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Strategien zur Auswahl von Anbietern im Industrial Internet of Things

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February 20, 2026

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    Das Wichtigste in Kürze

    • Die Wahl der richtigen Vendor-Strategie im IIoT ist entscheidend für den Projekterfolg und die langfristige Wettbewerbsfähigkeit.
    • Organisationen stehen vor der Entscheidung zwischen Multi-Vendor-Ansätzen mit spezialisierten Lösungen, gebündelten Angeboten großer Anbieter oder einer Kombination aus Eigenentwicklung und Zukauf.
    • Fragmentierte Multi-Vendor-Lösungen können Integrationskomplexität und erhöhte Sicherheitsrisiken mit sich bringen, während gebündelte Lösungen die Abhängigkeit von einem Anbieter erhöhen können.
    • Offene Standards und APIs erleichtern die Interoperabilität und reduzieren die Integrationskosten in Multi-Vendor-Umgebungen.
    • Die Eigenentwicklung von IIoT-Lösungen bietet maximale Anpassungsfähigkeit, ist jedoch ressourcenintensiv und erfordert spezialisiertes Personal.
    • Ein "Buy-and-Integrate"-Ansatz kann die Vorteile von Standardlösungen mit der Flexibilität individueller Anpassungen verbinden.
    • Unternehmen müssen bei ihrer Entscheidung interne Fähigkeiten, spezifische Anforderungen, Budget und langfristige strategische Ziele berücksichtigen.

    Die Implementierung des Industrial Internet of Things (IIoT) stellt Unternehmen vor komplexe strategische Entscheidungen, insbesondere im Hinblick auf die Auswahl und Integration von Technologielieferanten. Die richtige Vendor-Strategie ist dabei entscheidend für den Erfolg von IIoT-Initiativen, da sie direkte Auswirkungen auf Kosten, Integrationsaufwand, Sicherheit und die langfristige Skalierbarkeit hat. Dieser Artikel beleuchtet die verschiedenen Ansätze und kritischen Faktoren, die bei der Gestaltung einer IIoT-Vendor-Strategie zu berücksichtigen sind.

    Die Herausforderung der Vendor-Strategie im IIoT

    Frühe IIoT-Implementierungen basierten oft auf spezialisierten Produkten einzelner Anbieter, häufig den Herstellern der Industrieanlagen selbst. Mit der zunehmenden Reife des IIoT-Marktes hat sich die Landschaft jedoch diversifiziert, und Unternehmen sehen sich einer Vielzahl von Optionen gegenüber. Die Kernfrage ist, ob eine Strategie auf einem Multi-Vendor-Ansatz, gebündelten Lösungen großer Anbieter oder einer Mischform basieren soll.

    Multi-Vendor-Ansätze: Fragmentierung oder Protokoll-Einheit?

    In Sektoren wie der Fertigung, Öl- und Gasindustrie sowie im Transportwesen wurden IT- und OT-Stacks (Operational Technology) historisch aus Komponenten verschiedener Anbieter zusammengestellt. Dazu gehören beispielsweise speicherprogrammierbare Steuerungen (SPS) von Herstellern wie Siemens oder Rockwell Automation, SCADA-Systeme (Supervisory Control and Data Acquisition) und Netzwerkausrüstung. Diese fragmentierten Stacks können jedoch erhebliche Herausforderungen mit sich bringen:

    • Integrationskomplexität: Jedes Element erfordert Lizenzkosten und Integrationsarbeit. Gartner hat die Komplexität der Integration als einen Hauptgrund genannt, warum Skalierungsprojekte oft mit steigenden Kosten verbunden sind.
    • Datenmodell-Inkompatibilität: Unterschiedliche Systeme verwenden oft divergierende Datenmodelle, was die übergreifende Analyse und Nutzung erschwert.
    • Sicherheitsrisiken: Heterogene Vendor-Umgebungen erhöhen die Angriffsfläche und erschweren das Patch-Management, wie das US-Energieministerium und die ENISA betonen.
    • Kosten für Vertragsmanagement: Die Verwaltung zahlreicher Verträge bindet Ressourcen in Beschaffung und Rechtsabteilungen.

