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Hörgewohnheiten junger Menschen: Der Einfluss von KI in der Musikindustrie

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January 13, 2026

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    Das Wichtigste in Kürze

    • Eine aktuelle Studie von Morgan Stanley zeigt, dass junge Menschen in den USA wöchentlich bis zu drei Stunden KI-generierte Musik hören.
    • Der Konsum dieser Musik findet primär auf Plattformen wie YouTube und TikTok statt, nicht auf etablierten Streaming-Diensten wie Spotify.
    • Die Studie deutet darauf hin, dass KI-Musik bereits im Mainstream der jüngeren Generationen angekommen ist.
    • Es bleibt unklar, inwiefern Hörer KI-generierte Musik als solche erkennen. Frühere Umfragen zeigen eine hohe Fehlerrate.
    • Die Musikindustrie steht vor Herausforderungen und Chancen durch KI, insbesondere in Bezug auf Personalisierung und Monetarisierung.

    KI-Musik im Vormarsch: Eine Analyse der Hörgewohnheiten junger Generationen

    Die Landschaft des Musikkonsums befindet sich in einem kontinuierlichen Wandel, maßgeblich beeinflusst durch technologische Innovationen. Insbesondere die Integration von Künstlicher Intelligenz (KI) in die Musikproduktion und -distribution führt zu neuen Dynamiken. Eine aktuelle Analyse der US-Großbank Morgan Stanley wirft ein signifikantes Licht auf diese Entwicklung und zeigt auf, in welchem Umfang KI-generierte Musik bereits Teil des Höralltags junger Menschen ist.

    Umfang des KI-Musik-Konsums: Überraschende Ergebnisse der Morgan Stanley Studie

    Die Untersuchung von Morgan Stanley, die erstmals Fragen zu KI-generierter Musik in ihre jährliche Analyse der Hörgewohnheiten integrierte, offenbart eine bemerkenswerte Verbreitung. Demnach hören 50 bis 60 Prozent der 18- bis 44-Jährigen in den USA wöchentlich zwischen 2,5 und drei Stunden KI-generierte Musik. Über alle Altersklassen hinweg liegt der Durchschnitt bei 36 Prozent der Befragten und 1,7 Stunden pro Woche. Diese Zahlen deuten darauf hin, dass KI-Musik nicht mehr als Nischenphänomen betrachtet werden kann, sondern einen festen Platz im Mainstream eingenommen hat.

    Besonders hervorzuheben ist, dass der Konsum von KI-Musik bei der jungen Generation, der sogenannten Generation Z (18-29 Jahre), am höchsten ist, mit durchschnittlich drei Stunden wöchentlicher Hörzeit. Auch die Millennials (30-44 Jahre) zeigen mit 2,5 Stunden pro Woche ein erhebliches Interesse. Im Gegensatz dazu ist der Anteil bei den über 65-Jährigen mit durchschnittlich sechs Minuten pro Woche deutlich geringer.

    Plattformen des KI-Musikkonsums: YouTube und TikTok dominieren

    Ein zentraler Aspekt der Analyse ist die Feststellung, dass der Konsum von KI-Musik vornehmlich über Plattformen wie YouTube und TikTok erfolgt. Diese Kanäle fungieren als primäre Distributionswege für softwarebasierte musikalische Inhalte und scheinen die traditionellen Konsummuster der Musikbranche zu verändern. Etablierte Musik-Streaming-Dienste wie Spotify spielen in diesem spezifischen Segment des KI-Musikkonsums eine geringere Rolle, obwohl sie in der allgemeinen Mediennutzung junger Menschen weiterhin dominant sind. Die JIM-Studie 2024 zeigt beispielsweise, dass Musik generell für 93 Prozent der Zwölf- bis 19-Jährigen eine wichtige Rolle spielt und 85 Prozent mindestens einen Musikstreaming-Dienst abonniert haben.

