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Die Entwicklung autonomer Fahrzeuge (AVs) stellt die Technologiebranche vor komplexe Herausforderungen, insbesondere im Umgang mit unvorhersehbaren und seltenen Fahrsituationen, den sogenannten „Edge Cases“. Diese Szenarien, die im alltäglichen Straßenverkehr auftreten, sind für die Sicherheit und Zuverlässigkeit autonomer Systeme von entscheidender Bedeutung, lassen sich aber in simulierten Umgebungen oft nur unzureichend abbilden. In diesem Kontext etabliert Uber, ein Unternehmen, das sich bereits in der Vergangenheit mit autonomen Fahrtechnologien befasst hat, eine neue Strategie: die Nutzung seiner umfangreichen Flotte zur gezielten Datenerfassung, um dieses zentrale Problem der Branche zu adressieren.
Uber hat mit der Einführung von AV Labs eine Initiative gestartet, die darauf abzielt, die Skalierung seiner Flotte in ein Datenprodukt umzuwandeln. Das Kernziel ist es, seltene und schwer vorhersehbare Fahrszenarien, die sogenannten „Long-Tail“-Ereignisse, aus dem realen Betrieb zu sammeln. Diese Daten sollen dann Drittanbietern von autonomen Systemen zur Verfügung gestellt werden, um deren Trainingsmodelle zu verbessern.
Dieser Schritt markiert eine strategische Neuausrichtung. Anstatt sich auf die Entwicklung eigener Roboterfahrzeuge zu konzentrieren – ein Geschäftsfeld, das Uber 2020 durch den Verkauf seiner Abteilung an Aurora verlassen hat – positioniert sich das Unternehmen nun als Infrastrukturanbieter. Ubers Fokus liegt auf einem datenzentrierten Modell, bei dem der Wettbewerbsvorteil nicht primär in der Softwarearchitektur selbst, sondern im Zugang zu hochvolumigen, realen Anomalien liegt.
Die Branche der autonomen Fahrzeuge hat sich von einer primär regelbasierten Logik hin zu einem verstärkt auf Reinforcement Learning basierenden Ansatz entwickelt. Hierbei gewinnt die Qualität der Daten gegenüber der reinen Quantität an Bedeutung. Simulationen, wenngleich nützlich zur Risikominimierung, können die Unvorhersehbarkeit des tatsächlichen Straßenverkehrs oft nicht vollständig abbilden. Dies zeigt sich in den operativen Schwierigkeiten, mit denen selbst etablierte Akteure wie Waymo konfrontiert sind, deren Roboterfahrzeuge trotz jahrelanger Tests mit spezifischen realen Szenarien, wie dem illegalen Überholen von angehaltenen Schulbussen, zu kämpfen haben. Die Größe einer Flotte limitiert dabei, wie viele Daten ein einzelnes AV-Unternehmen eigenständig erfassen kann.
AV Labs soll diese Lücke schließen. Ubers Ansatz unterscheidet sich von dem passiven Datensammeln, wie es beispielsweise Tesla mit Millionen von Konsumentenfahrzeugen praktiziert. Stattdessen plant Uber eine gezielte Datenernte. Die neue Abteilung kann mit Sensoren ausgestattete Fahrzeuge – derzeit manuelle Umbauten von Hyundai Ioniq 5 mit Lidar, Radar und Kameras – an spezifische Orte entsenden, basierend auf den Anforderungen der Partner. Danny Guo, Ubers VP of Engineering, betonte, dass das Unternehmen aus 600 Städten wählen kann, um die Datenerfassung auf die Interessen der Partner zuzuschneiden. Aktuell befindet sich dieser Prozess noch in einer experimentellen Prototypenphase.
Ein wesentlicher Bestandteil der technischen Implementierung ist der sogenannte Shadow Mode. In dieser Konfiguration läuft die autonome Fahrsoftware eines Partners unbemerkt im Hintergrund eines von einem Menschen gesteuerten Fahrzeugs aus der Uber-Flotte. Weichen die Handlungen des menschlichen Fahrers von den Entscheidungen der Software ab, wird diese Diskrepanz markiert. Dieser Feedback-Loop dient zwei Funktionen:
Die Partner erhalten dabei keine Rohdaten. Stattdessen verarbeitet AV Labs die erfassten Informationen in einer semantischen Verständnisschicht, die darauf ausgelegt ist, die Pfadplanung in Echtzeit zu verbessern.
Ubers Strategie besteht darin, sich als Utility Provider für das Ökosystem der autonomen Mobilität zu etablieren, anstatt als direkter Wettbewerber aufzutreten. Durch die Demokratisierung des Zugangs zu Edge-Case-Daten möchte das Unternehmen die gesamte Branche beschleunigen. Diese Kollaboration bietet der AV-Industrie die Möglichkeit, den kapitalintensiven Aufbau einer massiven Validierungsflotte zu umgehen, die Uber bereits besitzt. Guo argumentiert, dass Uber die Verantwortung übernehmen muss, das Ökosystem zu erschließen, da das Volumen der gesammelten Daten die Möglichkeiten einzelner Partner bei weitem übersteigt.
Partnerschaften sind in der Entwicklung autonomer Fahrzeuge von zentraler Bedeutung. Uber kooperiert bereits mit Unternehmen wie Waymo, Waabi und Lucid Motors, um die nächste Generation autonomer Robotaxi-Programme voranzutreiben. NVIDIA spielt ebenfalls eine wichtige Rolle, indem es seine AI-Architektur und DRIVE AGX Hyperion Plattformen bereitstellt, um Ubers autonome Flotten zu skalieren.
Für Unternehmen im Bereich der Künstlichen Intelligenz, des maschinellen Lernens und der Systementwicklung für autonome Fahrzeuge ergeben sich aus Ubers Initiative mehrere relevante Einsichten:
Die Entwicklung autonomer Systeme erfordert nicht nur technologische Innovation, sondern auch strategische Partnerschaften und neue Geschäftsmodelle, um die immensen Datenanforderungen zu erfüllen. Ubers AV Labs könnte dabei eine Schlüsselrolle spielen, indem es einen Mechanismus zur Verfügung stellt, um die „Edge Case Bottleneck“ zu überwinden und die breitere Einführung autonomer Mobilität zu beschleunigen.
Bibliography: - Daws, Ryan. "Uber repurposes fleet to solve autonomy’s edge case bottleneck". IoT Tech News, 27. Januar 2026. - Morris, Betsy. "Uber's Conundrum: Retaining Drivers as it Builds an Autonomous...". UCLA Anderson Review, 7. Januar 2026. - "Uber to Deploy One of the World’s Largest Networks of Autonomous Vehicles, Powered by NVIDIA AI Architecture". Business Wire, 28. Oktober 2025. - "Lucid, Nuro, and Uber Partner on Next-Generation Autonomous Robotaxi Program". Uber Investor Relations, 17. Juli 2025. - WebFX. "7 top edge computing solutions for IoT devices". IoT News, 27. Januar 2026.Lernen Sie in nur 30 Minuten kennen, wie Ihr Team mit KI mehr erreichen kann – live und persönlich.
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