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OpenAI hat eine bedeutende Weiterentwicklung seines Deep Research Tools in ChatGPT bekannt gegeben. Die Funktion, die komplexe Online-Recherchen automatisiert, läuft nun auf dem fortschrittlicheren Modell GPT-5.2. Diese Aktualisierung bringt nicht nur eine verbesserte Leistungsfähigkeit mit sich, sondern ermöglicht es den Nutzern auch, gezielt auf spezifischen Websites zu suchen und externe Anwendungen in den Rechercheprozess zu integrieren. Diese Neuerungen stellen einen wichtigen Schritt in der Entwicklung von KI-gestützten Recherchewerkzeugen dar und bieten B2B-Anwendern erweiterte Möglichkeiten für fundierte Analysen und Entscheidungen.
Seit seiner Einführung im Jahr 2025 hat sich Deep Research als ein "KI-Agent" positioniert, der eigenständig mehrstufige Websuchen durchführt und auf Basis der Nutzeranfrage umfassende Antworten generiert. Ursprünglich basierte das Tool auf den Modellen o3 und o4 mini. Mit dem Übergang zu GPT-5.2 erfährt Deep Research nun eine signifikante Leistungssteigerung. GPT-5.2, das am 11. Dezember 2025 vorgestellt wurde, zeichnet sich durch verbesserte Fähigkeiten in Bereichen wie Tabellenkalkulation, Präsentationserstellung, Code-Generierung, Bilderkennung und dem Verständnis langer Kontexte aus. Diese Fortschritte sind entscheidend für die Qualität und Tiefe der von Deep Research generierten Ergebnisse.
Die Integration von GPT-5.2 in Deep Research erweitert die Funktionalität erheblich. Eine der bemerkenswertesten Neuerungen ist die Möglichkeit, spezifische Websites zu durchsuchen. Dies ist besonders vorteilhaft für Unternehmen, die branchenspezifische Informationen, wissenschaftliche Publikationen oder interne Dokumentationen effizient analysieren müssen. Die Fähigkeit, den Suchfortschritt in Echtzeit zu verfolgen, Fragen einzufügen oder neue Quellen hinzuzufügen, erhöht die Interaktivität und Kontrolle über den Rechercheprozess.
Darüber hinaus können die Ergebnisse nun als vollwertige Berichte im Vollbildmodus angezeigt werden. Dies erleichtert die Präsentation und Weiterverarbeitung der gewonnenen Erkenntnisse in professionellen Kontexten. Die verbesserte Fähigkeit, externe Anwendungen an ChatGPT anzubinden, eröffnet zudem neue Möglichkeiten für die Automatisierung von Workflows und die Integration von KI-Recherche in bestehende Geschäftsprozesse.
Obwohl die Fortschritte von Deep Research beeindruckend sind, weist OpenAI selbst auf bestehende Limitationen hin. Auch mit GPT-5.2 können Web-Suchen nicht vollständig vor generativen KI-Fehlern schützen. Die Wahrscheinlichkeit von "Halluzinationen" – also faktisch falschen Informationen – steigt mit der Länge des generierten Textes. Obwohl gezielte Suchanfragen mit leistungsfähigen Reasoning-Modellen die Fehlerraten reduzieren, eliminieren sie diese nicht vollständig.
Laut internen Evaluationen kann Deep Research zwar Fakten in Antworten halluzinieren oder falsche Schlussfolgerungen ziehen, dies geschieht jedoch seltener als bei früheren ChatGPT-Modellen. Das Tool kann Schwierigkeiten haben, autoritative Informationen von Gerüchten zu unterscheiden und zeigt Schwächen in der Konfidenzkalibrierung, indem es Unsicherheiten nicht immer präzise vermittelt. Auch kleinere Formatierungsfehler in Berichten und Zitaten sowie längere Startzeiten für Aufgaben sind anfängliche Herausforderungen, die sich jedoch mit zunehmender Nutzung und Weiterentwicklung verbessern sollen.
Deep Research wurde mittels End-to-End-Reinforcement-Learning auf anspruchsvollen Browsing- und Reasoning-Aufgaben trainiert. Dadurch lernte das Modell, mehrstufige Recherchepfade zu planen und auszuführen, bei Bedarf zurückzuverfolgen und auf Echtzeitinformationen zu reagieren. Es kann auch mit vom Benutzer hochgeladenen Dateien umgehen, Diagramme mit Python-Tools erstellen und iterieren sowie generierte Diagramme und Bilder von Websites in seine Antworten einbetten und spezifische Sätze oder Passagen zitieren.
Die Leistungsfähigkeit des neuen Modells zeigt sich in verschiedenen Benchmarks:
Deep Research ist derzeit für Pro-Nutzer verfügbar, mit einer Beschränkung von bis zu 100 Anfragen pro Monat. OpenAI plant, den Zugang schrittweise auf Plus-, Team- und Enterprise-Nutzer auszuweiten. Die Funktion ist aktuell über die ChatGPT-Webanwendung zugänglich und soll in den kommenden Wochen auch für mobile und Desktop-Anwendungen ausgerollt werden.
In der Zukunft soll Deep Research auch in der Lage sein, sich mit spezialisierteren Datenquellen zu verbinden, darunter abonnementbasierte oder interne Ressourcen, um die Ergebnisse noch robuster und personalisierter zu gestalten. Die Kombination von Deep Research für asynchrone Online-Untersuchungen und zukünftigen "Operator"-Agenten, die reale Aktionen ausführen können, soll ChatGPT befähigen, immer anspruchsvollere Aufgaben zu übernehmen.
Diese Entwicklungen unterstreichen OpenAIs Bestreben, KI-Technologien kontinuierlich zu verbessern und sie zu einem unverzichtbaren Partner für Unternehmen und Fachleute zu machen, die präzise, umfassende und effiziente Informationsbeschaffung benötigen.
Es ist wichtig, Deep Research von anderen Suchfunktionen zu unterscheiden. Im Gegensatz zu einer schnellen ChatGPT-Sitzung, die sofortige Antworten liefert, führt Deep Research mehrstufige Untersuchungen durch, analysiert und synthetisiert Informationen aus Hunderten von Online-Quellen und erstellt strukturierte Berichte. Während GPT-4o für Echtzeit- und multimodale Konversationen optimiert ist, zielt Deep Research auf die Tiefe und Detailgenauigkeit bei komplexen, domänenspezifischen Anfragen ab.
Das aktualisierte Deep Research Tool mit GPT-5.2 bietet Unternehmen ein leistungsstarkes Instrument zur Effizienzsteigerung in der Informationsbeschaffung. Die Möglichkeit, gezielt auf Websites zu suchen und umfassende, zitierte Berichte zu erhalten, kann die Qualität von Marktanalysen, Forschungsarbeiten und strategischen Planungen erheblich verbessern. Trotz der noch bestehenden Herausforderungen in Bezug auf Halluzinationen und die Unterscheidung von Informationsquellen, markiert diese Entwicklung einen wichtigen Fortschritt in der Nutzung von KI für anspruchsvolle Rechercheaufgaben. Für B2B-Anwender, die auf genaue und detaillierte Informationen angewiesen sind, stellt Deep Research ein vielversprechendes Werkzeug dar, dessen Potenzial sich mit weiterer Entwicklung entfalten wird.
Bibliografie
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