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Die Interaktion zwischen Mensch und Computer hat in den letzten Jahren bedeutende Fortschritte gemacht, insbesondere durch die Entwicklung von omni-modalen Dialogmodellen. Diese Modelle sind in der Lage, multimodale Eingaben zu verstehen und sprachliche Antworten zu synthetisieren. Eine bisherige Limitation dieser Systeme war jedoch das Fehlen einer visuellen Präsenz – die generierten Antworten blieben oft rein akustisch und textbasiert, ohne eine entsprechende visuelle Darstellung des Sprechers. Eine aktuelle Forschungsarbeit stellt hierzu eine innovative Lösung vor: Ex-Omni-2D.
Traditionelle omni-modale Dialogmodelle haben sich darauf konzentriert, gesprochene Antworten aus multimodalen Eingaben zu generieren. Während dies einen großen Schritt in Richtung natürlicherer Interaktion darstellt, fehlte es diesen Systemen an der Fähigkeit, eine kohärente visuelle Reaktion zu erzeugen. Dies ist jedoch entscheidend für eine wirklich immersive und ausdrucksstarke Kommunikation, da nonverbale Hinweise und Gesichtsausdrücke einen wesentlichen Bestandteil menschlicher Interaktion bilden.
Das Ex-Omni-2D Framework adressiert diese Lücke, indem es eine koordinierte Antwort aus Text, personalisierter Sprachausgabe und referenzkonditioniertem Video generiert. Das Modell nimmt multimodale Anfragen, Referenzbilder und Referenz-Audiodateien entgegen und verarbeitet diese, um eine umfassende und visuell ansprechende Antwort zu liefern.
Ein zentrales Element von Ex-Omni-2D ist der sogenannte "Visual Thought Plan" (VTP). Dieser strukturierte Plan beschreibt die beabsichtigte Szene, Emotionen und Bewegungen, die in der visuellen Antwort dargestellt werden sollen. Der VTP wird von einem Large Language Model (LLM) generiert und dient als Brücke zwischen der semantischen Bedeutung der Dialogantwort und ihrer visuellen Umsetzung. Nach dem VTP werden der Antworttext und native Multi-Codebook-Spracheinheiten generiert.
Die generierten Spracheinheiten bilden eine gemeinsame akustisch-zeitliche Schnittstelle. Sie werden in Sprache dekodiert und online mit Videoframes abgeglichen. Diese Schnittstelle ermöglicht es, die Antwort- und Avatar-Pfade aus heterogenen Sprach-, Dialog- und Avatar-Video-Daten zu lernen, wodurch die Notwendigkeit einer groß angelegten Query-Text-Sprach-Video-Supervision entfällt.
Die Erzeugung hochwertiger Videos in Echtzeit stellt eine erhebliche technische Herausforderung dar. Ex-Omni-2D löst dies durch einen zweistufigen Ansatz:
Ein innovativer "Prefix Streaming"-Mechanismus des Studenten-Modells sorgt dafür, dass ein "sauberes" Latent über aufeinanderfolgende Videosegmente hinweg übertragen wird. Dies minimiert die kumulative Verschlechterung der Qualität in späteren Abschnitten der Videosequenz, ein häufiges Problem bei inkrementeller Videogenerierung.
Das vollständige vier-GPU-Pipeline-System von Ex-Omni-2D erreicht bei einer vierstufigen Inferenz eine End-to-End-Echtzeitfähigkeit (RTF) von 1.293 bei einer Auflösung von 400x720/720x400. Dieser Wert deutet auf einen praktikablen Kompromiss zwischen der Qualität der generierten Inhalte und der Effizienz des Systems hin, was es für reale Anwendungen relevant macht.
Die Fähigkeiten von Ex-Omni-2D eröffnen neue Möglichkeiten für B2B-Anwendungen im Bereich der künstlichen Intelligenz. Unternehmen, die auf interaktive Kommunikation und personalisierte Kundenerlebnisse setzen, könnten von dieser Technologie profitieren.
Die Fähigkeit, visuelle Absichten zu planen und in synchronisierte Text-, Sprach- und Videoantworten umzusetzen, stellt einen signifikanten Fortschritt in der Entwicklung von omni-modalen Dialogmodellen dar. Ex-Omni-2D bietet eine vielversprechende Grundlage für zukünftige Anwendungen, die eine noch immersivere und menschlichere Interaktion mit künstlicher Intelligenz ermöglichen.
Die kontinuierliche Forschung in Bereichen wie dem "Visual Thought Plan" und effizienten Streaming-Video-Generatoren wird die Leistungsfähigkeit und Anwendbarkeit dieser Modelle weiter verbessern. Es bleibt abzuwarten, wie sich diese Technologien in den kommenden Jahren in verschiedenen Branchen etablieren und welche neuen Interaktionsformen sie ermöglichen werden.
Die Entwicklung von Ex-Omni-2D markiert einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg zu wirklich ausdrucksstarken und omni-modalen Dialogsystemen, die nicht nur hören und sprechen, sondern auch visuell präsent sein können. Dies eröffnet spannende Perspektiven für die Zukunft der Mensch-Maschine-Interaktion.
Bibliography: - Haoyu Zhang, Zhipeng Li, Xiaoying Tang, Tianshu Yu, Yiwen Guo. Ex-Omni-2D: Expressive Omni-Modal Dialogue Models with Native Visual Presence. arXiv preprint arXiv:2608.10720, 2026. - Project Page: https://logo-cuhksz.github.io/Ex-Omni-2D/ - GitHub Repository: https://github.com/LOGO-CUHKSZ/Ex-Omni-2D-Code - HyperAI: https://hyper.ai/en/papers/2608.10720Lernen Sie in nur 30 Minuten kennen, wie Ihr Team mit KI mehr erreichen kann – live und persönlich.
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