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Cyberbedrohungen in der Telekommunikationsbranche und Strategien zu ihrer Abwehr

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January 17, 2026

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    Das Wichtigste in Kürze

    • Die Telekommunikationsbranche ist ein bevorzugtes Ziel für Cyberangriffe, insbesondere durch staatlich unterstützte Akteure und Insider-Bedrohungen.
    • Insider-Bedrohungen, oft durch finanzielle Anreize motiviert, stellen ein erhebliches Risiko dar, wobei SIM-Swapping eine gängige Methode ist.
    • Umfassende Sicherheitsstrategien müssen technische Schutzmaßnahmen, organisatorische Kontrollen und eine kontinuierliche Überwachung umfassen.
    • Penetrationstests und Threat Modeling sind entscheidend, um Schwachstellen proaktiv zu identifizieren und Abwehrmechanismen zu stärken.
    • Die Implementierung von Zero-Trust-Prinzipien und die Nutzung fortschrittlicher Analysen, einschliesslich KI, sind für die Abwehr moderner Bedrohungen unerlässlich.
    • Internationale Standards wie die GSMA Baseline Security Controls bieten einen Rahmen für robuste Sicherheitsmassnahmen.

    Die Telekommunikationsbranche steht im Zentrum der digitalen Infrastruktur und ist daher ein bevorzugtes Ziel für eine Vielzahl von Bedrohungsakteuren. Die Sicherung von Vermögenswerten gegen diese komplexen und sich ständig weiterentwickelnden Gefahren ist für die operationelle Widerstandsfähigkeit und das Vertrauen der Kunden von entscheidender Bedeutung. Dieser Artikel beleuchtet die aktuellen Bedrohungslandschaften und stellt bewährte Strategien und Kontrollmechanismen vor, die Unternehmen in der Telekommunikationsbranche zur Stärkung ihrer Cyberabwehr implementieren können.

    Die vielschichtige Bedrohungslandschaft in der Telekommunikation

    Die Telekommunikationsbranche ist aufgrund ihrer zentralen Rolle in der nationalen Infrastruktur und des Zugangs zu sensiblen Daten ein lukratives Ziel für Angreifer. Diese Bedrohungsakteure reichen von finanziell motivierten Kriminellen bis hin zu staatlich unterstützten Gruppen, die Cyber-Spionage oder Sabotage verfolgen. Die Komplexität der Netzwerke und die Einführung neuer Technologien wie 5G und Edge Computing erweitern die Angriffsfläche zusätzlich.

    Insider-Bedrohungen: Das unterschätzte Risiko

    Während Millionen teure Sicherheitssysteme darauf ausgelegt sind, externe Angreifer abzuwehren, zeigen Daten, dass das menschliche Element oft die effektivste Schwachstelle bleibt. Im Jahr 2025 wurden 91.321 Fälle von Insider-Rekrutierung, -Werbung und illegalen Diskussionen registriert. Dies belegt, dass es für Kriminelle oft effizienter ist, Zugang zu kaufen, als komplexe technische Umgehungen zu entwickeln. Die Telekommunikationsbranche war 2025 mit 42 Prozent aller beobachteten Insider-Aktivitäten besonders betroffen.

    Die Konzentration auf diesen Sektor erklärt sich durch seine Funktion als Torwächter bei der Identitätsprüfung. Durch die Rekrutierung von Mitarbeitern der Netzbetreiber erleichtern Angreifer Techniken wie das SIM-Swapping. Dabei wird die Telefonnummer eines Opfers auf eine vom Angreifer kontrollierte SIM-Karte portiert. Sobald die Verbindung hergestellt ist, empfängt der Kriminelle Anrufe und Nachrichten des Opfers, wodurch er SMS-basierte Zwei-Faktor-Authentifizierungen umgehen und Zugang zu sensiblen Unternehmens- oder Finanzkonten erhalten kann.

    Insider können aus verschiedenen Gründen handeln:

    • Finanzieller Gewinn: Ein Mitarbeiter, der plötzlich Schulden hat oder unerklärlichen Reichtum zeigt, könnte Insider-Zugänge auf illegalen Foren verkaufen.
    • Ideologische Gründe: Unzufriedenheit mit dem Arbeitgeber oder politischen Ansichten können zu schädlichen Handlungen führen.
    • Menschliches Versagen: Unachtsamkeit oder Unwissenheit können unbeabsichtigt Sicherheitslücken schaffen.

    Indikatoren für potenzielle Insider-Bedrohungen können sowohl technischer als auch nicht-technischer Natur sein. Nicht-technische Anzeichen umfassen Verhaltensänderungen, soziale Isolation oder plötzliche Missachtung von Unternehmensrichtlinien. Technische Anzeichen beinhalten die Nutzung nicht autorisierter Geräte, ungewöhnliche Zugriffs- oder Datenmuster sowie hohe Download-Volumen oder die Verwendung ungewöhnlicher Verschlüsselungsmethoden.

