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Die rasante Entwicklung von Künstlicher Intelligenz (KI) prägt zunehmend unseren Alltag und die Geschäftswelt. Insbesondere große Sprachmodelle (Large Language Models, LLMs) haben das Potenzial, die Art und Weise, wie wir Informationen verarbeiten und Inhalte erstellen, grundlegend zu verändern. Doch mit dieser Leistungsfähigkeit wächst auch die Notwendigkeit, ihre Funktionsweise und die Herkunft ihrer Antworten transparent zu machen. Das sogenannte „Black-Box-Problem“, bei dem die internen Prozesse von KI-Systemen schwer nachvollziehbar sind, führt oft zu Skepsis und erschwert den vertrauensvollen Einsatz, insbesondere in sensiblen B2B-Anwendungen.
Traditionelle KI-Systeme, insbesondere Deep-Learning-Modelle, generieren Antworten oft auf eine Weise, die für den Menschen nur schwer zu durchschauen ist. Diese mangelnde Erklärbarkeit, oft als Black-Box-Design bezeichnet, kann dazu führen, dass die Modelle sogenannte Halluzinationen erzeugen – also überzeugend klingende, aber faktisch falsche Informationen. Für Nutzer ist es dann kaum nachvollziehbar, auf welcher Grundlage bestimmte Aussagen getroffen wurden, was die Verlässlichkeit der KI-generierten Inhalte mindert. Studien zeigen, dass die Halluzinationsrate bei einigen neueren Modellen signifikant sein kann, teilweise sogar bis zu 79 Prozent bei bestimmten Wissensfragen.
Ein vielversprechender Ansatz zur Bewältigung des Black-Box-Problems ist die Entwicklung neuer KI-Architekturen, die von Grund auf auf Transparenz ausgelegt sind. Das kalifornische Startup Guide Labs hat beispielsweise mit seinem Open-Source-Modell Steerling-8B eine solche Architektur vorgestellt. Das Modell ist darauf ausgelegt, jeden einzelnen von der KI produzierten Token zu seinem Ursprungsort in den Trainingsdaten zurückverfolgen zu können. Dies ermöglicht es nicht nur, die Quellen für generierte Inhalte zu identifizieren, sondern auch das zugrunde liegende Verständnis des Modells für Konzepte wie Humor oder Geschlechterfragen zu analysieren.
Die Implementierung einer Konzeptschicht in das KI-Sprachmodell ist hierbei zentral. Während des Trainings werden Daten in nachvollziehbare Kategorien, sogenannte Konzepte, eingeordnet. Dies geschieht mit Unterstützung von KI, die die Daten entsprechend annotiert. Das Ergebnis ist ein System, bei dem technisch versierte Nutzer herausfinden können, welche Konzeptcluster bei der Generierung einer Antwort aktiviert wurden, beispielsweise bei wissenschaftlichen Behauptungen oder der Interpretation historischer Ereignisse.
Die erhöhte Transparenz solcher Modelle bietet erhebliche Vorteile für B2B-Anwendungen:
Ein weiterer wichtiger technischer Ansatz zur Verbesserung der Faktentreue und Transparenz ist die "Grounded Synthesis" (geerdete Synthese) in Verbindung mit Retrieval Augmented Generation (RAG). Bei diesem Verfahren wird das Large Language Model (LLM) dazu gezwungen, seine Antworten ausschließlich auf eine vorab definierte und hoch gerankte Auswahl an Inhalten zu stützen. Das LLM "erfindet" also keine Fakten, sondern synthetisiert Informationen aus verifizierten Quellen. Google setzt beispielsweise in seinem KI-Modus auf eine mehrstufige Verarbeitungspipeline, die relevante Inhalte abruft, bewertet und anschließend durch das LLM zu einer Antwort zusammenfügt, wobei die Grounded Synthesis sicherstellt, dass die Antwort auf den gefundenen Inhalten basiert.
Die Technologie hinter KARLI, einem österreichischen LLM, betont ebenfalls die Bedeutung von "Hallucination Prevention" und robusten RAG-Systemen, um zuverlässige und aktuelle Informationsverarbeitung für Unternehmen zu gewährleisten.
