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Als spezialisierter Journalist und Analyst für Mindverse, ein führendes deutsches KI-Unternehmen, das sich auf KI-gestützte Texterstellung, Bildgenerierung und Forschung spezialisiert hat, beobachten wir kontinuierlich die neuesten Entwicklungen im Bereich der künstlichen Intelligenz. Heute richten wir unseren Fokus auf eine bemerkenswerte Innovation in der Architektur großer Sprachmodelle: den Differential Transformer V2.
Die Transformer-Architektur hat die Landschaft der Natural Language Processing (NLP) revolutioniert. Ihre Fähigkeit, komplexe Abhängigkeiten in sequenziellen Daten zu erfassen, ist unbestreitbar. Jedoch sehen sich traditionelle Transformer-Modelle mit Herausforderungen wie Rauschsensitivität, Halluzinationen und ineffizienter Verarbeitung langer Kontextabhängigkeiten konfrontiert. Der ursprüngliche Differential Transformer (DIFF V1) stellte einen Ansatz dar, diese Limitationen durch einen differenziellen Aufmerksamkeitsmechanismus zu adressieren, der die Aufmerksamkeit auf relevante Informationen verstärkt und gleichzeitig Rauschen unterdrückt.
Der nun vorgestellte Differential Transformer V2 (DIFF V2) baut auf diesen Grundlagen auf und führt signifikante Verbesserungen ein, die primär auf die Inferenz-Effizienz, die Trainingsstabilität für große Sprachmodelle (LLMs) auf Produktionsebene und die architektonische Eleganz abzielen. Diese Weiterentwicklung ist das Ergebnis kontinuierlicher Forschung und Entwicklung, um die Leistungsfähigkeit und Robustheit von Transformer-Modellen zu optimieren.
Die Hauptinnovationen von DIFF V2 lassen sich in drei Kernbereiche unterteilen:
Die Architektur von DIFF V2 ist darauf ausgelegt, die Dekodierungseffizienz zu maximieren. Im Gegensatz zu seinem Vorgänger erhöht DIFF V2 die Anzahl der Query-Heads, ohne die Anzahl der Key-Value (KV)-Heads zu erhöhen. Da die Dekodierung von LLMs typischerweise durch den Speicher begrenzt ist, ermöglicht dieser Ansatz Dekodierungsgeschwindigkeiten, die mit denen von Standard-Transformatoren vergleichbar sind. Die Kompatibilität mit etablierten Aufmerksamkeitskernels wie FlashAttention ist ein entscheidender Vorteil, der den Einsatz in Produktionsumgebungen erleichtert und die arithmetische Intensität des Aufmerksamkeitsmoduls während der Dekodierung erhöht.
Während des Vortrainings ist der Durchsatzverlust durch DIFF V2 bei der Verwendung modernster FlashAttention-Kernels auf H- und B-Serien-GPUs vernachlässigbar. Für lange Sequenzen kann DIFF V2 in Kombination mit Techniken wie YOCO eingesetzt werden, um die Vorfüllkomplexität auf eine lineare Zeit in Bezug auf die Sequenzlänge zu reduzieren.
Ein grundlegendes Problem in der Standard-Skalierten Dot-Product Attention (SDPA) ist die Begrenzung des Kontext-RMS (Root Mean Square) durch die Softmax-Funktion. Dies kann zu Instabilitäten und "Attention Sinks" führen, bei denen die Aufmerksamkeit auf irrelevante Token fixiert wird. DIFF V2 überwindet diese Einschränkungen, indem es ein projiziertes Lambda für jedes Token und jeden Head einführt. Dies ermöglicht es, den Kontext-RMS zu steuern und die untere Grenze auf Null zu senken, was entscheidend ist, um Attention Sinks zu eliminieren und die Trainingsstabilität zu verbessern. Der obere Grenzwert muss dabei lediglich begrenzt bleiben.
Die Fähigkeit, negative Aufmerksamkeitswerte zu ermöglichen, trägt dazu bei, ablenkende Inhalte zu unterdrücken und die semantische Filterung zu verbessern, was in verschiedenen Aufgaben wie Objekterkennung und Sarkasmus-Erkennung von Vorteil ist.
