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Die Fähigkeit von KI-Systemen, die Welt zu verstehen und in ihr zu agieren, ist ein zentrales Forschungsfeld in der Künstlichen Intelligenz. Insbesondere die Modellierung von Videos, die die dynamischen Aspekte unserer Realität widerspiegeln, stellt eine signifikante Herausforderung dar. Aktionsgesteuerte Weltmodelle sind dabei von besonderem Interesse, da sie es ermöglichen, zukünftige Zustände auf der Grundlage von ausgeführten Aktionen vorherzusagen. Dies ist essenziell für Anwendungen in der Robotik, autonomen Systemen und der Simulation. Ein grundlegendes Hindernis bei der Skalierung solcher Modelle ist jedoch der Mangel an umfangreichen Datensätzen mit explizit annotierten Aktionen. Die manuelle Beschriftung von Aktionen in Videos ist zeitaufwendig und kostenintensiv, was die Entwicklung und Generalisierbarkeit dieser Modelle begrenzt.
Um die Abhängigkeit von expliziten Aktionsbeschriftungen zu reduzieren, hat sich das latente Aktionslernen als vielversprechender Ansatz etabliert. Hierbei versuchen Modelle, Kontrollschnittstellen direkt aus unbeschriftetem Videomaterial zu extrahieren. Der Kerngedanke ist, dass die Aktionen, auch wenn sie nicht explizit benannt sind, implizit in den visuellen Veränderungen der Videosequenzen enthalten sein müssen. Durch das Erlernen dieser latenten Aktionsrepräsentationen können Systeme prinzipiell lernen, komplexe Interaktionen in Videos zu steuern und zu simulieren.
Trotz dieser vielversprechenden Prämisse stossen bestehende Methoden des latenten Aktionslernens auf erhebliche Schwierigkeiten. Ein zentrales Problem ist die mangelnde Übertragbarkeit der erlernten latenten Aktionen über verschiedene Kontexte hinweg. Oft verflechten sich szenenspezifische Merkmale mit den Aktionsrepräsentationen, was dazu führt, dass ein in einem bestimmten Szenario erlerntes Handlungsmuster in einem anderen Kontext nicht korrekt interpretiert oder angewendet werden kann. Zudem fehlt es diesen latenten Aktionsräumen häufig an einem gemeinsamen Koordinatensystem, was den Vergleich und die Integration von Aktionen über verschiedene Videos hinweg erschwert. Dies ist darauf zurückzuführen, dass standardmäßige Lernziele primär innerhalb einzelner Videoclips operieren und keine Mechanismen zur Verfügung stellen, um die Semantik von Aktionen über diverse Kontexte hinweg auszurichten.
Die Forschungsgruppe um Yuxin Jiang, Yuchao Gu, Ivor W. Tsang und Mike Zheng Shou hat mit „Olaf-World: Orienting Latent Actions for Video World Modeling“ einen neuen Ansatz vorgestellt, der diese Limitationen adressiert. Der Kern der Innovation liegt in der Erkenntnis, dass, obwohl Aktionen selbst unbeobachtet bleiben mögen, ihre semantischen Effekte beobachtbar sind und als gemeinsame Referenzpunkte dienen können. Diese Beobachtung bildet die Grundlage für die Entwicklung eines robusteren und übertragbareren latenten Aktionsraums.
Das Team hat ein neues Lernziel namens SeqΔ-REPA (Sequence-level Control-Effect Alignment) eingeführt. Dieses Objektiv zielt darauf ab, die integrierte latente Aktion an temporalen Merkmalsunterschieden zu verankern, die von einem eingefrorenen, selbstüberwachten Video-Encoder stammen. Die Idee ist, dass die Auswirkungen einer Aktion auf die visuelle Szene über die Zeit hinweg konsistente Veränderungen hervorrufen, die unabhängig vom spezifischen Kontext sind. Indem das Modell lernt, diese konsistenten Effekte mit den latenten Aktionen zu verknüpfen, kann ein allgemeineres Verständnis von Aktionen entwickelt werden.
Aufbauend auf dem SeqΔ-REPA-Objektiv präsentiert Olaf-World eine umfassende Pipeline zum Vortrainieren aktionskonditionierter Video-Weltmodelle. Diese Pipeline nutzt großskaliges passives Videomaterial, das keine expliziten Aktionsbeschriftungen erfordert. Durch die Anwendung des SeqΔ-REPA-Ansatzes innerhalb dieser Pipeline ist Olaf-World in der Lage, einen strukturierten latenten Aktionsraum zu erlernen. Dieser Raum ist so konzipiert, dass er die semantischen Beziehungen zwischen Aktionen über verschiedene Szenarien hinweg beibehält, was die Übertragbarkeit und Anpassungsfähigkeit der Modelle verbessert.
