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Wachstum der Direktanbindung von Geräten an Satelliten im industriellen IoT

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February 17, 2026

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    Der schnelle Überblick:

    • Die Direktanbindung von Geräten an Satelliten (D2D) entwickelt sich von einem Konzept zu einem konkreten Planungsbereich für Entscheidungsträger im industriellen IoT.
    • Die 3GPP Release 17 hat die Unterstützung für nicht-terrestrische Netzwerke (NTN) in zellularen Standards formalisiert, was die direkte Kommunikation von Standard-Mobilfunk-Chipsätzen mit Satelliten ermöglicht.
    • Eine aktuelle Umfrage unter 600 Entscheidungsträgern im industriellen IoT zeigt ein starkes Interesse an D2D-Technologien, mit über 90 % der Befragten, die eine Einführung innerhalb der nächsten 18 Monate planen.
    • Haupthindernisse für die D2D-Adaption sind die Kosten, die Komplexität der Integration und die Verfügbarkeit geeigneter Geräte.
    • Die Ökosystemreife wird die Beschaffungsstrategien beeinflussen, wobei Systemintegratoren, Cloud-Anbieter und Satellitenbetreiber als wichtige Akteure genannt werden.

    Direktverbindung zum Satelliten: Steigendes Interesse bei Entscheidungsträgern im industriellen IoT

    Die Landschaft der Konnektivität erfährt einen fundamentalen Wandel, insbesondere im Bereich des industriellen Internets der Dinge (IoT). Jüngste Entwicklungen und Umfragen deuten darauf hin, dass die Direktanbindung von Geräten an Satelliten (Direct-to-Device, D2D) zunehmend von einem theoretischen Konzept zu einem praktischen Implementierungsziel für Entscheidungsträger wird. Diese Entwicklung verspricht, die Reichweite und Zuverlässigkeit von IoT-Anwendungen erheblich zu erweitern.

    Technologische Grundlagen und Standardisierung

    Ein wesentlicher Katalysator für diese Entwicklung ist die 3GPP Release 17. Diese Spezifikation hat die Unterstützung für nicht-terrestrische Netzwerke (NTN) in den etablierten zellularen Standards verankert. Durch die Angleichung der Satellitenkommunikation an zellulare Protokolle und Spektren (z.B. RF-Band n255) ermöglicht Release 17 Geräten mit Standard-Mobilfunk-Chipsätzen und -Modulen die direkte Kommunikation mit Satelliten. Dies eliminiert die Notwendigkeit separater Satellitenterminals oder spezialisierter Hardware, was die Implementierung vereinfacht und Kosten potenziell reduziert.

    Historisch gesehen erforderten Satelliten- und Mobilfunkeinsätze unterschiedliche Gerätetypen, Verträge und Integrationsmodelle. Diese Trennung führte zu höheren Investitions- und Betriebskosten, insbesondere bei der Nachrüstung großer Flotten oder weit verteilter Anlagen. D2D wird als eine Konvergenz dieser bisher parallelen Ökosysteme beschrieben, bei der ein einziges IoT-Gerät mit einer D2D-fähigen SIM-Karte sowohl terrestrische als auch Satellitennetzwerke nutzen und bei Bedarf automatisch umschalten kann.

    Wachsendes Interesse und Adoptionspläne

    Eine kürzlich durchgeführte globale Umfrage unter 600 Entscheidungsträgern in Sektoren wie Landwirtschaft, Energie, Transport, Bergbau und Versorgungsunternehmen unterstreicht das starke Interesse an D2D-Technologien. Die Ergebnisse zeigen, dass 91 % der Befragten beabsichtigen, D2D innerhalb der nächsten 18 Monate in ihre IoT-Strategie aufzunehmen, wobei mehr als zwei Drittel (69 %) eine Adoption innerhalb von 12 Monaten erwarten. Bei Anwendern von rein terrestrischem IoT planen 32 % eine Einführung innerhalb der nächsten sechs Monate.

    Die Umfrage ergab auch eine deutliche Beschleunigung im industriellen IoT. 78 % der Befragten berichteten von Fortschritten in den letzten 12 Monaten, gegenüber 68 % im Vorjahr. Mehr als die Hälfte (55 %) nutzt bereits Satelliten in ihren IoT-Installationen, verglichen mit 41 % im Vorjahr. Dies deutet auf eine Verschiebung hin zu hybriden Konnektivitätslösungen, die reine terrestrische Bereitstellungen übertreffen.

