Für Teams, Einzelnutzer, Kanzleien und Transkription – derselbe Mindverse Look, klar aufgeteilt nach Anwendungsfall.
für Teams und Unternehmen
Die Plattform für Unternehmen, die eigene KI-Workflows, Wissensdatenbanken und Assistenten produktiv einsetzen möchten.
für Einzelnutzer und Creator
Der einfachste Einstieg in das Mindverse-Ökosystem für Content, Recherche, Bilder, Audio und produktives Arbeiten.
für Juristen und Kanzleien
Die spezialisierte KI-Lösung für juristische Recherche, Vertragsarbeit und kanzleispezifische Workflows.
für Audio, Meetings und Transkription
Schnelle KI-Transkription für Audiodateien und Meetings – ideal zum sofortigen Start oder für regelmäßige Nutzung.

Von der ersten Idee bis zur voll integrierten KI-Lösung – strukturiert, sicher und mit messbarem Erfolg
Wir analysieren Ihre Geschäftsprozesse und identifizieren konkrete Use Cases mit dem höchsten ROI-Potenzial.
✓ Messbare KPIs definiert
Vollständige Datenschutz-Analyse und Implementierung sicherer Datenverarbeitungsprozesse nach EU-Standards.
✓ 100% DSGVO-konform
Maßgeschneiderte Auswahl der optimalen KI-Lösung – von Azure OpenAI bis zu Open-Source-Alternativen.
✓ Beste Lösung für Ihren Fall
Schneller Proof of Concept mit nahtloser Integration in Ihre bestehende IT-Infrastruktur und Workflows.
✓ Ergebnisse in 4-6 Wochen
Unternehmensweiter Rollout mit umfassenden Schulungen für maximale Akzeptanz und Produktivität.
✓ Ihr Team wird KI-fit
Die fortschreitende Entwicklung im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI) prägt zunehmend auch die institutionellen Strukturen des weltweiten Innovationsschutzes. Jüngste Entwicklungen zeigen eine klare strategische Neuausrichtung der fünf größten Patentämter der Welt, bekannt als die IP5-Gruppe. Diese Allianz, bestehend aus dem Europäischen Patentamt (EPA), dem US-Patent- und Markenamt (USPTO), der Nationalen Behörde für geistiges Eigentum Chinas (CNIPA), dem Japanischen Patentamt (JPO) und dem Koreanischen Ministerium für geistiges Eigentum (KIPO), hat auf ihrem jüngsten Jahrestreffen in Tokio die Vertiefung der internationalen Zusammenarbeit und die verstärkte Integration von KI in ihre Prüf- und Dienstleistungsprozesse beschlossen.
Die IP5-Ämter sind für die Bearbeitung von rund 85 Prozent aller weltweiten Patentanmeldungen verantwortlich. Ihre gemeinsame Initiative zur umfassenden Integration von KI in die Patentprüfung ist daher von erheblicher Bedeutung für die Zukunft globaler immaterieller Schutzrechte. Die Leiter der beteiligten Behörden demonstrierten in Tokio, unter dem Vorsitz von JPO-Kommissar Yasuyuki Kasai, eine gemeinsame Vision: KI wird nicht mehr als rein theoretisches Konzept betrachtet, sondern als operatives Werkzeug zur Verbesserung der Qualität und Effizienz der Patentprüfung weltweit.
Ein zentraler Beschluss des Treffens war die kritische Überprüfung des 2021 verabschiedeten Fahrplans für neue Technologien und KI. Ziel dieser Revision ist es, weitere strategische Kooperationsfelder zu identifizieren und sicherzustellen, dass die regulatorischen und operativen Rahmenbedingungen mit der rasanten technischen Entwicklung Schritt halten.