    Staatlich unterstützte Angreifer und Advanced Persistent Threats (APTs)

    Staatlich unterstützte Bedrohungsakteure stellen eine weitere erhebliche Gefahr dar. Diese Gruppen, wie beispielsweise "Salt Typhoon" oder "Volt Typhoon", zielen auf Telekommunikationssysteme ab, um Spionage zu betreiben, geistiges Eigentum zu stehlen oder kritische Dienste zu stören. Ihre Angriffe zeichnen sich durch folgende Merkmale aus:

    • Langfristige Präsenz: Sie versuchen, unentdeckt in Netzwerken zu verbleiben, um über längere Zeiträume Informationen zu sammeln.
    • Massive Datenexfiltration: Das Ziel ist oft der Diebstahl grosser Mengen sensibler Daten, einschliesslich Kommunikationsmetadaten (Call Detail Records - CDRs), Standortdaten und persönlicher Identifikationsinformationen.
    • Umgehung von Sicherheitsmassnahmen: Sie nutzen massgeschneiderte Tools, ausgeklügelte Techniken und soziale Ingenieurkunst, um Abwehrmechanismen zu umgehen.

    Ein Beispiel hierfür ist die "Operation Soft Cell", die 2018 auf globale Telekommunikationsanbieter abzielte. Hierbei wurden Tools und TTPs (Tactics, Techniques, and Procedures) verwendet, die chinesischen staatlich unterstützten Akteuren zugeschrieben werden. Ziel war der vollständige Zugriff auf das Netzwerk, um CDR-Datensätze und weitere sensible Informationen zu erlangen. Die Angreifer nutzten Web-Shells, führten Aufklärungsmissionen durch, stahlen Anmeldeinformationen mithilfe modifizierter Tools wie Mimikatz und bewegten sich lateral im Netzwerk, um kritische Assets zu kompromittieren.

    Strategien zur Stärkung der Cyberabwehr

    Angesichts dieser komplexen Bedrohungen ist ein mehrschichtiger und proaktiver Ansatz zur Cybersicherheit unerlässlich.

    Technische Schutzmassnahmen und Datenverarbeitung

    Die Implementierung robuster technischer Kontrollen ist grundlegend:

    • Gerätesicherheit: Die Verwendung nicht autorisierter Geräte stellt eine primäre Schwachstelle dar. Diese Geräte fallen ausserhalb des Bereichs der betrieblichen Sicherheit, enthalten jedoch oft sensible Daten und Konfigurationen.
    • Netzwerkverkehrsüberwachung: Eine unerklärliche Zunahme des Datenverkehrs oder die Verwendung ungewöhnlicher Ports und Protokolle kann darauf hindeuten, dass Daten zur Exfiltration vorbereitet werden. Grosse Downloads, ungewöhnliche Verschlüsselung oder das Senden von Daten an nicht autorisierte Ziele dienen als Warnsignale mit hoher Priorität.
    • Patch-Management: Systeme müssen regelmässig mit den neuesten Sicherheits-Patches aktualisiert werden, um bekannte Schwachstellen zu schliessen.
    • Authentifizierung und Zugriffsverwaltung (IdAM): Starke Authentifizierungsmechanismen, einschliesslich Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA) und die Verwendung von X.509-Zertifikaten anstelle von Benutzername/Passwort-Kombinationen, sind entscheidend. Alle Zugriffe sollten protokolliert und auf Anomalien überwacht werden.
    • Netzwerkkonfiguration: In 5G-Cloud-Umgebungen ist eine sichere Konfiguration des Netzwerks durch Sicherheitsgruppen, private Netzwerke für Microservices und standardmässige Firewall-Regeln unerlässlich, um laterale Bewegungen zu verhindern.
    • Kommunikationssicherung: Alle Kommunikationssitzungen zwischen Netzelementen auf Kontroll-, Benutzer- und Managementebene müssen authentifiziert und verschlüsselt werden.
    • Automatisierung und KI: Fortschritte im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI) bieten sowohl Angreifern als auch Verteidigern neue Möglichkeiten. Während KI Unternehmen helfen kann, Anomalien schneller zu erkennen, werden Bedrohungsakteure diese Tools auch nutzen, um die Suche nach Schwachstellen und sensiblen Datensätzen zu automatisieren.

    Organisatorische und prozedurale Kontrollen

    Neben technischen Massnahmen sind auch organisatorische Vorkehrungen von Bedeutung:

