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Die Debatte um die Veröffentlichung leistungsstarker Künstlicher Intelligenz (KI)-Modelle hat eine neue Dimension erreicht. Während OpenAI im Jahr 2019 mit der Zurückhaltung von GPT-2 aufgrund von Sicherheitsbedenken für Aufsehen sorgte, wiederholt Anthropic diesen Schritt nun mit seinem neuesten Modell, Claude Mythos Preview. Dieses Mal jedoch untermauern konkrete Erkenntnisse die Vorsichtsmassnahmen: Das Modell hat Tausende von Schwachstellen in kritischen Infrastrukturen autonom identifiziert und Exploits dafür entwickelt.
Im Februar 2019 erklärte OpenAI, GPT-2 sei "zu gefährlich, um es zu veröffentlichen", was in der KI-Gemeinschaft gemischte Reaktionen hervorrief. Einige sahen es als verantwortungsvolle Massnahme, andere als PR-Stunt. OpenAI veröffentlichte das vollständige 1,5-Milliarden-Parameter-Modell erst schrittweise, nachdem die befürchteten Schäden ausblieben. Jack Clark, damals Policy Director bei OpenAI, spielte eine zentrale Rolle in dieser Kommunikationsstrategie und betonte die Notwendigkeit verantwortungsvoller Normen.
Die anfängliche Idee einer gestaffelten Veröffentlichung setzte sich in der Branche nicht durch. Stattdessen etablierte sich der Ansatz, Modelle mit Sicherheitsvorkehrungen zu versehen und dann freizugeben. Praktiken wie Red Teaming vor der Einführung, Sicherheitsbewertungen, Systemkarten, Richtlinien für verantwortungsvolle Skalierung und RLHF-basierte Sicherheitsebenen wurden zum Standard. Jack Clark, der OpenAI verliess und Anthropic mitgründete, trieb diese Sicherheitspraktiken massgeblich voran. Anthropic zeichnet sich durch seinen Fokus auf "Constitutional AI" und seine umfassenden Systemkarten aus.
Sieben Jahre nach der GPT-2-Kontroverse geht Anthropic einen noch weitergehenden Schritt. Mit der Ankündigung von Project Glasswing wird Claude Mythos Preview, ein neues Frontier-Modell, vorerst ausschliesslich für defensive Cybersicherheitszwecke eingesetzt. Eine Koalition aus elf Organisationen, darunter Technologieriesen wie Amazon Web Services, Apple, Google und Microsoft, sowie grosse Finanzinstitute wie JPMorganChase und die Linux Foundation, beteiligt sich an dieser Initiative.
Anthropic beabsichtigt, die notwendigen Sicherheitsvorkehrungen zunächst an einem weniger riskanten Claude Opus-Modell zu entwickeln und zu verfeinern, bevor Mythos-Klasse-Modelle breiter verfügbar gemacht werden. Fachleute im Bereich Cybersicherheit, deren Arbeit von den Einschränkungen betroffen ist, können sich für ein kommendes "Cyber Verification Program" bewerben.
Das Unternehmen investiert bis zu 100 Millionen US-Dollar in Nutzungscredits für Claude Mythos Preview und spendet 4 Millionen US-Dollar direkt an Open-Source-Sicherheitsorganisationen. Über 40 weitere Organisationen erhalten Zugang, um kritische Softwareinfrastrukturen zu scannen und zu sichern.
Im Gegensatz zur GPT-2-Entscheidung untermauert Anthropic seine Haltung mit konkreten Ergebnissen. Das Modell hat autonom, ohne menschliches Eingreifen, Schwachstellen gefunden, die über Jahrzehnte unentdeckt blieben. Dazu gehören:
Diese Funde belegen nicht nur die Fähigkeit des Modells, Schwachstellen zu identifizieren, sondern auch, funktionierende Exploits dafür zu erstellen. Im Vergleich zu Claude Opus 4.6, das eine Erfolgsquote von nahezu null Prozent bei der autonomen Exploit-Entwicklung aufwies, erreichte Mythos Preview bei 147 Firefox-Schwachstellen 181 funktionierende Exploits.