Die verstärkte Nutzung von KI durch die Patentämter zielt darauf ab, die immer komplexer werdenden Vorarbeiten und Recherchen im Prüfverfahren zu unterstützen. Dies soll zu einer Beschleunigung der Prozesse und einer Entlastung der Prüfer führen. Beispielsweise setzt das EPA bereits auf hochinnovative KI-Lösungen, die in Zusammenarbeit mit europäischen KI-Start-ups entwickelt wurden. Ein Beispiel hierfür ist die Kooperation mit Mistral AI, einem Anbieter von KI-Lösungen, zur Optimierung der optischen Zeichenerkennung (OCR) in Patentanmeldungen. Solche Partnerschaften sollen die digitale Infrastruktur und operative Resilienz des EPA stärken und die Ziele des Strategieplans 2028 umsetzen.
Trotz dieser technologischen Fortschritte und des Engagements der Behörden für eine KI-gestützte Zukunft bleibt die rechtliche Position bezüglich der Erfinderrolle von KI unverändert. In der globalen Rechtspraxis, die durch Grundsatzentscheidungen des EPA und anderer IP5-Ämter geprägt ist, wird weiterhin betont, dass eine KI selbst nicht als Erfinderin in einem Patentantrag genannt werden darf. Die geltenden Rechtsordnungen verlangen eine natürliche Person als schöpferischen Urheber. Dies führt zu einem Spannungsfeld, in dem hochentwickelte, KI-generierte Innovationen zwar mithilfe modernster Algorithmen geprüft werden, in ihrem Entstehungsprozess jedoch rechtlich wie traditionelle menschliche Erfindungen zu behandeln sind.
Das Deutsche Patent- und Markenamt (DPMA) hat in diesem Kontext klargestellt, dass Prüfungsstellen bei der Recherche externe elektronische Recherchequellen „gegebenenfalls auch unter Einsatz von Anwendungen künstlicher Intelligenz“ nutzen dürfen. Gleichzeitig wird auf ein verbleibendes Restrisiko hingewiesen, dass Begriffe, Sequenzen, chemische Strukturformeln oder Texte aus nicht offengelegten Anmeldungen Dritten zugänglich werden könnten. Dies kann Anmelder dazu veranlassen, Recherche- oder Prüfungsanträge erst nach der Offenlegung zu stellen, um dieses Risiko zu minimieren.
EPA-Präsident António Campinos betonte in Tokio die Notwendigkeit eines verantwortungsvollen Umgangs mit den neuen KI-Werkzeugen. KI biete zwar Chancen zur Optimierung von Services für Entwickler und Unternehmen, müsse jedoch stets transparent und unter menschlicher Aufsicht erfolgen. Der Mensch bleibe die finale Kontrollinstanz im Prüfverfahren.
Durch den koordinierten Austausch bewährter Verfahren innerhalb der IP5-Allianz soll eine Fragmentierung der Systeme vermieden und stattdessen eine Harmonisierung der KI-gestützten Patentpraxis angestrebt werden. Dieser Ansatz wird auch von der Industrie unterstützt, da eine verlässliche und beschleunigte Prüfung für die schnelllebigen Märkte entscheidend ist, um Wettbewerbsnachteile zu vermeiden.
Ein weiteres Beispiel für die internationale Zusammenarbeit ist der Patent Prosecution Highway (PPH). Dieses Kooperationsnetzwerk ermöglicht eine beschleunigte Patentprüfung auf Basis bereits vorliegender positiver Prüfungsergebnisse eines Partneramtes. Die IP5-Partner haben ihre Absicht bekräftigt, den PPH konsequent weiterzuentwickeln und technologisch so zu modernisieren, dass automatisierte Datenflüsse und algorithmische Vorprüfungen künftig ineinandergreifen.
Die Dringlichkeit der KI-Integration wird auch durch den anhaltenden Anmeldeboom in Asien unterstrichen. Gespräche zwischen dem EPA und dem südkoreanischen MOIP-Minister Yong Sun Kim konzentrierten sich auf die steigende Zahl asiatischer Hightech-Anmeldungen in Europa. Das EPA präsentierte in diesem Zusammenhang seine neuen KI-assistierten Werkzeuge, um die Kompatibilität der Systeme zu erhöhen und den Anforderungen gerecht zu werden.
