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Fortschritte im robotischen Lernen durch das RISE-Framework

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February 13, 2026

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    Das Wichtigste in Kürze

    • Das RISE-Framework ermöglicht Robotern, durch die Nutzung eines Kompositionellen Weltmodells Fähigkeiten in komplexen Manipulationsaufgaben zu erlernen und zu verbessern.
    • Im Gegensatz zu herkömmlichen Methoden, die physische Interaktionen erfordern, setzt RISE auf virtuelle Simulationen, um Risiken und Kosten zu minimieren.
    • Das Kompositionelle Weltmodell prognostiziert zukünftige Zustände und bewertet imaginierte Ergebnisse, um eine effiziente Politikverbesserung zu ermöglichen.
    • Die modulare Architektur von RISE erlaubt die Anpassung von Zustands- und Wertmodellen an spezifische Aufgaben.
    • Praktische Anwendungen zeigen signifikante Leistungssteigerungen in realen Aufgaben wie dem Sortieren von Bausteinen, dem Packen von Rucksäcken und dem Verschließen von Boxen.
    • RISE stellt einen Fortschritt im Bereich des Reinforcement Learnings dar, indem es die Effizienz und Sicherheit des Trainings von Robotern erhöht.

    Revolution im Robotik-Lernen: Wie RISE die Selbstverbesserung von Robotern neu definiert

    Die Weiterentwicklung der Robotik und Künstlichen Intelligenz (KI) ist eng verknüpft mit der Fähigkeit von Robotern, komplexe Aufgaben in dynamischen und unstrukturierten Umgebungen autonom zu bewältigen. Traditionelle Ansätze im maschinellen Lernen, insbesondere im Bereich der Vision-Language-Action (VLA)-Modelle, stoßen bei kontaktintensiven Manipulationsaufgaben oft an ihre Grenzen. Kleinste Abweichungen in der Ausführung können hier zu kumulativen Fehlern führen. Das Reinforcement Learning (RL) bietet zwar einen prinzipiellen Weg zur Robustheit, ist jedoch in der physischen Welt durch hohe Sicherheitsrisiken, erhebliche Hardwarekosten und aufwendige Umgebungsresets stark eingeschränkt. Eine neue Entwicklung namens RISE (Self-Improving Robot Policy with Compositional World Model) verspricht, diese Lücke zu schließen, indem sie das Lernen von Robotern in den virtuellen Raum verlagert.

    Die Herausforderungen des physischen Reinforcement Learnings

    Die physische Interaktion ist ein grundlegender Bestandteil des Lernprozesses für Roboter. Beim Reinforcement Learning (RL) lernen Agenten durch Ausprobieren und Rückmeldung in einer Umgebung. Jede Interaktion in der realen Welt birgt jedoch inhärente Risiken. Ein Roboter, der beispielsweise empfindliche Objekte manipuliert oder in der Nähe von Menschen agiert, muss äußerst präzise und sicher sein. Fehlschläge im Lernprozess können zu Beschädigungen der Hardware, der Umgebung oder sogar zu Verletzungen führen. Diese potenziellen Schäden machen das Training in realen Szenarien oft unpraktisch oder prohibitiv teuer.

    Darüber hinaus sind die Kosten für die Hardware – von den Robotern selbst bis hin zu den benötigten Sensoren und Aktuatoren – erheblich. Jedes Experiment, das einen physischen Roboter involviert, verbraucht Zeit und Ressourcen. Die Notwendigkeit, die Umgebung nach jedem fehlerhaften Versuch manuell zurückzusetzen, verlangsamt den Lernprozess zusätzlich und skaliert schlecht für komplexe Aufgaben, die Tausende oder Millionen von Interaktionen erfordern.

