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Neue Funktionen von Claude: Erweiterte Computerinteraktion in Cowork und Code

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March 24, 2026

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    Das Wichtigste in Kürze

    • Anthropic hat die "Computer Use"-Funktion für Claude in Cowork und Code erweitert.
    • Claude kann nun auf einem macOS-Computer agieren, wie es ein Mensch tun würde, inklusive Dateiverwaltung, Browser-Nutzung und Entwickler-Tools.
    • Die Funktion ist primär für Abonnenten von Claude Pro und Max in der macOS-Desktop-App verfügbar; Windows-Unterstützung ist geplant.
    • Claude bevorzugt bei Aufgaben zunächst direkte "Connectors" zu Diensten wie Gmail oder Slack. Nur wenn diese nicht verfügbar sind, wird die "Computer Use"-Funktion aktiviert.
    • Sicherheitsbedenken und Risiken, wie das Potenzial für Prompt Injections und die Sichtbarkeit sensibler Daten durch Screenshots, werden von Anthropic adressiert und erfordern Vorsicht seitens der Anwender.
    • Ähnliche agentische Fähigkeiten werden auch von anderen Anbietern wie OpenAI (Operator, ChatGPT Agent), Microsoft (Copilot Actions) und Google (Gemini) entwickelt.

    Erweiterte Interaktionsmöglichkeiten: "Computer Use" für Claude in Cowork und Code

    Anthropic, ein führendes Unternehmen im Bereich der Künstlichen Intelligenz, hat kürzlich eine signifikante Erweiterung seiner KI-Chatbot-Fähigkeiten bekannt gegeben: Die Funktion "Computer Use" ist nun auch für die Modi Cowork und Code verfügbar. Dies bedeutet, dass der KI-Chatbot Claude in der Lage ist, auf einem Computer ähnlich wie ein menschlicher Nutzer zu agieren, Dokumente zu öffnen, den Webbrowser zu bedienen und Entwickler-Tools zu nutzen. Diese Entwicklung markiert einen weiteren Schritt in Richtung autonomer KI-Agenten, die komplexe Aufgaben direkt auf der Benutzeroberfläche ausführen können.

    Funktionsweise und Verfügbarkeit

    Die "Computer Use"-Funktion ist nicht vollständig neu, sondern eine Erweiterung bestehender Fähigkeiten des regulären Chatbots. Sie ermöglicht Claude, den Bildschirm eines Nutzers zu "sehen" – durch die Erstellung von Screenshots, die das KI-Modell dann verarbeitet – und darauf basierend Aktionen durchzuführen. Dazu gehören das Klicken, Tippen, Scrollen und Navigieren zwischen Anwendungen.

    Zum aktuellen Zeitpunkt ist diese erweiterte Funktionalität primär für Nutzer mit einem Claude Pro- oder Max-Abonnement zugänglich. Eine weitere Einschränkung besteht darin, dass die "Computer Use"-Funktion in Cowork und Code zunächst ausschließlich in der macOS-Desktop-App von Claude zur Verfügung steht. Eine Version für Windows soll jedoch folgen. Anthropic bezeichnet diese Einführung als "early research preview", ein Hinweis auf den experimentellen Charakter und die fortlaufende Entwicklung der Technologie.

    Priorisierung von Connectors und Browser-Nutzung

    Bevor Claude auf die umfassende "Computer Use"-Funktion zurückgreift, versucht der Chatbot, sogenannte Connectors zu nutzen. Hierbei handelt es sich um direkte Schnittstellen zu anderen Diensten wie Gmail, Google Drive oder Slack. Diese direkten Verbindungen ermöglichen eine schnellere und präzisere Ausführung von Aufgaben. Ein Beispiel hierfür ist das Versenden einer Nachricht über einen Slack-Connector, was nur wenige Sekunden in Anspruch nimmt, während die Nutzung der "Computer Use"-Funktion für dieselbe Aufgabe deutlich länger dauern könnte.

    Sollte kein passender Connector verfügbar sein, kann Claude den Webbrowser bedienen. Aktuellen Informationen zufolge konzentriert sich diese Browser-Interaktion auf Google Chrome. Claude kann dabei alle sichtbaren Elemente auf dem Bildschirm interpretieren und nutzen, um die gestellte Aufgabe zu erfüllen. Vor der Aktivierung der "Computer Use"-Funktion fragt Claude stets nach der notwendigen Berechtigung des Nutzers.

    Vergleich mit anderen KI-Agenten

    Die Entwicklung agentischer Fähigkeiten, die Computer bedienen können, ist ein Trend, der sich über verschiedene KI-Anbieter hinweg beobachten lässt. OpenAI bietet beispielsweise den Operator und den ChatGPT Agent an, welche ebenfalls in der Lage sind, Computeraktionen auszuführen. Microsofts Copilot verfügt über "Actions", die Hintergrundaufgaben erledigen und die Interaktion mit Webseiten oder anderen Anwendungen erfordern können. Auch Google testet seit einiger Zeit die "Computernutzung" durch sein Gemini-Modell.