Zudem stand in den Gesprächen zwischen dem EPA und dem JPO das wachsende Interesse japanischer Erfinder am neuen europäischen Einheitspatent im Fokus. Die Implementierung dieses Patentsystems und die damit verbundenen Prüfverfahren profitieren ebenfalls von den Fortschritten in der KI-Technologie.
Die strategische Neuausrichtung der IP5-Gruppe hin zu einer verstärkten KI-Integration markiert einen Wendepunkt im globalen Innovationsschutz. Während die Potenziale für Effizienzsteigerung, Qualitätsverbesserung und Harmonisierung immens sind, bleiben die rechtlichen und ethischen Rahmenbedingungen für die Rolle der KI als Erfinderin eine Herausforderung. Die fortgesetzte Zusammenarbeit der Patentämter und der Dialog mit der Industrie sind entscheidend, um die Vorteile der KI verantwortungsvoll zu nutzen und ein robustes, zukunftsfähiges System des geistigen Eigentums zu gewährleisten. Die Entwicklung des Patent Prosecution Highway und die strategischen Partnerschaften des EPA mit europäischen KI-Start-ups sind Indikatoren für den Weg, den die Patentämter einschlagen, um den Anforderungen einer zunehmend technologiegetriebenen Innovationslandschaft gerecht zu werden.
- heise online. (2026, 13. Juni). Schutzrechteallianz: Die fünf größten Patentämter forcieren den KI-Einsatz. Abgerufen von https://www.heise.de/news/Schutzrechteallianz-Die-fuenf-groessten-Patentaemter-forcieren-den-KI-Einsatz-11331321.html - Headtopics. (2026, 13. Juni). Schutzrechteallianz: Die fünf größten Patentämter forcieren den KI-Einsatz - EPA | Algorithmen News. Abgerufen von https://de.headtopics.com/news/schutzrechteallianz-die-funf-gro-ten-patentamter-forcieren-84469765 - Europäisches Patentamt. (2026, 11. März). EPA implementiert hochinnovative KI-Lösung aus Europa. Abgerufen von https://www.epo.org/de/news-events/news/epa-implementiert-hochinnovative-ki-loesung-aus-europa - Europäisches Patentamt. (2026, 11. März). EPA und führendes europäisches KI-Start-up kooperieren bei Patentprozess und setzen auf digitale Souveränität. Abgerufen von https://www.epo.org/de/news-events/press-centre/press-release/2026/1362048 - Europäisches Patentamt. (2025, 21. Februar). Neueste Fortschritte bei IT-Tools der nächsten Generation. Abgerufen von https://www.epo.org/de/news-events/news/neueste-fortschritte-bei-it-tools-der-naechsten-generation - DEV Community. (2026, 20. März). KI in der amtlichen Recherche beim DPMA: Was Patentanwälte bei Neuanmeldungen jetzt beachten sollten (Stand: März 2026). Abgerufen von https://dev.to/moreaujuliette_de/ki-in-der-amtlichen-recherche-beim-dpma-was-patentanwalte-bei-neuanmeldungen-jetzt-beachten-1cl9 - Europäisches Patentamt. (2024, 3. Juni). PPH-Pilotprogramm mit Chile gestartet. Abgerufen von https://www.epo.org/de/news-events/news/pph-pilotprogramm-mit-chile-gestartet - Europäisches Patentamt. (2024, 28. Juni). IP5 bekräftigen ihre Verpflichtung zur nachhaltigen Entwicklung und einem inklusiven Innovationsökosystem. Abgerufen von https://www.epo.org/de/news-events/news/ip5-bekraeftigen-ihre-verpflichtung-zur-nachhaltigen-entwicklung-und-einem - Deutsches Patent- und Markenamt. (2024, 6. März). DPMA | 06.03.2024. Abgerufen von https://www.dpma.de/service/presse/pressemitteilungen/06032024/index.html
Lernen Sie in nur 30 Minuten kennen, wie Ihr Team mit KI mehr erreichen kann – live und persönlich.
🚀 Demo jetzt buchen