    RISE: Ein skalierbarer Rahmen für robotisches Reinforcement Learning durch Imagination

    RISE ist ein innovatives Framework, das darauf abzielt, die genannten Einschränkungen zu überwinden. Es ermöglicht Robotern, durch "Imagination" – also durch simulierte Interaktionen in einem virtuellen Raum – zu lernen und sich selbst zu verbessern. Das Herzstück von RISE ist ein Kompositionelles Weltmodell, das zwei zentrale Funktionen erfüllt:

    • Vorhersage zukünftiger Zustände: Ein steuerbares Dynamikmodell prognostiziert zukünftige Beobachtungen aus verschiedenen Perspektiven (Multi-View Future) basierend auf vorgeschlagenen Aktionen.
    • Bewertung imaginierter Ergebnisse: Ein Fortschrittswertmodell bewertet die Ergebnisse dieser imaginierten Interaktionen und generiert informative Vorteile für die Verbesserung der Roboterpolitik.

    Dieser kompositionelle Ansatz erlaubt es, Zustands- und Wertmodelle unabhängig voneinander mit den am besten geeigneten Architekturen und Lernzielen zu entwickeln und zu optimieren. Die Komponenten sind in einer geschlossenen, sich selbst verbessernden Pipeline integriert. Diese Pipeline generiert kontinuierlich imaginäre Rollouts, schätzt Vorteile und aktualisiert die Politik im imaginären Raum, ohne kostspielige physische Interaktion. Dies führt zu einem effizienteren und sichereren Lernprozess.

    Architektur und Funktionsweise des Kompositionellen Weltmodells

    Das Kompositionelle Weltmodell in RISE ist modular aufgebaut und trennt die Vorhersage der Dynamik von der Bewertung der Ergebnisse. Dies ermöglicht eine größere Flexibilität und Effizienz im Lernprozess. Die Hauptkomponenten umfassen:

    Modellierung der Dynamik

    Das Dynamikmodell ist dafür verantwortlich, die Auswirkungen von Roboteraktionen auf die Umgebung vorherzusagen. Es lernt, wie sich Objekte bewegen und interagieren, wenn der Roboter bestimmte Aktionen ausführt. Diese Vorhersagen sind entscheidend, um den Roboter in die Lage zu versetzen, zukünftige Szenarien zu "imaginieren". Hierbei werden oft fortschrittliche Techniken wie Gaußsche Splatting für fotorealistische Darstellungen und Physik-Simulatoren für realistische Interaktionen eingesetzt. Durch die Integration von 3D-Wahrnehmung können Roboter kontinuierliche Aktionen direkt aus Punktwolken vorhersagen, was die Genauigkeit und Effektivität in realen Szenarien erheblich steigert.

    Wertbasierte Bewertung

    Das Fortschrittswertmodell bewertet die Güte der imaginierten Ergebnisse. Es quantifiziert, wie vorteilhaft eine bestimmte Abfolge von Aktionen für das Erreichen eines Ziels ist. Diese Bewertung liefert dem Roboter ein klares Signal darüber, welche Aktionen zu besseren Ergebnissen führen, und ermöglicht so eine gezielte Anpassung seiner Politik.

    Der Selbstverbesserungszyklus

    Die Integration dieser Modelle erfolgt in einem iterativen, selbstverbessernden Zyklus:

    1. Imagination: Der Roboter generiert basierend auf seiner aktuellen Politik und dem Dynamikmodell imaginäre Handlungsketten.
    2. Bewertung: Das Wertmodell bewertet die Ergebnisse dieser imaginären Handlungen.
    3. Politik-Update: Basierend auf den gewonnenen Vorteilen wird die Roboterpolitik angepasst und verbessert. Dieser Prozess wiederholt sich kontinuierlich, wodurch der Roboter seine Fähigkeiten verfeinert, ohne physische Ressourcen zu verbrauchen oder Risiken einzugehen.