    Herausforderungen und Chancen für die Musikindustrie

    Die rasante Zunahme KI-generierter Inhalte stellt die Musikindustrie vor eine duale Situation aus Herausforderungen und Chancen:

    • Gefahr der Verdrängung: Musikschaffende befürchten, dass ihr kreatives Schaffen zunehmend durch KI-Content verdrängt werden könnte. Die leichte und kostengünstige Produktion von KI-Musik führt zu einer Flut an neuen Titeln. Auf Plattformen wie Deezer sollen bereits über ein Drittel der täglich hochgeladenen Songs mit KI erstellt worden sein.
    • Personalisierung und Kuration: Morgan Stanley sieht in der KI großes Potenzial für Streaming-Plattformen, insbesondere im Bereich der Personalisierung. KI-Systeme können dabei unterstützen, Nutzern noch besser auf ihre Hörgewohnheiten abgestimmte Empfehlungen zu bieten. Spotify könnte KI beispielsweise nutzen, um seine „Personalization 2.0“-Strategie zu stärken.
    • Monetarisierung und Partnerschaften: Die Zusammenarbeit von Musikkonzernen wie Warner Music mit KI-Musikanbietern wie Suno wird als ein Schritt zur Monetarisierung von KI-Musik interpretiert. Dies deutet auf eine Anpassung der Industrie an die neuen Gegebenheiten hin.
    • Wert etablierter Kataloge: Während KI-Musik eine Konkurrenz für neu veröffentlichte Songs darstellen könnte, wird erwartet, dass der Wert etablierter Musikkataloge steigt.

    Die Frage der Erkennbarkeit: Eine ungelöste Problematik

    Eine entscheidende Frage, die die Morgan Stanley Studie nicht beantwortet, ist, inwieweit die Hörer KI-generierte Musik überhaupt als solche wahrnehmen. Eine frühere Umfrage des Marktforschungsinstituts Ipsos aus November 2025 ergab, dass 97 Prozent der Teilnehmer falsch lagen, wenn es darum ging, KI-Musik zu erkennen. Diese hohe Fehlerrate deutet darauf hin, dass die Grenze zwischen menschlich und maschinell erzeugter Musik für den durchschnittlichen Konsumenten zunehmend verschwimmt. Dies könnte die Akzeptanz und Verbreitung von KI-Musik weiter fördern, birgt jedoch auch Implikationen für Urheberrecht und Authentizität.

    Ausblick: Eine sich wandelnde Medienlandschaft

    Die Entwicklung im Bereich der KI-generierten Musik ist ein klares Indiz für die tiefgreifenden Veränderungen, die Künstliche Intelligenz in der Medien- und Unterhaltungsbranche hervorruft. Für Unternehmen im B2B-Sektor, insbesondere im Bereich der KI-Technologien, ergeben sich hieraus vielfältige Ansatzpunkte. Die Fähigkeit, komplexe Daten über Konsumverhalten zu analysieren und in strategische Handlungsempfehlungen zu übersetzen, wird zunehmend entscheidend. Die Nachfrage nach Tools, die nicht nur Inhalte generieren, sondern auch deren Wirkung und Reichweite analysieren können, dürfte weiter steigen.

    Die vorliegenden Erkenntnisse unterstreichen die Notwendigkeit für Akteure in der Musikindustrie, sich proaktiv mit den Möglichkeiten und Risiken der KI auseinanderzusetzen. Die Integration von KI in die Wertschöpfungskette – von der Produktion über die Distribution bis hin zur Personalisierung – ist keine ferne Zukunftsvision mehr, sondern bereits Realität. Die Herausforderung besteht darin, diese Technologien so zu nutzen, dass sie sowohl kreative Entfaltung ermöglichen als auch wirtschaftlichen Erfolg sichern, ohne dabei die Integrität des künstlerischen Schaffens zu gefährden.

    Bibliography: - t3n.de: Junge Leute hören bis zu 3 Stunden KI-generierte Musik pro Woche – aber nicht auf Spotify - Golem.de: Generation Z hört drei Stunden KI-Musik pro Woche - FinanzNachrichten.de: Junge Leute hören bis zu 3 Stunden KI-generierte Musik pro Woche – aber nicht auf Spotify - DerStandard.at: 60 Prozent der Gen Z in den USA hören drei Stunden KI-Musik pro Woche - AppGamers.de: Spotify: KI-Musik könnte zur Gefahr werden - Watson.de: Tiktok: Gen Z und Millennials hören überraschend viel KI-Musik - Facebook.com: Junge Leute hören bis zu 3 Stunden KI-generierte Musik... (t3n Magazin Post) - Galaxus.at: Flut von KI-Musik: mehr ist definitiv nicht besser - Radioszene.de: JIM-Studie 2024: Der Freizeitgestaltung der Jugendlichen auf der Spur

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