Die Forschungsteams haben umfangreiche Vortrainingsexperimente mit DIFF V2 an LLMs im Produktionsmaßstab durchgeführt, darunter dichte Modelle und ein 30A3 MoE (Mixture of Experts) auf Billionen von Tokens, unter Verwendung hoher Lernraten von 6e-4 bis 1e-3. Die bisherigen Beobachtungen sind vielversprechend:
Weitere Untersuchungen sollen zeigen, ob sich die Lerneffizienz in mittleren und späteren Trainingsphasen verbessert und ob die Leistung bei nachgelagerten Langkontext-Benchmarks (zur Linderung der Kontexterosion) ebenfalls zunimmt.
Theoretisch könnte ein Standard-Transformer mit 2h Aufmerksamkeitsköpfen die differenzielle Operation lernen, indem er spezifische Output-Projektionsmatrizen (WO) lernt. In der Praxis ist dies jedoch durch Optimierung schwer zu erreichen. DIFF V2 konstruiert die differenzielle Operation explizit vor der Output-Projektion, was die Hälfte der WO-Parameter einspart. Diese Parameterersparnis ist nicht trivial und kann im Aufmerksamkeitsmodul etwa 25% betragen, was die Möglichkeit bietet, dieses Budget anderen Modellteilen zuzuweisen, um die Gesamtleistung zu verbessern.
Selbst wenn DIFF V2 nach der Parameterumverteilung keinen geringeren Verlust als die Baseline erreicht, sondern diesen lediglich angleicht, ist die Methode aufgrund zusätzlicher Vorteile wie verbesserter Trainingsstabilität, besserer Kontrolle von Ausreißern oder höherer Trainingseffizienz von Wert. Dies ist vergleichbar mit GQA (Grouped Query Attention), das den Verlust von MHA (Multi-Head Attention) erreicht und gleichzeitig den KV-Cache reduziert.
Umfassende Studien zur Ablation des Designs haben die Wirksamkeit der spezifischen Implementierungsentscheidungen von DIFF V2 bestätigt. Die Subtraktion von Köpfen, die sich nicht in derselben GQA-Gruppe befinden oder keine gemeinsamen Key- und Value-Vektoren teilen, führt zu Instabilität. Ebenso führen die fehlende Skalierung mit Lambda oder die direkte Verwendung von projiziertem Lambda ohne Sigmoid-Operation zu einem erhöhten Sprachmodellierungsverlust und potenzieller Instabilität. Ein Transformer mit 1.5h Köpfen, der die Parameter mit DIFF V2 abgleicht, zeigte ebenfalls höhere Trainingsverluste.
DIFF V2 ist mit dünner Aufmerksamkeit (sparse attention) kompatibel, was die Anwendung in Szenarien mit sehr langen Sequenzen erleichtert. Die differenzielle Natur von DIFF V2, die kleine Aufmerksamkeitswerte aufhebt, könnte zudem dazu beitragen, Rundungsfehler bei der Aufmerksamkeit zu mildern.
Der Differential Transformer V2 stellt einen entscheidenden Schritt in der Entwicklung effizienterer und stabilerer Transformer-Architekturen dar. Durch gezielte Verbesserungen in Bezug auf Inferenz-Effizienz, Trainingsstabilität und die Überwindung von Softmax-Einschränkungen positioniert sich DIFF V2 als eine vielversprechende Architektur für die Weiterentwicklung großer Sprachmodelle. Die beobachteten Leistungsverbesserungen und die erhöhte Robustheit unterstreichen das Potenzial dieser Technologie für anspruchsvolle B2B-Anwendungen, bei denen Präzision, Effizienz und Skalierbarkeit von entscheidender Bedeutung sind.
Diese Entwicklungen sind für Unternehmen, die auf fortschrittliche KI-Lösungen setzen, von großem Interesse. Die Fähigkeit, robustere und effizientere LLMs zu trainieren und einzusetzen, kann Wettbewerbsvorteile schaffen und neue Anwendungsfelder erschließen.
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