    Eine positive Entwicklung in diesem Bereich ist die zunehmende Standardisierung von Konnektivitäts- und Gerätemanagementprotokollen wie MQTT, OPC UA und offenen APIs. Diese Standards vereinfachen die Interoperabilität erheblich. Studien der Eclipse Foundation zeigen, dass MQTT und OPC UA zu den am häufigsten verwendeten Protokollen gehören, insbesondere in der Fertigung und Energiebranche. Die Kombination von interoperabler Hard- und Software mit Cloud-Diensten zur Aggregation und Analyse wird dadurch zugänglicher. APIs ermöglichen zudem die Integration mit Unternehmenssystemen (z.B. SAP, Oracle ERP) für Visualisierung und Berichterstattung, unabhängig vom Hosting.

    Gebündelte Angebote großer Anbieter

    Große Anbieter streben danach, Turnkey-Lösungen für das IIoT bereitzustellen. Beispiele hierfür sind Siemens MindSphere (Teil von Xcelerator), PTC ThingWorx, die IoT-Portfolios von AWS und Azure sowie IBM Maximo Application Suite. Diese gebündelten Angebote kombinieren Gerätebereitstellung, Datenerfassung, Lebenszyklusmanagement und Visualisierung auf einer einzigen Plattform. Die Vorteile können vielfältig sein:

    • Reduzierte Komplexität: Gerätebereitstellung und Datenmanagement erfolgen innerhalb derselben Plattform.
    • Vereinfachte Workflows: Ereignisgesteuerte Analysen können Alarme und Workflows ohne externe Middleware auslösen.
    • Schnellere Implementierung: IDC berichtet, dass Organisationen, die integrierte IoT-Plattformen nutzen, von schnelleren Bereitstellungszeiten und geringerem Integrationsaufwand profitieren.
    • Kosteneinsparungen: Die Boston Consulting Group schätzt, dass 30-50% der Budgets für digitale Programme in anlagenintensiven Industrien für Integration und kundenspezifische Entwicklung aufgewendet werden. Gebündelte Lösungen können hier potenziell Einsparungen ermöglichen, besonders für mittelständische Unternehmen.

    Allerdings bergen gebündelte Lösungen auch Nachteile. Sie könnten die Tiefe spezialisierter Analysetools von Nischenanbietern vermissen lassen, und es muss geprüft werden, ob die gebündelte Funktionalität die spezifischen Leistungs- und regulatorischen Anforderungen eines Unternehmens erfüllt. Ein weiteres Risiko ist der sogenannte Vendor Lock-in, bei dem hohe Wechselkosten aufgrund proprietärer Dienste, individueller Entwicklungen und des Schulungsaufwands für Mitarbeiter entstehen können. Rahmenwerke wie das Cloud Data Management Capabilities (CDMC) und die Open Industry 4.0 Alliance betonen daher die Bedeutung von Datenhoheit und -portabilität.

    Make-or-Buy-Entscheidungen und hybride Ansätze

    Die Frage, ob IIoT-Lösungen eigenständig entwickelt ("Make"), komplett zugekauft ("Buy") oder eine Kombination aus beidem ("Buy-and-Integrate") gewählt werden sollen, ist zentral. Eine Studie von IoT Analytics zeigt, dass es keinen universell besten Ansatz gibt, sondern die optimale Wahl von verschiedenen Faktoren abhängt:

