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Die Forschung im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI) schreitet kontinuierlich voran, und mit ihr die Entwicklung von Modellen, die komplexe Aufgaben in verschiedenen Modalitäten bewältigen können. Ein aktueller Fokus liegt auf der Verbesserung des multimodalen Denkens, insbesondere in Bezug auf vision-zentrierte Problemstellungen. Eine neue Veröffentlichung stellt hierbei einen vielversprechenden Ansatz vor: DiffThinker: Ein Paradigmenwechsel im generativen multimodalen Denken mittels Diffusionsmodellen.
Bestehende Multimodale Große Sprachmodelle (MLLMs) haben in den letzten Jahren beeindruckende Fortschritte erzielt. Ihre Fähigkeit, Text- und Bildinformationen zu verarbeiten und zu verknüpfen, hat neue Anwendungsfelder erschlossen. Dennoch zeigen diese Modelle bei komplexen, bildzentrierten Aufgaben, die eine hohe räumliche Präzision und logische Konsistenz über längere Zeiträume erfordern, oft Schwächen. Der Grund hierfür liegt häufig in ihrer primär textzentrierten Denkweise. Sie übersetzen visuelle Informationen zunächst in textuelle Beschreibungen, um dann darauf basierend zu "schließen". Dieser Umweg kann zu Informationsverlusten und suboptimalen Ergebnissen führen, insbesondere wenn die visuelle Komponente der Aufgabe dominant ist.
Das von Forschern entwickelte DiffThinker-Framework schlägt einen grundlegend neuen Weg vor: Es definiert multimodales Denken als eine native generative Bild-zu-Bild-Aufgabe. Anstatt visuelle Probleme textuell zu interpretieren und dann Lösungen zu formulieren, generiert DiffThinker direkt visuelle Lösungen. Dies geschieht auf Basis von Diffusionsmodellen, die für ihre Fähigkeiten in der Bilderzeugung bekannt sind.
Die Kerninnovation von DiffThinker besteht darin, Denkprozesse aus dem symbolischen Textraum direkt in den nativen visuellen Raum zu verlagern. Das System empfängt einen visuellen Input (z.B. ein Bild) und eine textuelle Anweisung und erzeugt daraus ein Lösungsbild. Dies steht im Gegensatz zu herkömmlichen MLLMs, die oft einen multimodalen-zu-Text-Ansatz verfolgen, bei dem das Denken primär im symbolischen Raum stattfindet.
Technisch basiert DiffThinker auf dem Flow Matching-Prinzip und verwendet eine Multimodale Diffusionstransformer-Architektur (MMDiT). Das Training erfolgt im latenten Raum unter Verwendung eines Variational Autoencoders (VAE), um die Recheneffizienz zu optimieren. Während des Trainings werden Ground-Truth-Bilder in Datenlatente kodiert, während Rauschvektoren aus einer Standardnormalverteilung abgetastet werden. Das System lernt ein Geschwindigkeitsfeld, das Rauschen in Daten umwandelt, und kann so während der Inferenz mit einem Euler-Löser die endgültige visuelle Lösung generieren.
DiffThinker wurde in umfangreichen Experimenten über vier Domänen hinweg getestet:
- Sequenzielle Planung (z.B. visuelle Raumplanung, Labyrinthnavigation) - Kombinatorische Optimierung (z.B. Traveling Salesperson Problem) - Constraint Satisfaction (z.B. Sudoku-Rätsel) - Räumliche Konfiguration (z.B. Jigsaw- und VisPuzzle-Herausforderungen)Die Ergebnisse zeigen, dass DiffThinker führende, proprietäre Modelle wie GPT-5 und Gemini-3-Flash signifikant übertrifft. Beispielsweise wurde eine Verbesserung von +314,2 % gegenüber GPT-5 und +111,6 % gegenüber Gemini-3-Flash festgestellt, sowie +39,0 % gegenüber der feinabgestimmten Qwen3-VL-32B Baseline, und das bei geringerem Parameteraufwand.