Umfangreiche Experimente, die von den Forschern durchgeführt wurden, demonstrieren die Wirksamkeit des Olaf-World-Ansatzes. Die Ergebnisse zeigen, dass die Methode einen deutlich strukturierteren latenten Aktionsraum erlernt als vergleichbare Baselines. Dies führt zu zwei wesentlichen Verbesserungen:
- Stärkerer Zero-Shot-Aktionstransfer: Modelle, die mit Olaf-World trainiert wurden, zeigen eine verbesserte Fähigkeit, in neuen, ungesehenen Kontexten und bei unbekannten Aktionen zu generalisieren, ohne dass zusätzliche Trainingsdaten erforderlich sind. Dies ist ein entscheidender Schritt in Richtung robusterer und flexiblerer KI-Systeme. - Dateneffizientere Anpassung: Die Anpassung an neue Kontrollschnittstellen oder spezifische Aufgaben ist mit Olaf-World wesentlich dateneffizienter. Das bedeutet, dass weniger annotierte Daten für das Fine-Tuning benötigt werden, was die Entwicklungskosten und den Zeitaufwand erheblich reduziert.Diese Ergebnisse unterstreichen das Potenzial von Olaf-World, die Skalierung aktionsgesteuerter Weltmodelle voranzutreiben und die Entwicklung von KI-Systemen zu unterstützen, die in der Lage sind, komplexe Aufgaben in dynamischen und vielfältigen Umgebungen zu meistern. Die Fähigkeit, aus unbeschrifteten Videos zu lernen und diese Erkenntnisse effizient auf neue Szenarien zu übertragen, ist ein wichtiger Fortschritt für die gesamte Branche.
Die Arbeit an Olaf-World stellt einen wichtigen Beitrag zur Forschung im Bereich der Video-Weltmodellierung und des latenten Aktionslernens dar. Die Überwindung der Abhängigkeit von expliziten Aktionsbeschriftungen und die Verbesserung der Übertragbarkeit latenter Aktionen eröffnen neue Möglichkeiten für die Entwicklung intelligenter Systeme. Zukünftige Forschungsarbeiten könnten sich auf die weitere Verfeinerung des SeqΔ-REPA-Objektivs konzentrieren, um noch feinere und umfassendere Aktionsrepräsentationen zu ermöglichen. Des Weiteren könnte die Integration von Olaf-World in End-to-End-Lernarchitekturen für komplexe Robotik- oder Simulationsaufgaben weiter erforscht werden, um die praktischen Anwendungen dieser Technologie zu erweitern. Die dateneffiziente Anpassung, die durch Olaf-World ermöglicht wird, ist von besonderem Interesse für B2B-Anwendungen, bei denen die Beschaffung großer, annotierter Datensätze oft eine Hürde darstellt.
Bibliography: - Jiang, Y., Gu, Y., Tsang, I. W., & Shou, M. Z. (2026). Olaf-World: Orienting Latent Actions for Video World Modeling. arXiv preprint arXiv:2602.10104. - Garrido, Q., Nagarajan, T., Terver, B., Ballas, N., LeCun, Y., & Rabbat, M. (2026). Learning Latent Action World Models In The Wild. arXiv preprint arXiv:2601.05230. - Arcuschin, I. (2026). Computer Science | Cool Papers - Immersive Paper Discovery. papers.cool. - Hugging Face Papers. (2026). Olaf-World: Orienting Latent Actions for Video World Modeling. huggingface.co/papers/2602.10104. - AI Paper Slop. (2026). Learning Latent Action World Models In The Wild (Jan 2026). YouTube. - ArXiv Intelligence. (2026). Learning Latent Action World Models In The Wild. arxivai.iip.com.ua/paper/TGVhcm5pbmclMjBMYXRl. - Zhang, J., Jiang, M., Dai, N., Lu, T., Uzunoglu, A., Zhang, S., ... & Chen, J. (2025). World-in-World: World Models in a Closed-Loop World. arXiv preprint arXiv:2510.18135. - arXiv. (2026). Computer Vision and Pattern Recognition. arxiv.org/list/cs.CV/recent.Lernen Sie in nur 30 Minuten kennen, wie Ihr Team mit KI mehr erreichen kann – live und persönlich.
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