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Die Entwicklung von künstlicher Intelligenz schreitet mit grossen Schritten voran, und ein zentrales Forschungsfeld ist die Schaffung von "Agenten", die in der Lage sind, zu planen, zu argumentieren und dynamisch externe Werkzeuge einzusetzen. Insbesondere im Bereich des visuellen Denkens standen frühere Ansätze oft vor Herausforderungen, die durch vordefinierte Arbeitsabläufe und statische Werkzeugsätze begrenzt waren. Eine neue Entwicklung in diesem Bereich ist PyVision-RL, ein von Shitian Zhao und seinem Team vorgestelltes Framework, das darauf abzielt, diese Einschränkungen zu überwinden und die Fähigkeiten von multimodalen Agentenmodellen zu erweitern.
Ein wiederkehrendes Problem beim Training von agentenbasierten multimodalen Modellen mittels Reinforcement Learning (RL) ist der sogenannte "Interaction Collapse". Hierbei lernen die Modelle im Laufe des Trainings, den Einsatz von Werkzeugen und mehrstufiges Denken zu minimieren. Dies führt dazu, dass die Modelle kurze, nicht-interaktive Verhaltensweisen bevorzugen, was die Vorteile agentischen Verhaltens untergräbt und die Skalierbarkeit und Effektivität multimodaler Agenten, insbesondere bei komplexen Aufgaben des visuellen Verständnisses wie der Bild- und Videoverarbeitung, einschränkt.
PyVision-RL wurde entwickelt, um dieses Problem zu adressieren. Es handelt sich um ein Reinforcement Learning Framework für Open-Weight Multimodale Modelle, das darauf abzielt, das Training zu stabilisieren und die Interaktion aufrechtzuerhalten. Das Framework integriert zwei wesentliche Innovationen:
Diese Mechanismen arbeiten zusammen, um sicherzustellen, dass die Modelle nicht nur Werkzeuge nutzen, sondern auch lernen, diese effektiv über mehrere Schritte hinweg einzusetzen, was für komplexe visuelle Aufgaben unerlässlich ist.
Basierend auf einer vereinheitlichten Trainingspipeline wurden zwei spezialisierte Modelle entwickelt:
Ein Kernaspekt von PyVision ist die Nutzung von Python als primäre Schnittstelle für die dynamische Werkzeuggenerierung. Im Gegensatz zu Ansätzen, die auf vordefinierte, statische Werkzeugsätze angewiesen sind, ermöglicht PyVision den Modellen, ausführbaren Python-Code in Echtzeit zu generieren, auszuführen und zu verfeinern. Dies eröffnet eine beispiellose Flexibilität und Interpretierbarkeit bei der Problemlösung. Das Framework nutzt das reiche Ökosystem von Python-Bibliotheken wie OpenCV, Pillow, NumPy, Pandas, Scikit-learn und Scikit-image, um eine Vielzahl von Aufgaben zu bewältigen.
Die Interaktion erfolgt in einem iterativen Zyklus: Das multimodale grosse Sprachmodell (MLLM) generiert eine natürliche Sprachbegründung und einen Code-Block. Dieser Code wird in einer isolierten Python-Laufzeitumgebung ausgeführt, und die Ergebnisse – ob textuell, visuell oder beides – werden an den Kontext des MLLM zurückgespeist. Dieser iterative Prozess ermöglicht es dem Modell, seine Argumentation über mehrere Schritte hinweg zu aktualisieren und zu verfeinern, bis eine endgültige Antwort generiert wird.
Experimente haben gezeigt, dass PyVision-RL eine starke Leistung und verbesserte Effizienz bietet. Die Fähigkeit zur "sustained interaction" und "on-demand visual processing" ist entscheidend für skalierbare multimodale Agenten. Die dynamische Werkzeuggenerierung ermöglicht es den Modellen, ihre Strategie an die spezifischen Anforderungen jeder Aufgabe und Domäne anzupassen.
Die Ergebnisse auf verschiedenen Benchmarks, darunter MathVista, MathVision-mini, MMMU, VisualPuzzles, VLMsAreBlind-mini und V*, zeigen konsistente Leistungsverbesserungen. Beispielsweise konnte PyVision-GPT-4.1 eine Steigerung von +7.8% auf V* und PyVision-Claude-4.0-Sonnet eine beeindruckende Verbesserung von +31.1% auf VLMsAreBlind-mini erzielen. Diese Verbesserungen sind nicht nur auf die Fähigkeit der Modelle zurückzuführen, Werkzeuge zu nutzen, sondern auch darauf, neue zu "erfinden" und so ein agentischeres visuelles Denken zu fördern.
Die Forscher haben eine Taxonomie der von PyVision generierten Werkzeuge erstellt, die in vier Hauptkategorien unterteilt werden kann:
Diese Taxonomie verdeutlicht die Vielseitigkeit und Anpassungsfähigkeit von PyVision an unterschiedliche Aufgabenstellungen und Domänen. Im medizinischen Bildbereich werden beispielsweise häufig kontrastverstärkende Werkzeuge eingesetzt, während im Bereich der Fernerkundung Segmentierungswerkzeuge dominieren.
PyVision-RL stellt einen wichtigen Schritt in der Entwicklung agentenbasierter multimodaler KI-Systeme dar. Durch die Überwindung des "Interaction Collapse" und die Ermöglichung dynamischer Werkzeuggenerierung bietet das Framework eine flexible, sichere und leistungsstarke Plattform für komplexes visuelles Denken. Die Fähigkeit, Python als universelles Werkzeug zu nutzen, erlaubt es den Modellen, sich dynamisch an neue Herausforderungen anzupassen und so das Potenzial multimodaler Agenten in einer Vielzahl von Anwendungen voll auszuschöpfen.
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