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Neue Erkenntnisse zur Energieeffizienz von ChatGPT und deren Auswirkungen auf frühere Schätzungen
Der Energiebedarf von ChatGPT: Neue Erkenntnisse relativieren frühere Schätzungen
Der Energieverbrauch von großen Sprachmodellen wie ChatGPT war in der Vergangenheit Gegenstand zahlreicher Diskussionen. Eine viel zitierte Studie aus dem Jahr 2023 kam zu dem Schluss, dass eine einzelne Anfrage an ChatGPT drei Wattstunden Strom benötigt – zehnmal mehr als eine Google-Suche. Neuere Untersuchungen deuten jedoch darauf hin, dass diese Zahlen überholt sein könnten.
Das Forschungsinstitut Epoch AI, spezialisiert auf Künstliche Intelligenz, hat die Energieeffizienz von ChatGPT erneut untersucht und kommt zu deutlich niedrigeren Werten. Laut ihrer Studie liegt der Stromverbrauch pro Anfrage bei nur 0,3 Wattstunden. Dieser Wert entspricht in etwa dem fünfminütigen Betrieb eines handelsüblichen Laptops und ist somit deutlich geringer als die zuvor angenommenen drei Wattstunden.
Effizientere Modelle und Hardware als Gründe für den geringeren Verbrauch
Epoch AI führt die Diskrepanz zu den früheren Ergebnissen auf mehrere Faktoren zurück. Zum einen seien die aktuellen Modelle und die verwendete Hardware deutlich effizienter geworden. Zum anderen hätten frühere Studien den Bedarf an sogenannten Token, den Informationseinheiten, die von Large Language Models verarbeitet werden, zu hoch angesetzt.
Für ihre Untersuchung verwendete Epoch AI das weit verbreitete Modell GPT-4o. Das Institut räumt jedoch ein, dass andere, weniger gebräuchliche Versionen wie o1 oder o3-mini einen höheren Energiebedarf haben können.
Variabler Stromverbrauch je nach Nutzungsintensität
Der tatsächliche Energieverbrauch von ChatGPT hängt stark von der Art der Nutzung ab. Die von Epoch AI ermittelten 0,3 Wattstunden beziehen sich auf eine durchschnittliche Anfrage. Bei komplexeren Anfragen mit umfangreicherem Input kann der Verbrauch auf bis zu 2,5 Wattstunden steigen.
Als absolutes Maximum gibt Epoch AI einen Wert von 40 Kilowattstunden für eine einzelne Anfrage an. Dies entspricht dem doppelten Stromverbrauch eines durchschnittlichen US-amerikanischen Haushalts innerhalb einer Minute. Solche Extremwerte treten jedoch nur in seltenen Fällen auf.
Ausblick: Optimierungspotenzial und zukünftige Entwicklungen
Die neuen Erkenntnisse von Epoch AI zeigen, dass die Energieeffizienz von großen Sprachmodellen wie ChatGPT stetig verbessert wird. Durch die Weiterentwicklung der zugrundeliegenden Technologie und die Optimierung der Hardware ist in Zukunft mit einem weiteren Rückgang des Energieverbrauchs zu rechnen. Dennoch bleibt der Energiebedarf von KI-Systemen ein wichtiger Aspekt, der im Zuge der fortschreitenden Digitalisierung weiterhin Beachtung erfordert.
Bibliographie: - https://t3n.de/news/wasser-strom-verbrauch-chatgpt-1647812/ - https://www.threads.net/@t3n_magazin/post/DF-4lYguki6 - https://www.facebook.com/100064654845221/posts/1048673100631175/ - https://t3n.de/tag/chat-gpt/ - https://t3n.de/news/ki-chatgpt-wasser-verbrauch-1546732/ - https://t3n.de/ - https://praxistipps.chip.de/chatgpt-das-ist-der-typische-stromverbrauch_184503 - https://www.bayern-innovativ.de/detail/stromfresser-ki-so-viel-soll-chat-gpt-gebraucht-habenWeitere News-Artikel
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