    Ein wesentlicher Unterschied in Claudes Implementierung, wie von Anthropic dargelegt, ist der "Connector-First"-Ansatz, der präzise Integrationen gegenüber der direkten Bildschirmsteuerung bevorzugt, um Fehler zu reduzieren. Des Weiteren wird die Funktion in Cowork in einer isolierten virtuellen Maschine (VM) ausgeführt, was den Dateizugriff und die App-Nutzung sandboxed und somit sicherer gestaltet. Die Integration mit "Dispatch", die die Zuweisung von Aufgaben vom Mobiltelefon an den Desktop ermöglicht, wird ebenfalls als Alleinstellungsmerkmal hervorgehoben.

    Sicherheitsaspekte und Risikomanagement

    Alle Anbieter von KI-Funktionen, die direkten Zugriff auf den Computer ermöglichen, weisen auf potenzielle Risiken hin. Anthropic betont, dass Claude darauf trainiert ist, riskante Aufgaben und sogenannte "Prompt Injections" zu erkennen. Prompt Injections sind verdeckte Anweisungen, die unbeabsichtigtes Verhalten des Chatbots hervorrufen können. Trotz dieser Trainings kann Claude jedoch nicht alle Angriffsversuche vollständig identifizieren.

    Da die "Computer Use"-Funktion Screenshots erstellt, ist es entscheidend, dass Nutzer auf alle sichtbaren Informationen achten. Anthropic warnt explizit davor, dass Claude keine Aktien- oder Anlagegeschäfte ausführen, keine sensiblen Daten eingeben und keine Bilder von Gesichtern erfassen soll. Darüber hinaus wird empfohlen, keine Bankdaten zur Verfügung zu stellen. Die Cowork-Umgebung, in der "Computer Use" abläuft, verfügt über ein Gedächtnis, was bedeutet, dass einmal mitgeteilte Informationen gespeichert bleiben. Es ist wichtig zu beachten, dass Cowork mit "Computer Use" nicht in einer vollständig abgesicherten Umgebung läuft.

    Angesichts dieser Risiken empfiehlt Anthropic, die Funktion nicht mit hochsensiblen Daten zu verwenden. Komplexe Aufgaben könnten mehrere Anläufe erfordern, und die Bildschirm-Navigation ist langsamer und potenziell fehleranfälliger als direkte API-Integrationen. Die Veröffentlichung als "Research Preview" dient dazu, in realen Anwendungsszenarien zu lernen und die Funktion weiter zu verbessern.

    Ausblick und zukünftige Entwicklungen

    Die Einführung der "Computer Use"-Funktion in Cowork und Code unterstreicht den anhaltenden Trend zur Entwicklung von KI-Agenten, die immer autonomer auf digitalen Umgebungen agieren können. Während die Technologie noch in den Kinderschuhen steckt, eröffnen sich bereits jetzt vielfältige Möglichkeiten für die Automatisierung von Routineaufgaben im professionellen Umfeld. Die kontinuierliche Forschung und Entwicklung in diesem Bereich wird voraussichtlich zu robusteren, sichereren und vielseitigeren KI-Agenten führen, die die Art und Weise, wie wir mit Computern interagieren, nachhaltig verändern könnten.

    Die rasante Innovationsgeschwindigkeit in der KI-Branche erfordert eine fortlaufende Auseinandersetzung mit neuen Tools und deren Implikationen. Für Unternehmen bedeutet dies, die Potenziale dieser Technologien zu evaluieren und gleichzeitig ein Bewusstsein für die damit verbundenen Herausforderungen und Sicherheitsrisiken zu entwickeln.

    Bibliographie

    • Anthropic Offizielle Ankündigung "Put Claude to work on your computer" (23. März 2026)
    • heise online: "Claudes Computer Use kommt in Cowork und Code" von Eva-Maria Weiß (24. März 2026)
    • Engadget: "Claude Code and Cowork can now use your computer" (23. März 2026)
    • Renovate QR Blog: "Claude Can Now Use Your Computer: Computer Use in Cowork & Claude Code Explained" (23. März 2026)
    • Claude Support Artikel: "Let Claude use your computer in Cowork" (Aktualisiert am 23. März 2026)
    • YouTube: "Claude COWORK Clearly Explained (& how to use it for beginners)" von Eliot Prince (16. Februar 2026)
    • agenturmarkt.de: "Claude Cowork: Wenn KI deinen Computer fernsteuert – Was das Tool kann" von Trustmarkt GmbH (10. Februar 2026)

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