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Die digitale Welt und die physische Realität verschmelzen zunehmend, und die Grenzen zwischen Unterhaltung und praktischer Anwendung verwischen. Ein bemerkenswertes Beispiel hierfür ist die unerwartete Nutzung von Daten, die ursprünglich durch das beliebte Augmented-Reality-Spiel (AR) Pokémon Go gesammelt wurden. Niantic Spatial, ein KI-Spin-off des Spieleentwicklers Niantic, verwendet diese umfangreichen Datensätze, um Lieferrobotern eine zentimetergenaue Navigation zu ermöglichen, insbesondere in Umgebungen, in denen herkömmliche GPS-Systeme an ihre Grenzen stoßen.
Pokémon Go, im Jahr 2016 von Niantic als AR-Variante der japanischen Pokémon-Reihe veröffentlicht, entwickelte sich zu einem globalen Phänomen. Millionen von Spielern richteten ihre Smartphones auf städtische Umgebungen, um virtuelle Kreaturen zu fangen. Dieser Prozess generierte eine immense Menge an visuellen Daten. Brian McClendon, CTO von Niantic Spatial, berichtet, dass innerhalb von 60 Tagen 500 Millionen Menschen die App installierten. Selbst im Jahr 2024, acht Jahre nach dem Start, zählte das Spiel noch über 100 Millionen aktive Nutzer. Diese Spieler trugen unwissentlich zu einem Datensatz von über 30 Milliarden Bildern städtischer Sehenswürdigkeiten bei, die mit hochpräzisen Standortmarkierungen versehen sind. Dieser Datenschatz wird nun von Niantic Spatial genutzt, um ein neuartiges Weltmodell zu trainieren, das die Intelligenz großer Sprachmodelle (LLMs) in realen Umgebungen verankert.
Das Kernprodukt von Niantic Spatial ist ein Modell, das den Standort auf einer Karte auf wenige Zentimeter genau bestimmen kann. Dies geschieht basierend auf einer Reihe von Schnappschüssen von Gebäuden oder anderen Orientierungspunkten im Sichtfeld. Die Notwendigkeit einer solchen Präzision ergibt sich insbesondere in urbanen Gebieten, den sogenannten "urbanen Canyons", wo GPS-Signale durch hohe Gebäude reflektiert und gestört werden. In solchen Umgebungen kann die GPS-Genauigkeit erheblich leiden, was zu einer Abweichung von mehreren Metern führen kann – ein unhaltbarer Zustand für autonome Lieferroboter.
Das von Niantic Spatial entwickelte visuelle Positionierungssystem (VPS) nutzt die gesammelten Bilddaten, um zu erkennen, wo sich ein Objekt basierend auf dem, was es sieht, befindet. John Hanke, CEO von Niantic Spatial, vergleicht die Herausforderung, Pikachu realistisch in der realen Welt zu platzieren, mit der Aufgabe, Roboter sicher und präzise zu steuern. Die 30 Milliarden Bilder, die hauptsächlich in Hotspots – Orten, die in Niantics Spielen als wichtige Schauplätze dienten – aufgenommen wurden, sind dabei von entscheidender Bedeutung. Diese Hotspots wurden von Spielern gezielt besucht und abgebildet, was Niantic Spatial ermöglicht, die Position von Objekten auf wenige Zentimeter genau zu bestimmen und sogar die Blickrichtung zu erfassen.
Eine erste praktische Anwendung dieser Technologie findet sich in der Zusammenarbeit von Niantic Spatial mit Coco Robotics. Das Startup setzt in zahlreichen Städten in den USA und Europa sogenannte Last-Mile-Lieferroboter ein. Diese Roboter, die in Größe einem großen Koffer ähneln, können bis zu acht Pizzen oder vier Einkaufstüten transportieren und bewegen sich mit etwa acht Kilometern pro Stunde auf Gehwegen. Da sie sich nicht auf unzuverlässiges GPS verlassen können, integrieren Coco Robotics' Roboter, die mit vier Kameras ausgestattet sind, das VPS von Niantic Spatial. Die Kameras der Roboter sind auf Hüfthöhe angebracht und zeigen in alle Richtungen, was eine Anpassung der Daten von den Spieleransichten erforderte, die jedoch laut Zach Rash, CEO von Coco Robotics, unkompliziert war.
