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In der Welt der künstlichen Intelligenz und insbesondere im Bereich des maschinellen Sehens und der multimodalen Systeme ist die effiziente und semantisch sinnvolle Repräsentation von Bildern eine zentrale Herausforderung. Moderne Ansätze zur Bildverarbeitung basieren häufig auf der Umwandlung von Bildern in diskrete Token-Sequenzen, die von Transformer-Architekturen verarbeitet werden können. Bisher konzentrierten sich viele dieser Tokenisierungsverfahren jedoch primär auf die Rekonstruktion und Kompression von Bilddaten, was oft zu Token führte, die lokale Texturen statt objektbasierter semantischer Strukturen abbildeten. Eine neue Forschungsarbeit, die unter dem Titel „Communication-Inspired Tokenization for Structured Image Representations“ veröffentlicht wurde, stellt hier einen innovativen Ansatz vor: COMiT (COMmunication-inspired Tokenization).
Die Umwandlung von hochdimensionalen Bilddaten in diskrete Token ist ein entscheidender Schritt für viele KI-Anwendungen, von der Bildgenerierung bis zum visuellen Verstehen. Diese Token dienen als Schnittstelle für Transformer-Modelle und ermöglichen skalierbares Training sowie eine vereinheitlichte Verarbeitung visueller und textueller Eingaben. Die Qualität dieser Token hat direkten Einfluss auf die Leistungsfähigkeit nachfolgender Aufgaben. Traditionelle diskrete Encoder wie VQ-VAE oder VQ-GAN repräsentieren Bilder typischerweise als zweidimensionale Token-Raster. Ihr Training ist hauptsächlich auf die Rekonstruktion unter Kompressionsbedingungen ausgelegt. Dies führt dazu, dass die gelernten Token oft eher lokale Textur- und Patch-Statistiken erfassen, anstatt objektbezogene semantische Informationen zu strukturieren. Dies limitiert ihre Interpretierbarkeit und Nützlichkeit für anspruchsvollere Bildverständnisaufgaben.
Neuere Entwicklungen haben das Interesse an eindimensionalen diskreten Engpässen wiederbelebt, da diese besser zum sequenziellen Format von Transformer-Modellen passen. Auch wenn diese Ansätze eine verbesserte semantische Organisation der Token-Sequenzen ermöglichen, bleiben sie oft auf Kompromisse bei der Kompression optimiert. Dies kann dazu führen, dass semantische Informationen über die Token hinweg verstrickt und schlecht lokalisiert sind, was die Leistung bei Aufgaben beeinträchtigt, die eine kompositionelle, objektzentrierte Struktur erfordern.
COMiT ist von der inkrementellen und kompositionellen Natur der menschlichen Kommunikation inspiriert. Wenn Menschen eine Szene beschreiben, die mehrere Objekte enthält, konzentrieren sie sich typischerweise auf eine Region nach der anderen und integrieren sequenziell relevante Informationen in ihre Nachricht. Dieser inkrementelle Prozess ermöglicht es dem Zuhörer, jede Beobachtung in ein kohärentes mentales Modell der Szene zu integrieren und gleichzeitig die Unsicherheit schrittweise zu reduzieren. Bei begrenzter Kommunikationsbandbreite priorisieren Beschreibungen zudem natürlich übergeordnete Entitäten und deren Beziehungen gegenüber feinkörnigen Details, was zu einer grob-zu-feinen Hierarchie führt.
COMiT überträgt diese Prinzipien auf die Bildtokenisierung. Es konstruiert eine latente Nachricht innerhalb eines festen Token-Budgets, indem es iterativ lokalisierte Bildausschnitte beobachtet und seine diskrete Repräsentation rekurrent aktualisiert. Bei jedem Schritt integriert das Modell neue visuelle Informationen, während es die bestehende Token-Sequenz verfeinert und neu organisiert. Nach mehreren Encoding-Iterationen dient die finale Nachricht als kompakte Repräsentation der Szene, die ein Flow-Matching-Decoder zur Rekonstruktion des vollständigen Bildes nutzt. Sowohl das Encoding als auch das Decoding werden innerhalb eines einzigen Transformer-Modells implementiert und End-to-End trainiert, wobei eine Kombination aus Flow-Matching-Rekonstruktion und semantischer Repräsentationsausrichtung zum Einsatz kommt.
