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Die Planungen für das ambitionierte Rechenzentrumsprojekt des japanischen Telekommunikationskonzerns NTT Global Data Centers in Nierstein haben eine entscheidende Phase erreicht. Nach intensiven Vorbereitungen sind die notwendigen planungsrechtlichen Grundlagen geschaffen worden, was den Weg für die weitere Realisierung ebnet.
Das Projekt, welches auf dem Gelände einer ehemaligen US-Kaserne im rheinhessischen Nierstein entstehen soll, hat bedeutende Fortschritte erzielt. Wie NTT mitteilte, ist der Bebauungsplan für das Areal am 28. Januar in Kraft getreten. Bereits eine Woche zuvor wurde die erforderliche Änderung des Flächennutzungsplans rechtsverbindlich. Diese Schritte bilden die Basis für die nachfolgenden Genehmigungs- und Umsetzungsmaßnahmen.
Der Stadtrat von Nierstein hatte den Bebauungsplan im Dezember einstimmig beschlossen. Zeitgleich erteilte der Verbandsgemeinderat der Verbandsgemeinde Rhein-Selz grünes Licht für den Flächennutzungsplan. Stadtbürgermeister Jochen Schmitt (FWG) hob hervor, dass das Vorhaben auf einer bisher ungenutzten Konversionsfläche neue Perspektiven für die gesamte Region eröffnet.
NTT plant für das Rechenzentrum eine Leistungsaufnahme von etwa 482 Megawatt. Diese Dimension würde Nierstein zu einem der größten Rechenzentrumsstandorte in Europa avancieren lassen. Zum Vergleich: Das kürzlich in München eingeweihte Telekom-Rechenzentrum "KI-Fabrik" verfügt derzeit über 12 Megawatt, mit Ausbauplänen auf 20 Megawatt. Das Niersteiner Projekt könnte nach Fertigstellung das drittgrößte Rechenzentrum in Europa sein, hinter dem Start Campus Sines DC in Portugal (1,2 GW) und einem in Stockholm geplanten Rechenzentrum von Brookfield (750 MW).
Aufgrund der hohen Leistungsaufnahme wird vermutet, dass das "Frankfurt 6" genannte Projekt primär für KI-Dienstleistungen konzipiert ist. NTT Data, ein global agierender Anbieter mit über 150 Rechenzentren weltweit, betreibt bereits Standorte in Deutschland, darunter im Raum Frankfurt, Berlin, München, Hamburg und Bonn.
Ein zentraler Aspekt des Niersteiner Projekts ist das Bekenntnis zu erneuerbaren Energien. NTT beabsichtigt, die gesamte Energie für die Anlage aus nachhaltigen Quellen zu beziehen. Hierzu sollen auf dem Gelände eine Photovoltaik-Anlage und ein Windpark errichtet werden. Zusätzlich sind Power Purchasing Agreements (PPAs) geplant, um den Bezug von Grünstrom langfristig zu sichern. Die Kommunen haben zudem Interesse bekundet, die Abwärme des Rechenzentrums zu nutzen.
Das Rechenzentrum soll nicht nur die digitale Infrastruktur stärken, sondern auch die lokale Wirtschaft ankurbeln. NTT Data rechnet mit der Schaffung von rund 400 neuen Arbeitsplätzen direkt im Unternehmen. Darüber hinaus könnten durch die Ansiedlung von Kunden und Partnern weitere Arbeitsplätze in der Region entstehen. Die vollständige Entwicklung des Campus wird sich voraussichtlich über einen Zeitraum von etwa zehn Jahren erstrecken. Der Baubeginn ist für 2027 avisiert, der erste Teilbetrieb soll 2029 aufgenommen werden. Das gesamte Rechenzentrum soll bis etwa 2037 vollständig in Betrieb sein.
NTT-Sprecher Günter Eggers betonte, dass der immense Strombedarf von 480 Megawatt, vergleichbar mit dem einer Millionenstadt oder 500.000 Haushalten, vollständig aus erneuerbaren Energien gedeckt werden soll. Es seien keine neuen Hochspannungstrassen erforderlich, da auf vorhandene Strukturen zurückgegriffen werden könne. Das Unternehmen versichert zudem, dass das Mikroklima der Region nicht beeinflusst und die Lärmemissionen deutlich unter den Grenzwerten liegen werden. Auch die Verkehrsbelastung durch Lkw- und Autoverkehr soll minimal sein. Geplant sind außerdem Grünflächen und Biotope auf dem Gelände.
Die Unterzeichnung eines städtebaulichen Vertrags in Nierstein markierte bereits einen wichtigen Meilenstein für das Projekt. Das Vorhaben wird als Jahrhundertprojekt für die Stadt Nierstein und die Verbandsgemeinde Rhein-Selz betrachtet, das die Region zukunftsfähig machen soll. Die Zusammenarbeit zwischen NTT und den lokalen Behörden wird von allen Beteiligten als reibungslos beschrieben, was zur zügigen Umsetzung der Planungen beiträgt.
Das Rechenzentrum in Nierstein ist ein Beispiel für die wachsende Nachfrage nach digitaler Infrastruktur, die durch die zunehmende Nutzung von Cloud-Diensten und Künstlicher Intelligenz getrieben wird. NTT Data positioniert sich hier als Infrastrukturanbieter, der seinen Kunden die notwendige Umgebung für ihre IT-Systeme zur Verfügung stellt (Colocation-Rechenzentren).
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