    Organisationen, die Satelliten- und Mobilfunkkonnektivität kombinieren, verzeichneten eine höhere Fortschrittsrate (86 %) im Vergleich zu rein terrestrischen Nutzern (70 %). Dies könnte darauf hindeuten, dass Satelliten die Ergebnisse verbessern oder dass fortschrittlichere Programme eher bereit sind, in hybride Lösungen zu investieren.

    Die Budgetplanung untermauert diesen Trend: 93 % der Befragten planen, ihre IoT-Ausgaben zu erhöhen, mit einem durchschnittlichen Anstieg von 27 %. Dies signalisiert, dass IoT-Konnektivität, einschließlich Satellitenlösungen, als essenzielle Infrastruktur und nicht als optionales Experiment betrachtet wird.

    Herausforderungen und Hindernisse

    Trotz des starken Interesses bleiben Herausforderungen bestehen. Die Kosten werden am häufigsten als Haupthindernis für die Satellitenadoption in IoT-Projekten genannt (69 % der rein terrestrischen und 57 % der hybriden Nutzer). Hohe Hardwarekosten sind oft mit einer begrenzten Geräteverfügbarkeit verbunden, ein Problem, das von 39 % der rein terrestrischen und 35 % der hybriden Befragten angeführt wird.

    Die Integrationskomplexität stellt ebenfalls ein erhebliches Problem dar. 47 % der rein terrestrischen Teams berichten von Schwierigkeiten bei der Anbindung von Satelliten an bestehende Plattformen. Bei hybriden Nutzern nennen 60 % die Komplexität, sei es bei der Verwaltung dualer Netzwerke oder der Satellitenlösungen selbst. Sektorale Unterschiede sind dabei erkennbar: Im Transportwesen berichten 51 % der hybriden Befragten von Integrationsproblemen, was die regulatorischen und Roaming-Komplexitäten großer grenzüberschreitender Flotten widerspiegelt. Im Bergbau sind die hohen Gerätekosten mit 44 % noch akuter.

    Ein weiteres Hindernis ist die Machbarkeit. Obwohl 90 % der Befragten glauben, dass D2D die IoT-Adoption beschleunigen wird, erwarten 81 %, dass die vollständige Implementierung ein bis zwei Jahre in Anspruch nehmen wird. Externe Barrieren umfassen hohe Kosten (53 %), begrenzte Geräteverfügbarkeit (38 %) und Integrationsherausforderungen (37 %). Intern nennen 39 % eine Präferenz für bestehende Konnektivitätstechnologien und 37 % einen Mangel an Fachwissen. Ein Viertel der Befragten konnte D2D bei Aufforderung nicht genau definieren, was auf einen Bedarf an weiterer Aufklärung hinweist.

    Implikationen für Entscheidungsträger

    Für Entscheidungsträger ergeben sich aus diesen Erkenntnissen mehrere wichtige Implikationen:

    • Kostenverläufe bestimmen die Rollout-Geschwindigkeit: Insbesondere in Sektoren wie Bergbau und Transport, wo Tausende von Anlagen verwaltet werden, summieren sich Gerätekosten schnell. Jede Reduzierung der Materialkosten, beispielsweise durch integrierte Mobilfunk-Satellitenmodule und standardbasierte Chipsätze, wird sich maßgeblich auf die Flottengröße auswirken.
    • Frühzeitige Integrationsplanung ist essenziell: Obwohl D2D Konvergenz verspricht, bleiben bestehende operative Technologiestacks heterogen. Die Studienergebnisse zeigen, dass hybride Nutzer Management- und Integrationsschwierigkeiten haben. Unternehmen, die Anlagen in mehreren Regionen ausrüsten, sollten frühzeitig prüfen, wie D2D mit bestehenden SCADA-Systemen, Cloud-Plattformen und Compliance-Regimen interagieren wird.
    • Reife des Ökosystems beeinflusst die Beschaffungsstrategie: Der Markt für D2D-Lösungen ist noch im Entstehen. Unternehmen sind derzeit uneins darüber, wo sie D2D-Lösungen erwerben werden, wobei Systemintegratoren, Cloud-Anbieter und Satellitenbetreiber jeweils etwa ein Viertel der Antworten auf sich ziehen. Diese Marktunreife bedeutet, dass Entscheidungsträger in den nächsten zwei bis drei Jahren mit sich ändernden Kanalstrukturen rechnen müssen.