Die Forscher haben COMiT anhand einer Reihe von Benchmarks evaluiert, die nicht nur den semantischen Inhalt, sondern auch die Kompositionsgeneralisierung und das relationale Denken untersuchen. Diese Benchmarks umfassen:
Die Ergebnisse zeigen, dass COMiT bestehende eindimensionale diskrete Bildencoder in semantischen Aufgaben signifikant übertrifft. Qualitative Analysen verdeutlichen zudem, wie das Modell seine latente Nachricht über die Encoding-Schritte hinweg progressiv verfeinert. Ablationsstudien zur Aufmerksamkeitsorganisation offenbaren die Rolle der aufmerksamen Tokenisierung bei der Entstehung einer kompositionellen Struktur der Token-Sequenzen, die mit bedeutungsvollen Regionen der Szene übereinstimmt.
Die semantische Repräsentationsausrichtung (SREPA) trägt maßgeblich zur Leistung des Tokenizers bei. Durch die Destillation von Merkmalen aus vortrainierten selbstüberwachten Vision-Modellen wird eine semantische Verankerung der Token erreicht. Experimente zeigen, dass die Entfernung von SREPA zu einem erheblichen Leistungsabfall führt.
Die aufmerksame sequentielle Tokenisierung, die den iterativen Prozess der Informationsintegration aus lokalen Bildausschnitten umfasst, ist ebenfalls von entscheidender Bedeutung. Modelle, die mit diesem Bias trainiert wurden, produzieren besser strukturierte latente Nachrichten und Aufmerksamkeitskarten, die eng an Objekten ausgerichtet sind. Dies deutet darauf hin, dass die Tokenisierungs-Pipeline entscheidend für die Strukturierung der Nachrichten ist, während die Destillation die Semantik sicherstellt.
COMiT bietet Flexibilität bei der Inferenz durch verschiedene Cropping-Strategien. Ein einzelner globaler Bildausschnitt liefert eine wettbewerbsfähige Durchschnittsleistung bei geringsten Testzeitkosten. Das Hinzufügen lokaler Ausschnitte kann jedoch bescheidene Gewinne bei der Kompositionsgeneralisierung und den Inter-Objekt-Beziehungen erzielen, was darauf hindeutet, dass die lokale Verarbeitung bestimmten Benchmarks zugutekommen kann. Diese Anpassungsfähigkeit ermöglicht eine maßgeschneiderte Anwendung je nach Aufgabenstellung.
Für Unternehmen, die im Bereich der KI-gestützten Bild- und Multimodalverarbeitung tätig sind, bietet COMiT potenzielle Vorteile:
Die Forschung betont, dass COMiT ein vielversprechendes Interface für multimodale Architekturen darstellt, insbesondere in Szenarien, in denen objektzentriertes Denken und kompositionelles Verständnis kritisch sind. Zukünftige Arbeiten könnten die Anwendung von COMiT auf Videos ausweiten, um temporale Redundanz und Langzeitstrukturen in diskreten Repräsentationen zu nutzen.
COMiT stellt einen bedeutenden Fortschritt in der Bildtokenisierung dar, indem es sich von reiner Rekonstruktion löst und einen kommunikationsinspirierten, iterativen Ansatz verfolgt, der semantisch strukturierte visuelle Repräsentationen fördert. Die Fähigkeit, interpretierbare, objektzentrierte Token zu generieren und gleichzeitig die Kompositionsgeneralisierung und das relationale Denken zu verbessern, eröffnet neue Möglichkeiten für die Entwicklung leistungsfähigerer und flexiblerer KI-Anwendungen im visuellen Bereich. Unternehmen, die an der Spitze dieser technologischen Entwicklungen stehen möchten, sollten die Potenziale von Ansätzen wie COMiT genau prüfen.
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