Die Forschung identifiziert vier Kernmerkmale dieses generativen multimodalen Denkparadigmas:
DiffThinker weist eine wettbewerbsfähige Trainingseffizienz auf, die mit überwachten Fine-Tuning-Ansätzen vergleichbar ist, und übertrifft Ansätze des Reinforcement Learnings deutlich. Die Inferenz-Latenz ist mit 1,1 Sekunden ebenfalls sehr kompetitiv und liegt im Bereich oder sogar unter dem der MLLM-Baselines.
Durch die Neudefinition von Aufgaben als festschrittige generative Prozesse bietet DiffThinker ein deterministisches Rechenbudget, unabhängig von der logischen Komplexität. Dies steht im Gegensatz zu MLLMs, deren Inferenzzeiten aufgrund variabler Denkketten unvorhersehbar sein können.
Im Gegensatz zu sequenziellem MLLM-Denken kann DiffThinker von Natur aus mehrere Lösungskandidaten parallel während der Generierung erkunden. Visualisierungen zeigen, wie das Modell in frühen Phasen verschiedene plausible Pfade in Betracht zieht, bevor es sich schrittweise auf optimale Lösungen konzentriert.
DiffThinker kann als visuelles Denk-Backend für MLLMs fungieren und mehrere visuelle Lösungskandidaten zur Überprüfung generieren. Dieser hybride Ansatz führt zu einer überlegenen Genauigkeit im Vergleich zu beiden Modellen allein. Die kollaborativen Ergebnisse zeigen signifikante Verbesserungen: Wenn DiffThinker Kandidatenlösungen an MLLMs liefert, steigt die Genauigkeit von 80 % (DiffThinker allein) auf 85 % (kollaboratives System), was eine Verbesserung von +84 % gegenüber der Basisleistung der MLLMs darstellt. Diese Synergie nutzt DiffThinkers visuelle Vorstellungskraft in Verbindung mit den reflektierenden Denkfähigkeiten der MLLMs.
Die Einführung des generativen multimodalen Denkens durch DiffThinker stellt einen Paradigmenwechsel dar, der weitreichende Implikationen für die Entwicklung multimodaler KI-Systeme hat. Die nachgewiesene überlegene Leistung in vision-zentrierten Aufgaben, kombiniert mit verbesserter Effizienz und Kontrollierbarkeit, bietet eine überzeugende Alternative zu textzentrierten Denkansätzen.
Diese Forschung eröffnet mehrere vielversprechende Richtungen für zukünftige Untersuchungen. Die Entwicklung spezialisierter generativer Basismodelle, die speziell für visuelles Denken optimiert sind, könnte zu noch ausgefeilteren Problemlösungsfähigkeiten führen. Darüber hinaus deutet der kollaborative Rahmen auf das Potenzial für hybride Architekturen hin, die die Stärken verschiedener KI-Paradigmen kombinieren.
Praktische Anwendungen finden sich in zahlreichen Bereichen, in denen visuelles Denken entscheidend ist: Robotik und autonome Systeme könnten von präziseren visuellen Planungsfähigkeiten profitieren, medizinische Bildgebungsanwendungen könnten verbesserte Mustererkennung für die Diagnose nutzen, und Ingenieurdesign-Tools könnten Lösungen für komplexe räumliche Konfigurationsprobleme generieren.
Die Arbeit unterstreicht auch das Potenzial, über die derzeitigen Grenzen des sequenziellen, textbasierten Denkens hinauszugehen und zu paralleleren, visuell fundierten Ansätzen überzugehen, die menschliche Problemlösungsstrategien besser widerspiegeln. Dies könnte zu intuitiveren und effizienteren KI-Systemen führen, die in der Lage sind, immer komplexere reale Herausforderungen zu bewältigen.
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