    • Eigenentwicklung ("Make"): Dieser Ansatz bietet maximale Kontrolle über geistiges Eigentum und vollständige Anpassungsfähigkeit an spezifische Anforderungen. Es fallen jedoch hohe Kosten, Zeit und Personalaufwand an, und es besteht das Risiko von Budgetüberschreitungen. 47% der befragten Unternehmen nutzten diesen Ansatz, wobei 40% die Erwartungen übertroffen sahen.
    • Zukauf ("Buy"): Fertige Lösungen sind besonders für kleinere Unternehmen oder solche mit begrenzten Ressourcen attraktiv. Sie ermöglichen eine schnellere Implementierung und reduzieren den Zeitaufwand bis zum Break-even. Allerdings können sie Einschränkungen in Bezug auf Anpassungsfähigkeit und Benutzerfreundlichkeit mit sich bringen, und die Erwartungen wurden nur in 13% der Fälle übertroffen.
    • Zukauf und Integration ("Buy-and-Integrate"): Dieser hybride Ansatz, von 38% der Unternehmen gewählt, kombiniert bewährte Technologie mit der Freiheit zur Anpassung. Er kann eine gute Lösung für komplexe Projekte sein, die eine gewisse Individualisierung erfordern, ohne die vollständige Last einer Eigenentwicklung zu tragen. Herausforderungen können jedoch in der Komplexität der Integration und dem Bedarf an internen IT-Kapazitäten liegen.

    Entscheidend ist, dass Unternehmen ihre spezifischen Anwendungsfälle, Budgets, Differenzierungsziele und internen Fähigkeiten genau analysieren. Die IIoT-Landschaft entwickelt sich ständig weiter, und die Fähigkeit, maschinelles Lernen auf relativ bescheidener Hardware einzusetzen, war vor einem Jahrzehnt noch undenkbar. Dies unterstreicht die Notwendigkeit einer flexiblen und zukunftsorientierten Vendor-Strategie.

    Wichtige Überlegungen bei der Vendor-Auswahl

    Unabhängig vom gewählten Ansatz gibt es allgemeine Kriterien, die bei der Bewertung von IIoT-Plattform-Anbietern berücksichtigt werden sollten:

    • Datenintegration: Die Fähigkeit, Daten aus isolierten Systemen zu integrieren und in einem gemeinsamen Datenmodell zu korrelieren, ist entscheidend.
    • Unterstützung spezifischer Datenquellen und Prozesse: Die Plattform sollte branchen- und datentypagnostisch sein und Anpassungsoptionen bieten.
    • Prädiktive und umsetzbare Intelligenz: Eine Lösung muss Echtzeit-Datenanalysen liefern, um die betriebliche Effizienz zu verbessern.
    • Time-to-Value: Anbieter sollten agile Ansätze verfolgen, die eine schnelle Wertschöpfung ermöglichen.
    • Erweiterbarkeit: Die Plattform sollte über Out-of-the-Box-Funktionalitäten hinausgehen und die Entwicklung neuer Anwendungsfälle ermöglichen.
    • Datenexport und Kompatibilität: Die Möglichkeit, Daten in andere Analyse-Tools zu exportieren und mit Drittanbieter-Lösungen zu interagieren, ist wichtig.
    • Flexible und sichere Bereitstellung: Der Anbieter sollte flexible Bereitstellungsoptionen (On-Premise, Cloud, Hybrid) mit robusten Sicherheitsmechanismen anbieten.
    • Langfristige Perspektive: Die Lösung sollte nicht nur aktuelle Probleme lösen, sondern auch zukünftige Anforderungen der Industrie 4.0 und 5.0 berücksichtigen.

    Fazit

    Die Wahl der richtigen Vendor-Strategie im IIoT ist eine vielschichtige Entscheidung, die eine sorgfältige Analyse der internen Fähigkeiten, der spezifischen Projektanforderungen und der langfristigen strategischen Ziele erfordert. Ob ein Unternehmen auf Multi-Vendor-Flexibilität, die umfassenden Angebote großer Anbieter oder eine Mischung aus Eigenentwicklung und Zukauf setzt, hängt von individuellen Rahmenbedingungen ab. Wichtig ist ein proaktiver Ansatz, der nicht nur die technologischen Aspekte, sondern auch die organisatorische Anpassungsfähigkeit und die Notwendigkeit einer kontinuierlichen Weiterentwicklung berücksichtigt. Nur so können Unternehmen die Potenziale des IIoT voll ausschöpfen und ihre Wettbewerbsfähigkeit in einer sich ständig wandelnden Industrielandschaft sichern.

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