    Praktische Anwendungen und Erfolge

    Die Wirksamkeit von RISE wurde in drei anspruchsvollen realen Aufgaben demonstriert, die ein hohes Maß an Geschicklichkeit und Präzision erfordern:

    - Dynamisches Sortieren von Bausteinen: In dieser Aufgabe, die durch häufigen Kontakt und dynamische Störungen gekennzeichnet ist, erzielte RISE eine Leistungssteigerung von über 35% gegenüber früheren Methoden. - Rucksackpacken: Eine Aufgabe mit langem Planungshorizont, bei der kleine Fehler kumulieren können, zeigte eine Verbesserung von über 45%. - Verschließen von Boxen: Hier, wo präzise Bewegungen und enge Toleranzen entscheidend sind, erreichte RISE eine Steigerung von über 35%.

    Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass RISE das Potenzial hat, die Entwicklung von Robotersystemen erheblich zu beschleunigen und zu verbessern, insbesondere in Bereichen, in denen physische Interaktionen riskant oder kostspielig sind. Die Fähigkeit, in einer virtuellen Umgebung zu lernen und sich selbst zu optimieren, eröffnet neue Wege für die Forschung und Entwicklung in der Robotik.

    Zukünftige Perspektiven und Implikationen

    Das RISE-Framework stellt einen wichtigen Schritt zur Überwindung der Grenzen des traditionellen Reinforcement Learnings in der Robotik dar. Durch die Verlagerung des Lernprozesses in den imaginären Raum können Roboter schneller, sicherer und kostengünstiger neue Fähigkeiten erlernen. Dies hat weitreichende Implikationen für eine Vielzahl von Branchen, von der Fertigung und Logistik bis hin zur Gesundheitsversorgung und der Exploration gefährlicher Umgebungen. Die modulare und skalierbare Natur des Kompositionellen Weltmodells könnte auch die Entwicklung allgemeinerer und anpassungsfähigerer Roboter ermöglichen, die in der Lage sind, sich an eine breite Palette von Aufgaben und Umgebungen anzupassen.

    Die Forschung in diesem Bereich schreitet stetig voran, mit Arbeiten wie RoboDreamer, die Kompositionelle Weltmodelle für die Robotik-Imagination nutzen, oder DREMA, das lernbare digitale Zwillinge zur verbesserten Imitationslernen einsetzt. Diese Entwicklungen unterstreichen das wachsende Interesse an und das Potenzial von Weltmodellen, die Autonomie und Intelligenz von Robotern auf ein neues Niveau zu heben. Es wird spannend zu beobachten sein, wie diese Technologien in den kommenden Jahren die reale Welt beeinflussen werden.

    Bibliographie

    • Yang, J., Lin, K., Li, J., Zhang, W., Lin, T., Wu, L., Su, Z., Zhao, H., Zhang, Y.-Q., Chen, L., Luo, P., Yue, X., & Li, H. (2026). RISE: Self-Improving Robot Policy with Compositional World Model. arXiv preprint arXiv:2602.11075.
    • OpenDriveLab. (2026). RISE: Self-Improving Robot Policy with Compositional World Model. Verfügbar unter: https://opendrivelab.com/kai0-rl/
    • Hugging Face (2026). Daily Papers - RISE: Self-Improving Robot Policy with Compositional World Model. Verfügbar unter: https://huggingface.co/papers/2602.11075
    • Wang, C., Fang, H., Fang, H.-S., & Lu, C. (2024). RISE: 3D Perception Makes Real-World Robot Imitation Simple and Effective. arXiv preprint arXiv:2404.12281.
    • Zhou, S., Du, Y., Chen, J., Li, Y., Yeung, D.-Y., & Gan, C. (2024). RoboDreamer: Learning Compositional World Models for Robot Imagination. arXiv preprint arXiv:2404.12377.
    • Barcellona, L., Zadaianchuk, A., Allegro, D., Papa, S., Ghidoni, S., & Gavves, E. (2025). DREAM TO MANIPULATE: COMPOSITIONAL WORLD MODELS EMPOWERING ROBOT IMITATION LEARNING WITH IMAGINATION. Published as a conference paper at ICLR 2025. Verfügbar unter: https://proceedings.iclr.cc/paper_files/paper/2025/file/8f0d446441a938d9de420a8ab8d7fd36-Paper-Conference.pdf

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