Claude von Anthropic integriert ElevenLabs-Technologie für neue Sprachfunktionen
Mindverse News
KI-gestützt erstellt 10 Quellen Arbeitsweise
Claude von Anthropic nutzt ElevenLabs-Technologie für Sprachfunktionen
Der Chatbot Claude von Anthropic bietet seit kurzem eine Sprachfunktion, die es Nutzern ermöglicht, mit der KI zu sprechen. Interessanterweise setzt Anthropic für diese Funktion nicht auf eine selbst entwickelte Lösung, sondern integriert die Technologie des Spezialisten ElevenLabs. Dies geht aus den Nutzungsbedingungen von Anthropic hervor, in denen ElevenLabs als Subunternehmer für Text-to-Speech-Dienste aufgeführt wird.
Diese Entscheidung unterscheidet Anthropic von Konkurrenten wie OpenAI oder Google, die eigene Sprachmodelle entwickelt und trainiert haben. Möglicherweise hat Anthropic die Entwicklung eines eigenen Modells noch nicht abgeschlossen oder die gewünschte Qualität für die Sprachsynthese bisher nicht erreicht. Stattdessen setzt das Unternehmen auf die Expertise von ElevenLabs, einem Unternehmen, das sich auf realistisch klingende KI-Stimmen spezialisiert hat und kürzlich ein neues System für natürlichere KI-Konversationen vorgestellt hat.
Die Sprachfunktion von Claude im Detail
Die Sprachfunktion ist in den mobilen Apps von Claude verfügbar und zunächst auf Englisch beschränkt. Nutzer können sie über ein neues Wellenform-Symbol neben dem Mikrofon im Chat-Eingabefeld aktivieren. Claude bietet fünf verschiedene Stimmen zur Auswahl. Die Funktion basiert auf Claude Sonnet 4, dem neuesten Modell von Anthropic. Während Claude spricht, werden die wichtigsten Punkte jeder Antwort in Echtzeit auf dem Bildschirm angezeigt.
Ein fließender Wechsel zwischen Sprach- und Texteingabe ist während eines Gesprächs möglich, ohne den Kontext zu verlieren. Im Anschluss werden das Transkript und eine Zusammenfassung gespeichert und können wie jeder reguläre Chat erneut aufgerufen oder fortgesetzt werden.
Für zahlende Claude-Nutzer bietet die Sprachfunktion zusätzliche Möglichkeiten, wie den Zugriff auf Inhalte aus Google Kalender und Gmail. Die Integration von Google Docs ist auf Enterprise-Konten beschränkt.
Empfehlungen und Einschränkungen
Anthropic empfiehlt für optimale Ergebnisse die Nutzung in einer ruhigen Umgebung und ein normales Sprechtempo. Komplexere Fragen sollten in kleinere Teile zerlegt werden.
Für Nutzer der kostenlosen Version gelten Sitzungslimits – typischerweise zwischen 20 und 30 Sprachnachrichten – danach müssen sie warten oder ein Upgrade durchführen. Administratoren von Unternehmenskonten können die Sprachfunktion für ihre Organisation deaktivieren.
Sicherheitsaspekte und Vergleich zur Konkurrenz
Anthropic betont, dass die Sprachfunktion mit Blick auf Sicherheitsaspekte entwickelt wurde. Die fünf verfügbaren Stimmen sind festgelegt, um die Nachahmung realer Personen zu vermeiden. Claude imitiert keine vorhandene Sprache oder Persönlichkeiten – alles, was generiert wird, ist originell. Dies steht im Gegensatz zu einigen Vorfällen bei anderen Anbietern, bei denen KI-Stimmen bekannten Persönlichkeiten zu ähnlich klangen.