Auch in Europa wird die Entwicklung transparenter und nachvollziehbarer KI-Modelle vorangetrieben. Das Forschungsprojekt OpenGPT-X, an dem unter anderem das Fraunhofer IAIS beteiligt ist, hat mit „Teuken 7B“ ein mehrsprachiges, offenes KI-Sprachmodell entwickelt, das speziell auf europäische Bedürfnisse zugeschnitten ist. „Teuken 7B“ wurde von Grund auf mit den 24 Amtssprachen der EU trainiert und steht in verschiedenen Versionen, auch für kommerzielle Nutzung, als Open Source zur Verfügung. Dies ermöglicht es Unternehmen, das Modell herunterzuladen, anzupassen und für spezifische Anwendungsfälle zu optimieren, während sensible Daten im Unternehmen verbleiben können. Die Offenheit und Mehrsprachigkeit tragen dazu bei, digitale Souveränität in Europa zu fördern und die Nachvollziehbarkeit der Modelle zu gewährleisten.
Trotz der Fortschritte bleiben Herausforderungen. Die Qualität der KI-generierten Antworten hängt stark von der Qualität der Trainingsdaten und der Formulierung der Anfragen (Prompts) ab. Eine sorgfältige Prompt-Gestaltung, die explizit Quellenangaben oder Faktenprüfungen einfordert, kann die Verlässlichkeit der Ergebnisse erheblich verbessern. Die kontinuierliche Forschung und Entwicklung, insbesondere im Bereich der Erklärbarkeit von KI (Explainable AI, XAI), ist entscheidend, um das Vertrauen in diese Technologien weiter zu stärken.
Für Unternehmen bedeutet dies, dass die Implementierung von KI-Systemen eine strategische Anpassung erfordert. Es geht nicht nur darum, KI zu nutzen, sondern sie verantwortungsvoll und transparent einzusetzen. Die Fähigkeit, die Herkunft von KI-Antworten zu verstehen und zu erklären, wird zu einem entscheidenden Wettbewerbsvorteil und einem fundamentalen Element für den erfolgreichen Einsatz von KI in der B2B-Landschaft.
Die Transparenz von KI-Sprachmodellen, insbesondere die Nachvollziehbarkeit der Quellen und der konzeptuellen Grundlagen ihrer Antworten, ist von zentraler Bedeutung für den vertrauensvollen und effektiven Einsatz in Unternehmen. Neue Architekturen und Methoden, die darauf abzielen, das Black-Box-Problem zu überwinden, bieten Lösungsansätze, um die Verlässlichkeit und Kontrollierbarkeit von KI-Systemen zu erhöhen. Für B2B-Entscheider ist es entscheidend, diese Entwicklungen zu verfolgen und bei der Auswahl und Implementierung von KI-Technologien auf Modelle zu setzen, die ein hohes Maß an Transparenz und Erklärbarkeit bieten. Dies fördert nicht nur das Vertrauen, sondern ermöglicht auch eine präzisere Steuerung und Anpassung der KI an spezifische Geschäftsanforderungen.
Bibliografie
- t3n.de (2026). Dieses KI-Sprachmodell zeigt genau, wo seine Antworten herkommen. Verfügbar unter: https://t3n.de/news/ki-sprachmodell-antworten-1731025/ - Fraunhofer IAIS (2025). OpenGPT-X: Teuken-7B. Verfügbar unter: https://www.iais.fraunhofer.de/de/geschaeftsfelder/speech-technologies/conversational-ai/opengpt-x.html - OpenGPT-X (o.D.). Mehrsprachig. Offen. Europäisch. Verfügbar unter: https://opengpt-x.de/ - ingenieur.de (2025). Wie Google wirklich seine KI-Antworten generiert. Verfügbar unter: https://www.ingenieur.de/technik/fachbereiche/kuenstliche-intelligenz/wie-google-wirklich-seine-ki-antworten-generiert/ - AFAIK (2025). Inside ChatGPT-5: Die vollständige Konfigurationsanalyse enthüllt, wie OpenAI Inhalte bewertet, filtert und priorisiert. Verfügbar unter: https://www.afaik.de/chatgpt-5-search-analyse/ - Google Support (o.D.). Mit dem KI-Modus in der Google Suche KI-basierte Antworten erhalten. Verfügbar unter: https://support.google.com/websearch/answer/16011537?co=GENIE.Platform%3DAndroid&hl=de - KARLI AI (o.D.). Die Technologie hinter KARLI. Verfügbar unter: https://www.karli.ai/technologie - WDR (2025). So lassen sich Chatbots zu mehr Ehrlichkeit erziehen. Verfügbar unter: https://www1.wdr.de/nachrichten/auch-chatbots-wissen-nicht-alles-100.html - GPT Insights (2025). Fakten über GPT Insights - Offizielle Grounding Page. Verfügbar unter: https://gpt-insights.de/fakten.html - tagesschau.de (2025). KI-Chatbots machen bei 40 Prozent der Antworten Fehler. Verfügbar unter: https://www.tagesschau.de/wissen/technologie/kuenstliche-intelligenz-fakten-100.html
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