Die präzise Navigation ermöglicht es den Robotern, sich exakt an Abholstellen vor Restaurants zu positionieren und direkt vor den Türen der Kunden anzuhalten, anstatt einige Meter entfernt. Dies ist ein entscheidender Vorteil im Wettbewerb mit menschlichen Kurieren, bei dem Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit im Vordergrund stehen.
Ursprünglich war das visuelle Positionierungssystem von Niantic Spatial für Augmented-Reality-Anwendungen, insbesondere für AR-Brillen, konzipiert. Die Idee war, die digitale Welt präzise in der realen Umgebung zu verankern. Brian McClendon merkt an: „Alle dachten, AR sei die Zukunft und, dass AR-Brillen kommen würden. Und dann wurden Roboter das Zielpublikum.“ Diese Verschiebung in der Zielgruppe unterstreicht die vielseitigen Anwendungsmöglichkeiten der zugrunde liegenden Technologie. John Hanke spricht von einer "kambrischen Explosion in der Robotik", bei der Roboter zunehmend Bereiche mit Menschen teilen müssen. Ein ähnliches räumliches Verständnis, wie es das VPS bietet, ist essenziell, damit Roboter nicht störend wirken und ihren Standort auch nach Stößen oder Umkippen wiederfinden können.
Die Partnerschaft mit Coco Robotics ist laut CEO Hanke nur der Anfang. Niantic Spatial arbeitet an der Schaffung einer "lebenden Karte": einer hyperdetaillierten virtuellen Simulation der Welt, die sich dynamisch mit der echten Welt verändert. Während Roboter von Coco und anderen Unternehmen die Welt durchqueren, liefern sie kontinuierlich neue Kartendaten, die in immer detailliertere digitale Nachbildungen der Welt einfließen. Diese Entwicklung verändert den Zweck von Karten grundlegend. Während Karten traditionell für Menschen zur Orientierung dienten, werden sie nun zunehmend von Maschinen genutzt. Für Maschinen müssen Karten detaillierter sein und Informationen enthalten, die für Menschen selbstverständlich sind. Unternehmen wie Niantic Spatial und Esri arbeiten daran, Beschreibungen hinzuzufügen, die Maschinen mitteilen, was sie tatsächlich sehen, und jedes Objekt mit einer Liste seiner Eigenschaften zu versehen. Dies schafft ein "Bindegewebe der Welt", das Maschinen verstehen können.
Die Entwicklung von Weltmodellen ist ein aktuelles und viel diskutiertes Thema in der KI-Forschung. Während große Sprachmodelle (LLMs) beeindruckende Fähigkeiten in der Sprachverarbeitung zeigen, fehlt ihnen oft ein Verständnis für alltägliche Umgebungen und die Interaktion mit diesen. Weltmodelle zielen darauf ab, diese Lücke zu schließen. Niantic Spatial verfolgt dabei einen Ansatz, der auf der präzisen Nachbildung der realen Welt im Computer basiert, im Gegensatz zu anderen Firmen wie Google Deepmind, die virtuelle Fantasiewelten als Trainingsumgebungen für KI-Agenten generieren. Brian McClendon betont das Ziel, die reale Welt so präzise wie möglich digital abzubilden.
Die Nutzung der Daten aus Pokémon Go für die Navigation von Lieferrobotern ist ein Beispiel für die innovative und oft unerwartete Anwendung von Crowdsourcing-Daten und KI-Technologien. Die Entwicklung visueller Positionierungssysteme und "lebender Karten" verspricht eine präzisere und zuverlässigere Navigation für autonome Systeme, was nicht nur die Logistik, sondern auch die Integration von Robotern in den Alltag maßgeblich beeinflussen könnte. Die Transformation von Spieldaten in eine praktische Anwendung für die Robotik verdeutlicht das Potenzial der KI, komplexe Herausforderungen in der realen Welt zu lösen und neue Möglichkeiten für eine zunehmend automatisierte Zukunft zu eröffnen.
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