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Microsoft kündigt eine signifikante Änderung im Anmeldevorgang für seinen Identitätsdienst Entra ID an, der früher als Azure Active Directory bekannt war. Diese Anpassung betrifft Unternehmen, die Microsoft-Dienste wie Teams oder Microsoft 365 nutzen, und zielt darauf ab, die Sicherheit der Anmeldeverfahren zu erhöhen. Im Zentrum dieser Neuerung steht die Einführung von Passkeys als Standard für die Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA).
Ab dem 1. September 2026 werden Passkeys die primäre Methode für die Authentifizierung im Microsoft Entra ID. Diese Umstellung ist Teil einer umfassenderen Strategie von Microsoft, passwortlose Anmeldeverfahren zu etablieren und die Widerstandsfähigkeit gegenüber Cyberangriffen, insbesondere Phishing, zu verbessern.
Die bisherigen Methoden der Multi-Faktor-Authentifizierung mittels SMS und Sprachanrufen werden schrittweise eingestellt. Nutzer, die diese Verfahren noch verwenden, erhalten beim Anmeldevorgang eine Aufforderung zur Registrierung eines Passkeys. Ab dem 1. Februar 2027 wird die native Unterstützung für SMS- und Sprach-MFA vollständig enden. Nach diesem Datum ist ein Überspringen der Passkey-Registrierung nicht mehr möglich.
Passkeys sind kryptografische Anmeldeschlüssel, die als Ersatz für herkömmliche Passwörter dienen. Sie ermöglichen eine Authentifizierung mittels biometrischer Daten wie Fingerabdruck oder Gesichtserkennung, oder über eine Geräte-PIN. Die Technologie basiert auf den internationalen Standards FIDO2 und WebAuthn. Ihre wesentlichen Vorteile umfassen:
Microsoft begründet die Umstellung auf Passkeys mit der zunehmenden Bedrohung durch KI-gestützte Phishing-Angriffe. Solche Angriffe, die oft auf spezifische Unternehmen zugeschnitten sind, erreichen laut Microsoft Klickraten von bis zu 54 Prozent. Im Vergleich dazu liegen herkömmliche Phishing-Angriffe bei rund zwölf Prozent Erfolgsquote. Diese signifikant höhere Erfolgsrate verdeutlicht die Notwendigkeit moderner und robuster Authentifizierungsverfahren.
Für IT-Administratoren und Unternehmen ergeben sich aus dieser Entwicklung klare Handlungsempfehlungen:
Parallel zur Einführung wird Microsoft die Verwaltungsfunktionen für Administratoren erweitern, um die Implementierung und Steuerung passwortloser Anmeldungen zu erleichtern. Dies beinhaltet die vereinfachte Einführung und richtlinienbasierte Steuerung von gerätegebundenen und synchronisierten Passkeys.
Die Umstellung auf Passkeys im Microsoft Entra ID stellt einen wichtigen Schritt in Richtung einer sichereren und benutzerfreundlicheren digitalen Arbeitsumgebung dar. Unternehmen sind angehalten, diese Veränderungen proaktiv anzugehen, um die Sicherheit ihrer Systeme zu gewährleisten und Compliance-Anforderungen zu erfüllen.
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