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In den letzten Monaten hat sich ein bemerkenswerter Trend in der digitalen Kommunikationslandschaft abgezeichnet: Eine wachsende Zahl von Organisationen, darunter Bildungseinrichtungen, Stadtverwaltungen und gemeinnützige Verbände, überdenkt oder beendet ihre Präsenz auf der Plattform X, ehemals Twitter. Dieser "X-odus" ist nicht auf einzelne Vorfälle zurückzuführen, sondern auf eine Kumulation von Faktoren, die eine Neubewertung der Plattformnutzung erforderlich machen.
Die Entscheidung, X zu verlassen, wird von verschiedenen Organisationen mit ähnlichen Argumenten begründet. Im Kern stehen dabei ethische Bedenken, Reputationsrisiken und eine veränderte Wahrnehmung der Plattformfunktionalität. Die Queen's University Belfast und der Belfast City Council sind prominente Beispiele jüngster Abgänge. Sie haben ihre Entscheidung damit begründet, dass ihre Kommunikation auf Plattformen stattfinden sollte, die respektvoll, inklusiv und mit den Werten der jeweiligen Institutionen vereinbar sind.
Ein zentraler Kritikpunkt ist die Content-Moderation auf X. Nach der Übernahme der Plattform im Jahr 2022 durch Elon Musk und der damit einhergehenden Deregulierung der Inhalte, berichten viele Organisationen von einer Zunahme an Hassrede, Fehlinformationen und beleidigenden Kommentaren. Celine McStravick, CEO des Northern Ireland Council for Voluntary Action (NICVA), äußerte, dass die Plattform nicht mehr den Werten ihrer Organisation entspreche, da sie zur Verbreitung von Lügen und zur Förderung von Misogynie genutzt werde.
Besondere Besorgnis erregte die Debatte um das KI-Tool Grok, welches Berichten zufolge zur Erstellung sexualisierter Deepfakes von realen Personen, einschließlich Minderjährigen, missbraucht wurde. Dies führte zu mehreren Untersuchungen und verstärkte die Sorge um den Schutz von Frauen und Mädchen. Brian Smyth, Stadtrat der Green Party, betonte, dass die Plattform Gewinne über die Sicherheit stelle und ein erhebliches Reputationsrisiko für Organisationen berge, die dort weiterhin aktiv sind.
Neben ethischen und sicherheitstechnischen Aspekten spielen auch rein praktische Überlegungen eine Rolle. Die Community Foundation for Northern Ireland, die X im Mai des vergangenen Jahres verlassen hat, führte den "Abwärtstrend" zunehmender unregulierter Kommentare und Hassrede an. David Kennedy von der Stiftung merkte an, dass die Kommentare auf X nicht mit den Werten der Organisation, insbesondere im Hinblick auf Minderheiten, vereinbar seien. Darüber hinaus haben Änderungen an den Algorithmen und die Priorisierung bestimmter Inhalte die Sichtbarkeit und Reichweite von Organisationen beeinträchtigt, was den Nutzen der Plattform für Kommunikationszwecke mindert.
Für viele Organisationen ist die Abkehr von X nicht lediglich ein Rückzug, sondern Teil einer umfassenderen Neuausrichtung ihrer digitalen Strategie. Dies beinhaltet die sorgfältige Prüfung und Nutzung alternativer Plattformen, die besser zu ihren Werten und Kommunikationszielen passen. Die Notwendigkeit, eine eigene "Single Source of Truth" zu etablieren und die Glaubwürdigkeit nicht von volatilen externen Plattformen abhängig zu machen, wird zunehmend betont.
Einige der von Organisationen in Betracht gezogenen Alternativen umfassen:
Die Entscheidung, eine Plattform zu verlassen, erfordert eine sorgfältige Planung, um Identitätsdiebstahl zu vermeiden und sicherzustellen, dass die Zielgruppen weiterhin erreicht werden. Organisationen, die X verlassen, belassen oft ihre Profile im Ruhezustand, um auf alternative Kanäle zu verweisen und eine mögliche missbräuchliche Nutzung ihres Namens zu verhindern.
Der Rückzug zahlreicher Organisationen von X ist ein Indikator für eine tiefgreifende Veränderung in der Nutzung und Wahrnehmung sozialer Medien. Er verdeutlicht, dass die Werte und die Governance einer Plattform für Unternehmen und Institutionen von entscheidender Bedeutung sind. Reputationsrisiken, die mit einer toxischen Umgebung oder der Verbreitung schädlicher Inhalte verbunden sind, können den potenziellen Nutzen einer großen Reichweite überwiegen.
Für X selbst hat dieser Trend spürbare Auswirkungen, insbesondere auf Werbeeinnahmen und Nutzerbindung. Während die Plattform versucht, neue Einnahmequellen durch Abonnementmodelle und die Erweiterung zu einer "Everything App" zu erschließen, bleibt die Herausforderung bestehen, das Vertrauen von Werbetreibenden und Nutzern zurückzugewinnen. Die Abwanderung prominenter Akteure und das sinkende Vertrauen in die Moderationsstandards signalisieren eine wachsende Fragmentierung der sozialen Medienlandschaft, in der Organisationen zunehmend strategisch auswählen müssen, wo und wie sie kommunizieren wollen.
Die Entwicklung zeigt, dass die digitale Präsenz von Organisationen eine bewusste und dynamische Strategie erfordert, die über die bloße Nutzung populärer Kanäle hinausgeht. Es geht darum, eine kohärente und wertebasierte Kommunikationsarchitektur aufzubauen, die sowohl menschlichen als auch maschinellen Systemen Glaubwürdigkeit vermittelt.
Bibliographie
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