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München – Siemens Energy hat im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2025/26 außergewöhnliche Geschäftsergebnisse erzielt und dabei in mehreren Schlüsselbereichen Rekordwerte verbucht. Das Unternehmen profitiert maßgeblich von einer anhaltend hohen globalen Nachfrage nach Energie, die durch den rasanten Ausbau von Rechenzentren für Künstliche Intelligenz (KI) und die Notwendigkeit robuster Hochspannungsnetze weiter verstärkt wird.
Der Energietechnikkonzern konnte im dritten Quartal einen beeindruckenden Auftragseingang von 17,9 Milliarden Euro verzeichnen, was einem Anstieg von 8,5 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht und die Erwartungen von Analysten übertraf. Dieser Zuwachs wurde maßgeblich durch eine starke Nachfrage in den USA getragen, wo der Bedarf an Stromerzeugung und Netzausrüstung durch die Expansion von Rechenzentren besonders hoch ist. Der Konzernumsatz kletterte auf vergleichbarer Basis um 18,5 Prozent auf 11,4 Milliarden Euro, wobei alle Geschäftsbereiche zu diesem Wachstum beitrugen.
Das Ergebnis vor Sondereffekten verbesserte sich um mehr als das Dreifache und erreichte 1,6 Milliarden Euro. Auch hier zeigten alle Sparten eine positive Entwicklung. Unter dem Strich belief sich der Gewinn auf 1,2 Milliarden Euro, was einem Anstieg von rund 70 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Der Auftragsbestand des Unternehmens erreichte 162 Milliarden Euro, was eine solide Basis für zukünftiges Wachstum darstellt.
Ein besonders hervorzuhebender Aspekt der aktuellen Geschäftsentwicklung ist die Rückkehr der Windenergiesparte Siemens Gamesa in die Gewinnzone. Nach einer herausfordernden Phase erzielte Gamesa im dritten Quartal einen operativen Gewinn von 75 Millionen Euro, verglichen mit einem Verlust von 438 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Dieser Erfolg wird auf Produktivitätssteigerungen und eine höhere Kosteneffizienz zurückgeführt, sowie auf eine Zunahme im Offshore-Geschäft. Konzernchef Christian Bruch betonte, dass dies eine „fantastische Leistung des Teams“ sei und das Unternehmen an seinem Ziel festhalte, die Gewinnschwelle für Gamesa im laufenden Geschäftsjahr zu erreichen.
Die aktuellen Geschäftszahlen von Siemens Energy verdeutlichen die tiefgreifenden Auswirkungen des KI-Booms auf die globale Energielandschaft. Künstliche Intelligenz und die dafür benötigten Rechenzentren erfordern immense Mengen an Strom und eine hochleistungsfähige Netzinfrastruktur. Siemens Energy positioniert sich hier als zentraler Akteur, der die notwendigen Technologien und Lösungen für die Stromerzeugung, -übertragung und -verteilung bereitstellt. Etwa 20 Prozent des Neugeschäfts im dritten Quartal wurde direkt mit dem Ausbau von KI-Rechenzentren in Verbindung gebracht.
Die Nachfrage nach Gasturbinen und Netztechnik ist ungebrochen hoch. Dieser Trend wird voraussichtlich anhalten, da die Digitalisierung und die Verbreitung von KI-Anwendungen weltweit weiter zunehmen. Siemens Energy profitiert somit nicht direkt durch eigene KI-Produkte, sondern als integraler Bestandteil der zugrundeliegenden Energieinfrastruktur.
Vor dem Hintergrund dieser positiven Entwicklung bestätigte Siemens Energy die Jahresprognose für den Gesamtkonzern. Für den bereinigten Umsatz im laufenden Geschäftsjahr wird ein Zuwachs von 14 bis 16 Prozent erwartet. Die Ergebnismarge vor Sondereffekten soll zwischen 10 und 12 Prozent liegen, wobei das Management nun tendenziell das obere Ende dieser Spanne anpeilt. Im abgelaufenen Quartal lag die Marge bereits bei 14,2 Prozent.
Gleichzeitig treibt das Unternehmen strategische Überlegungen bezüglich der Sparte "Transformation of Industry" (ToI) voran. Diese Sparte, die Energieinfrastruktur für Industriekunden, Kompressoren für die Ölbranche und Wasserstoff-Elektrolyseure anbietet, könnte möglicherweise abgespalten werden. Eine Entscheidung hierüber oder ein Zeitplan existiert noch nicht. Konzernchef Bruch betonte, dass dies kein Prozess sei, der in Hektik vollzogen werde. Die Abgrenzung dieser Sparte von den Kernenergiegeschäften wird jedoch als sinnvoll erachtet, da beide Bereiche um die gleichen Kapitalressourcen und die Aufmerksamkeit bei Investitionen konkurrieren. Ein möglicher Carve-out, beispielsweise durch einen Verkauf oder Börsengang, wird analysiert.
Die positive Entwicklung spiegelt sich auch an der Börse wider, wo die Aktie von Siemens Energy in den letzten zwei Jahren erhebliche Gewinne verzeichnen konnte und die des US-Konkurrenten GE Vernova ähnliche Trends zeigt.
Siemens Energy hat ein weiteres starkes Quartal abgeschlossen, das von Rekordwerten bei Auftragseingang, Umsatz und Profitabilität geprägt war. Der globale Stromhunger, insbesondere getrieben durch den Ausbau der KI-Infrastruktur, stellt eine wesentliche Wachstumssäule dar. Die erfolgreiche Sanierung der Windenergiesparte Gamesa trägt ebenfalls maßgeblich zur positiven Gesamtentwicklung bei. Mit einer bestätigten positiven Jahresprognose und strategischen Optionen zur weiteren Fokussierung auf das Kerngeschäft scheint Siemens Energy gut positioniert, um von den aktuellen Energiemarkttrends nachhaltig zu profitieren.
Bibliographie:
- Handelsblatt. (2026, 5. August). Siemens Energy verbucht Rekordwerte im dritten Quartal. - onvista. (2026, 5. August). Boom bei Rechenzentren kurbelt Siemens Energy an - Gamesa macht Gewinn. - finanzen.ch. (2026, 5. August). Siemens Energy mit ungebremster Nachfrage - Gewinn im Windgeschäft. - ARIVA.DE. (2026, 5. August). Siemens Energy steigert bereinigten Quartalsgewinn auf 1,6 Milliarden Euro und meldet Rekordwerte. - Gießener Anzeiger. (2026, 5. August). Der KI-Boom braucht immer mehr Strom – und Siemens Energy verdient kräftig mit. - tEDmag. (2026, 5. August). Siemens Energy Achieves Record Orders, Revenue, Profitability. - Siemens Energy. (2026, 12. Mai). Ergebnisveröffentlichung Q2 GJ 2026. - tagesschau.de. (2026, 11. Februar). Siemens Energy eilt von Rekord zu Rekord. - Siemens Energy. (2026, 11. Februar). Ergebnisveröffentlichung Q1 GJ 2026. - Siemens Energy. (2026, 5. August). Ergebnisveröffentlichung Q1 FY 2026. - ZDF. (2026, 5. August). heute journal - Rekordumsätze bei Siemens Energy.Lernen Sie in nur 30 Minuten kennen, wie Ihr Team mit KI mehr erreichen kann – live und persönlich.
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