and Netmore Join Forces to Bridge IoT Connectivity Gaps Worldwide. (2026, 3. September). PR Newswire. - Hybrid Terrestrial-Satellite Cellular IoT Connectivity Market Research Report 2034. (2026). IoT Analytics. - LoRa Alliance Technical Roadmap. (Aktuell). LoRa Alliance.

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