    • Kontinuierliche Überprüfung: Um die Einhaltung von Vorschriften zu gewährleisten und proprietäre Geschäftsgeheimnisse zu schützen, müssen Unternehmensführer zu einem Modell der kontinuierlichen Überprüfung übergehen.
    • Threat Modeling: Cisco bietet beispielsweise einen globalen Threat Modeling Security Assessment Service an, der auf branchenüblichen Frameworks wie STRIDE und MITRE ATT&CK basiert. Dieser Service hilft Unternehmen, Bedrohungen zu verstehen, zu priorisieren und sich gegen die wichtigsten Gefahren zu verteidigen.
    • Penetrationstests: Regelmässige Penetrationstests simulieren reale Angriffe unter kontrollierten Bedingungen, um Schwachstellen zu identifizieren, bevor Angreifer sie ausnutzen können. Dies umfasst Infrastrukturtests, Anwendungssicherheitstests und Social Engineering Simulationen. Red Teaming, das die gesamte Verteidigung einer Organisation testet, geht über traditionelle Penetrationstests hinaus.
    • Supply Chain Security: Eine effektive Absicherung der Lieferkette ist entscheidend, da Schwachstellen bei Drittanbietern weitreichende Auswirkungen haben können.
    • Incident Response: Ein gut definierter Incident-Response-Plan ist unerlässlich, um auf Sicherheitsvorfälle schnell und effektiv reagieren zu können, den Schaden zu begrenzen und die Wiederherstellung zu gewährleisten.
    • Mitarbeiterschulung: Regelmässige Schulungen und Sensibilisierungsmassnahmen für Mitarbeiter sind notwendig, um das Bewusstsein für Cyberbedrohungen zu schärfen und die "menschliche Firewall" zu stärken.

    Internationale Standards und Empfehlungen

    Die GSMA (Groupe Spéciale Mobile Association) hat eine Reihe von Baseline Security Controls (FS.31) entwickelt, um Telekommunikationsbetreibern bei der Stärkung ihrer Sicherheitslage zu helfen. Diese Kontrollen decken ein breites Spektrum ab, von Geschäftskontrollen bis hin zu spezifischen technologischen Massnahmen für SIM-Management, IoT, Funknetzwerke, Kernnetzwerke und Cloud-Infrastrukturen. Die Empfehlungen umfassen unter anderem:

    • Sicherheit von (e)UICC: Sicherstellung der Integrität und des Schutzes von SIM-Karten und deren Daten.
    • Sicherheit von IoT-Geräten: Implementierung von "Security by Design"-Prinzipien und regelmässigen Sicherheitsbewertungen für IoT-Dienste und -Endpunkte.
    • Netzwerkarchitektur: Implementierung von physischer und logischer Trennung, Redundanz und gehärteten Konfigurationen.
    • 5G Cloud Infrastrukturen: Spezifische Richtlinien der CISA und NSA für 5G Cloud Infrastrukturen betonen die Notwendigkeit, laterale Bewegungen zu verhindern und zu erkennen, Netzwerkressourcen sicher zu isolieren, Daten während des gesamten Lebenszyklus zu schützen und die Integrität der Infrastruktur zu gewährleisten.

    Fazit

    Die Bedrohungsakteure, die auf die Telekommunikationsbranche abzielen, werden voraussichtlich weiterhin ihre Taktiken verfeinern und menschliche Schwachstellen durch Social Engineering ausnutzen, um technische Barrieren zu umgehen. Für Telekommunikationsanbieter ist es daher von entscheidender Bedeutung, ihre Strategien zur Sicherung von Vermögenswerten kontinuierlich anzupassen und zu verbessern. Ein ganzheitlicher Ansatz, der technische Innovationen, organisatorische Resilienz und die Einhaltung internationaler Standards umfasst, ist unerlässlich, um die Herausforderungen der modernen Cyberbedrohungslandschaft erfolgreich zu meistern und das Vertrauen in die kritische Infrastruktur aufrechtzuerhalten.

    Durch das Verständnis des Umfangs der Rekrutierungsaktivitäten und der spezifischen Taktiken, die beim SIM-Swapping und der Datenexfiltration angewendet werden, können Telekommunikationsanbieter ihre Kunden und ihr Geschäft besser vor der "Bedrohung von innen" schützen. Die Investition in fortschrittliche Sicherheitstechnologien, regelmässige Audits und die Förderung einer starken Sicherheitskultur sind keine Option, sondern eine Notwendigkeit in der heutigen digitalen Welt.

    Bibliographie

    - Daws, R. (2026, 1. Januar). Protecting assets against threat actors targeting telecoms. Telecoms Tech News. - Flashpoint Intel Team. (2026, 16. Januar). Insider Threats: Turning 2025 Intelligence into a 2026 Defense Strategy. Flashpoint. - (Wadhwa-)Brown, T. (2026, 15. Januar). Cisco Launches Global Threat Modeling Security Assessment Service for Threat-Informed Defense. Cisco Blogs. - Intero Web Division. (2024, 11. Dezember). Telecommunications Cybersecurity: Protect Systems from Attack. ACA Global. - Cybereason Nocturnus. (n.d.). Operation Soft Cell: A Worldwide Campaign Against Telecommunications Providers. Cybereason. - OnSecurity. (n.d.). How telecom providers can use penetration testing to strengthen their defence against advanced persistent threats (APTs). OnSecurity. - GSMA. (2024, 22. November). FS.31 Baseline Security Controls v4.0 (Current). GSMA. - GSMA. (2023, 1. September). FS.31 Baseline Security Controls v3.0. GSMA. - CISA and NSA. (2021, 21. Oktober). Security Guidance for 5G Cloud Infrastructures Part I: Prevent and Detect Lateral Movement. CISA.

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