Die Einführung der Sprachfunktion bei Claude folgt auf ähnliche Entwicklungen bei OpenAI und Google, die bereits im Vorjahr Sprachfunktionen für ihre Chatbots vorgestellt haben. Während sich Anthropic lange auf sein API-Geschäft für Unternehmen konzentriert hat, deutet die Einführung der Sprachfunktion auf ein wachsendes Interesse an verbraucherorientierten Tools hin. Auch wenn Claude in KI-Benchmarks möglicherweise besser abschneidet, legen die meisten Nutzer im Alltag Wert auf praktische Funktionen wie Sprach- und Live-Interaktion.
Bibliographie:
- https://the-decoder.com/anthropics-claude-uses-elevenlabs-technology-for-speech-features-rather-than-an-in-house-model/
- https://www.threads.com/@the_ainavigator/post/DKWjV0kNoRT/anthropics-claude-uses-elevenlabs-technology-for-speech-features-rather-than-an-
- https://opentools.ai/news/anthropics-new-claude-voice-mode-is-a-game-changer
- https://elevenlabs.io/de/blog/introducing-claude-37-sonnet-in-elevenlabs-conversational-ai
- https://the-decoder.com/artificial-intelligence-news/ai-practice/
- https://news.tinztwinshub.com/anthropic-launches-a-voice-mode-for-claude/
- https://www.linkedin.com/pulse/liar-claude-fire-anthropics-ai-caught-web-lies-andrew-anderson-jx7lf
- https://elevenlabs.io/blog/multilingualv2
- https://lablab.ai/apps/tech/anthropic/claude
- https://news.ycombinator.com/item?id=44116535
//Nächster Artikel
NVIDIA
Nvidia setzt bei DSX POD auf vorgefertigte KI-RechenzentrenNvidia kündigt DSX POD an: Vorgefertigte Vera-Rubin-Module sollen die Inbetriebnahme an vorbereiteten Standorten von sechs Monaten auf 14 Tage verkürzen.

// Artikel teilen
Mehr zu Anthropic & Claude
Alle Anthropic-News- Anthropic erwägt Hilfen für Beschäftigte – konkrete Ausgestaltung bleibt offen
Anthropic will fünf Prozent seiner Aktien einem gemeinwohlorientierten Fonds widmen. Direkte Hilfen für Beschäftigte sind möglich, aber noch offen.
- Anthropic koppelt Public-Benefit-Fonds an Unternehmenswert
Anthropic plant einen Fonds mit zunächst fünf Prozent der Aktien. Weitere Anteile könnten bei Wertsteigerungen hinzukommen; wichtige Regeln sind noch offen.
- Anthropic untersucht selbstreplizierende KI: Was die Experimente tatsächlich belegen
Anthropic sieht kleine KI-Modelle näher an autonomer Replikation. Was Experimente zeigen, wo Unsicherheiten liegen und welche Folgen Unternehmen prüfen sollten.
- Claude rekonstruiert Herkunft rätselhafter NIST-Kurvenparameter
Claude rekonstruierte laut Anthropic-Berichten die Herkunft von fünf NIST-Kurven-Seeds. Der Befund mindert Backdoor-Verdacht, lässt aber Fragen offen.
// Dranbleiben
Mindverse News folgen
Neue Meldungen erhalten Sie über unseren RSS-Feed oder auf LinkedIn.
Passend dazu in Mindverse Studio
- KI-Chat mit allen führenden ModellenGPT, Claude und Gemini in einer Oberfläche — mit Websuche und Quellenangaben.
- Studio mit Ihren Tools verbindenIntegrationen für Microsoft 365, Google Workspace, Slack, Notion und mehr.
- Die KI-Plattform für UnternehmenRollen, Freigaben und Abrechnung für den KI-Einsatz im ganzen Unternehmen.
Recherchieren Sie KI-News wie diese selbst — mit Mindverse Studio.
7 Tage kostenlos testen — ohne Kreditkarte, mit 200 Credits. Für Fragen zur Umsetzung buchen Sie eine persönliche Demo.
//Chronik
Aus dem Archiv · rund um den 3. Juni 2025
← Davor erschienen