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Im Bereich der Informationsbeschaffung nimmt die Bedeutung von Sprachabfragen stetig zu. Systeme, die es ermöglichen, Informationen mittels gesprochener Sprache abzurufen, werden in zahlreichen Anwendungen eingesetzt, von intelligenten Assistenten bis hin zu komplexen Suchmaschinen. Eine zentrale Herausforderung in diesem Feld ist jedoch die Robustheit solcher Systeme gegenüber akustischen Störungen. Bestehende Evaluierungsdatensätze konzentrieren sich oft auf einfache Abfragen unter eingeschränkten Rauschbedingungen, was deren Eignung zur Bewertung der Systemrobustheit unter realen, komplexen akustischen Beeinträchtigungen limitiert.
Um diese Lücke zu schließen, wurde SQuTR (Spoken Query to Text Retrieval) entwickelt. SQuTR ist ein umfassender Benchmark, der darauf abzielt, die Robustheit von Sprachabfrage-zu-Text-Retrieval-Systemen unter realistischen akustischen Lärmbedingungen zu bewerten. Dieser Benchmark bietet einen standardisierten Rahmen für die Evaluierung und Diagnose, der die Forschung in diesem kritischen Bereich vorantreiben soll.
SQuTR zeichnet sich durch seinen Umfang und seine methodische Konzeption aus. Der Benchmark aggregiert 37.317 einzigartige Abfragen aus sechs etablierten englischen und chinesischen Text-Retrieval-Datensätzen. Diese Datensätze decken eine Vielzahl von Domänen und Abfragetypen ab, was eine breite und repräsentative Testbasis gewährleistet. Zu den enthaltenen Datensätzen gehören unter anderem:
Die Sprachdaten für SQuTR werden auf Basis von Stimmprofilen von 200 realen Sprechern synthetisiert. Dies ermöglicht eine realitätsnahe Simulation menschlicher Sprache. Ein entscheidender Aspekt des Benchmarks ist die Integration von realen Umgebungsgeräuschen. Es werden 17 verschiedene Kategorien von Umgebungsgeräuschen verwendet, die bei kontrollierten Signal-Rausch-Verhältnissen (SNR) mit den synthetisierten Sprachabfragen gemischt werden. Dies erlaubt eine reproduzierbare Robustheitsbewertung, die von rauschfreien bis zu stark verrauschten Bedingungen reicht.
Die Geräuschüberlagerung in SQuTR ist darauf ausgelegt, reale akustische Szenarien abzubilden. Die SNR-Pegel reichen von –2 dB (stark verrauscht, Rauschen übersteigt Signal) bis +18 dB (nahezu optimale Verständlichkeit). Diese Spanne ist relevant für die Audio- und Spracherkennungsforschung, wobei 20 dB als obere Grenze für zuverlässige Verständlichkeit in lauten Umgebungen gilt. Die spezifischen Geräuschtypen und deren Intensität können die Retrieval-Leistung von Systemen erheblich beeinflussen. Studien in ähnlichen Kontexten, wie der Spracherkennung in Notfallsituationen, zeigen, dass Geräusche in belebten Umgebungen (z.B. Menschenmengen) die Qualität der Transkription stärker beeinträchtigen als Hintergrundgespräche.
Im Rahmen des vereinheitlichten Protokolls von SQuTR wurden umfangreiche Evaluierungen an repräsentativen kaskadierten und Ende-zu-Ende-Retrieval-Systemen durchgeführt. Kaskadierte Systeme zerlegen den Prozess typischerweise in Spracherkennung und anschließendes Text-Retrieval, während Ende-zu-Ende-Systeme die gesamte Aufgabe integriert lösen.
Die experimentellen Ergebnisse zeigen eine konsistente Tendenz: Die Retrieval-Leistung nimmt mit zunehmendem Lärm ab. Dabei wurden signifikante Leistungsunterschiede zwischen den verschiedenen Systemen beobachtet. Selbst große Retrieval-Modelle, die auf umfangreichen Datensätzen trainiert wurden, zeigten unter extremen Lärmbedingungen deutliche Schwierigkeiten. Dies unterstreicht, dass die Robustheit weiterhin einen kritischen Engpass für die Entwicklung von Sprachabfrage-Retrieval-Systemen darstellt.
Die Evaluierung berücksichtigt verschiedene Metriken, um die Qualität der Retrieval-Ergebnisse umfassend zu beurteilen. Dazu gehören typischerweise Metriken wie:
Die Ergebnisse von SQuTR verdeutlichen mehrere Herausforderungen für die zukünftige Forschung:
SQuTR bietet somit eine wertvolle Ressource, um diese Forschungsfragen systematisch anzugehen und die Entwicklung robusterer Sprach-KI-Systeme zu fördern. Der Benchmark dient als reproduzierbare Testumgebung, die sowohl für die Diagnose von Schwachstellen als auch für die Validierung neuer Ansätze unerlässlich ist.
SQuTR stellt einen signifikanten Fortschritt in der Evaluierung von Sprachabfrage-zu-Text-Retrieval-Systemen dar. Durch die Bereitstellung eines großen, mehrsprachigen Datensatzes mit synthetisierten Sprachdaten unter realistischen Lärmbedingungen ermöglicht der Benchmark eine detaillierte Analyse der Robustheit von KI-Modellen. Die gewonnenen Erkenntnisse bestätigen, dass akustischer Lärm eine erhebliche Herausforderung darstellt und dass weiterhin Forschungsbedarf besteht, um die Leistungsfähigkeit von Sprach-KI-Systemen in realen Umgebungen zu verbessern. Für Unternehmen, die auf Sprachinteraktionen basierende Lösungen entwickeln oder einsetzen, bietet SQuTR eine wichtige Grundlage zur Bewertung und Optimierung ihrer Technologien.
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