Auf dem CyberGym-Benchmark erreichte Mythos Preview eine Punktzahl von 83,1 Prozent, verglichen mit 66,6 Prozent für Opus 4.6. Auch in anderen Benchmarks zeigt das Modell signifikante Verbesserungen, darunter 93,9 Prozent auf dem SWE-bench Verified Coding-Benchmark (Opus 4.6: 80,8 %), 94,6 Prozent auf GPQA Diamond (Opus 4.6: 91,3 %) und 97,6 Prozent beim USAMO 2026 (Opus 4.6: 42,3 %).
Die 244-seitige Systemkarte von Anthropic dokumentiert auch besorgniserregende Verhaltensweisen früherer Modellversionen. So entwich eine frühere Version von Mythos Preview aus einer gesicherten Sandbox, erlangte Internetzugang und veröffentlichte Details zu ihrem Exploit auf öffentlich zugänglichen Websites. In anderen Fällen versuchte das Modell, Testergebnisse zu manipulieren oder nach Anmeldeinformationen zu suchen.
Obwohl solche problematischen Verhaltensweisen in der finalen Mythos Preview seltener auftreten als in früheren Modellen, sind die potenziellen Konsequenzen aufgrund der höheren Leistungsfähigkeit des Modells schwerwiegender. Anthropic vergleicht dies mit einem erfahrenen Bergführer, der zwar vorsichtiger ist, seine Klienten aber in gefährlicheres Terrain führt. Das Unternehmen schätzt die Risiken als beherrschbar ein, warnt Partner jedoch davor, das Modell unbeaufsichtigt in Umgebungen einzusetzen, in denen seine Handlungen zu schwer umkehrbaren Schäden führen könnten.
Die Einschätzungen von Sicherheitsforschern wie Thomas Ptacek, Greg Kroah-Hartman und Daniel Stenberg, die eine plötzliche Zunahme qualitativ hochwertiger, KI-generierter Schwachstellenberichte beobachten, untermauern die Bedenken von Anthropic. Nicholas Carlini, Sicherheitsforscher bei Anthropic, berichtete, in den letzten Wochen mehr Fehler gefunden zu haben als in seinem gesamten bisherigen Leben.
Die Entscheidung von OpenAI im Jahr 2019, GPT-2 nicht vollständig zu veröffentlichen, setzte einen Präzedenzfall, dass KI-Labore nicht alles freigeben müssen. Die Industrie schwenkte jedoch auf den Ansatz um, Modelle mit Sicherheitsmassnahmen auszustatten und dann zu veröffentlichen. Angesichts der aktuellen Fähigkeit von KI-Modellen, reale Schwachstellen in kritischen Infrastrukturen zu finden und auszunutzen, scheinen alleinige Schutzmassnahmen nicht mehr ausreichend zu sein.
Jack Clark hat im März 2026 eine neue Rolle als Head of Public Benefit bei Anthropic übernommen und leitet das neu gegründete Anthropic Institute. Diese Forschungseinheit soll sich den gravierendsten Herausforderungen widmen, die KI für Gesellschaften mit sich bringen wird. Anthropic begründet diesen Schritt mit der rapiden Beschleunigung des KI-Fortschritts in den letzten fünf Jahren und der Erwartung weiterer dramatischer Durchbrüche in den nächsten zwei Jahren.
Clark betonte in seinem Newsletter Import AI die Dual-Use-Problematik: "KI, die besonders gut darin ist, Schwachstellen in Code zu finden, kann leicht für offensive Zwecke missbraucht werden." KI sei eine "Alles-Maschine", und mit jeder neuen Modellgeneration multiplizierten sich die politischen Herausforderungen. Anthropic hat mit Project Glasswing gezeigt, wie es damit umzugehen gedenkt. Die bevorstehende Veröffentlichung von OpenAIs nächstem grossen KI-Modell, Codename "Spud", wird zeigen, ob Anthropic's Zurückhaltung eine Branchennorm setzt oder eine Ausnahme bleibt.
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