    Der Bericht hebt zudem die Bedeutung der Standardisierung hervor, insbesondere bei NB-NTN-Diensten, die 3GPP Release 17 entsprechen und Non-IP Data Delivery zur Reduzierung des Nachrichten-Overheads nutzen. Lösungen, die auf 3GPP-Frameworks basieren, minimieren das Risiko einer Anbieterbindung und verbessern die Interoperabilität mit bestehenden Mobilfunkinfrastrukturen.

    Fazit

    Die Direktanbindung von Geräten an Satelliten schreitet von der Konzeption zur geplanten Implementierung voran. Umfrageergebnisse belegen ein starkes Interesse, steigende Budgets und eine zunehmende Nutzung hybrider Lösungen. Während Kosten, Integration und der Mangel an qualifizierten Fachkräften weiterhin Herausforderungen darstellen, bietet die Ausrichtung der Satellitenstrategie an standardbasierten Zeitplänen, die Validierung der Gesamtbetriebskosten unter Berücksichtigung der Flottengröße und die Einbeziehung von Integrations-Overheads die Möglichkeit, neue Komplexitätsebenen zu vermeiden und die Chancen dieser aufkommenden Technologie optimal zu nutzen.

    Für Unternehmen, die ihre Infrastruktur auf Unternehmensebene ausstatten, liegt eine bedeutende Chance darin, die Satellitenstrategie an standardbasierten Zeitplänen auszurichten. Zudem ist es wichtig, die Gesamtbetriebskosten unter Annahme der Flottengröße zu validieren und Integrationsaufwände zu berücksichtigen, um die Entstehung neuer Komplexitätsebenen zu vermeiden.



    Bibliography:
    - IoT News. (2026, February 17). Direct-to-satellite report indicates decision-maker interest. IoT Tech News. Retrieved from https://iottechnews.com/news/direct-to-satellite-report-indicates-decision-maker-interest/ - Salivio, S. N. (2026, February 14). Viasat survey shows surge in industrial D2D IoT demand. TelcoNews UK. Retrieved from https://telconews.co.uk/story/viasat-survey-shows-surge-in-industrial-d2d-iot-demand - Analysys Mason. (2025, October 29). Consumer interest in satellite direct-to-device services. Retrieved from https://www.analysysmason.com/research/content/reports/d2d-consumer-survey-nsi139-rdmm0/ - MEF. (2026, January 12). Satellite Direct-to-Device Promises Holy Grail of Communications – 100% Geographic Coverage. Mobile Ecosystem Forum. Retrieved from https://mobileecosystemforum.com/2026/01/12/satellite-direct-to-device-promises-holy-grail-of-communications-100-geographic-coverage/ - Hill, J. (2025, December 5). Viasat’s Commissioned D2D Report Showcases Vast Potential of Market. Via Satellite. Retrieved from https://www.satellitetoday.com/mobile-connectivity/2025/12/05/viasats-commissioned-d2d-report-showcases-vast-potential-of-market/ - Viasat, Inc. (2025, December 3). Half of Customers Say They Would Switch Telco Providers for Satellite Services as Demand Rises - Report. Viasat Investor Relations. Retrieved from https://investors.viasat.com/news-releases/news-release-details/half-customers-say-they-would-switch-telco-providers-satellite - Analysys Mason. (2025, November 28). Consumers’ willingness to pay for satellite D2D services. Retrieved from https://www.analysysmason.com/research/content/reports/d2d-consumer-survey-nsi139/ - Transforma Insights. (n.d.). Direct-to-Cellular Market Landscape. Retrieved from https://transformainsights.com/research/reports/direct-to-cellular-market-landscape - GSMA Intelligence. (2022, March). Satellite 2.0: going direct to device. Retrieved from https://prod-cms.gsmaintelligence.com/research-file-download?assetId=18734&reportId=53421 - SatelliteToday. (2025, January 14). Momentum for Satellite Direct-to-Device Hits Critical Mass Heading into 2025. Retrieved from https://interactive.satellitetoday.com/via/january-february-2025/momentum-for-satellite-direct-to-device-hits-critical-mass-heading-into-2025

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