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Neue Ansätze für Vision-Language-Action-Modelle in der Robotik

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February 24, 2026

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    Das Wichtigste in Kürze

    • Vision-Language-Action-Modelle (VLAs) sind entscheidend für die Weiterentwicklung der Robotik, da sie visuelle Wahrnehmung, Sprachverständnis und Aktionsausführung integrieren.
    • Das VLA-Modell VLANeXt erzielt überlegene Leistungen in Benchmark-Aufgaben und zeigt eine starke Generalisierungsfähigkeit in realen Anwendungen.
    • Die Forschung identifiziert zwölf Schlüsselbefunde zu den wichtigsten Designentscheidungen für den Bau robuster VLA-Modelle, aufgeteilt in grundlegende Komponenten, Wahrnehmung und Aktionsmodellierung.
    • Insbesondere tiefergehende Fusionsarchitekturen und diffusionsbasierte Decoder tragen signifikant zur Leistung und Robustheit von VLA-Modellen bei.
    • Die Standardisierung von Trainingsprotokollen und Bewertungsmetriken ist entscheidend, um den Fortschritt in diesem fragmentierten Forschungsfeld zu strukturieren und vergleichbar zu machen.
    • Die Verfügbarkeit von Open-Source-Codebasen und vortrainierten Modellen fördert die Reproduzierbarkeit und die Weiterentwicklung durch die Forschungsgemeinschaft.

    VLANeXt: Neue Ansätze für robuste Vision-Language-Action-Modelle in der Robotik

    Die Integration von visueller Wahrnehmung, Sprachverständnis und Aktionsausführung ist ein zentrales Forschungsfeld in der modernen Robotik und der Künstlichen Intelligenz. Vision-Language-Action-Modelle (VLAs) stellen hierbei eine vielversprechende Entwicklung dar, die darauf abzielt, Robotern eine umfassendere Interaktion mit ihrer Umgebung zu ermöglichen. Eine aktuelle Veröffentlichung von Xiao-Ming Wu et al. mit dem Titel "VLANeXt: Recipes for Building Strong VLA Models" beleuchtet systematisch die Designprinzipien und Optimierungsstrategien für diese Modelle. Die Studie, die auf arXiv unter der Nummer 2602.18532 veröffentlicht wurde, analysiert die Herausforderungen und Potenziale im VLA-Designraum und präsentiert mit VLANeXt ein Modell, das in Benchmark-Tests und realen Szenarien überzeugende Ergebnisse liefert.

    Die Herausforderung im VLA-Designraum

    Die Entwicklung von VLAs hat in den letzten Jahren, nicht zuletzt durch den Aufstieg großer Foundation Models, erheblich an Dynamik gewonnen. Diese Modelle versprechen eine verbesserte visuelle und sprachliche Verständnisfähigkeit für allgemeine Aufgaben des Policy Learnings in der Robotik. Jedoch ist die aktuelle Landschaft der VLA-Forschung noch stark fragmentiert. Unterschiedliche Trainingsprotokolle und Evaluations-Setups erschweren es, die entscheidenden Designentscheidungen zu identifizieren, die wirklich zur Leistungsfähigkeit eines Modells beitragen. Die Autoren von VLANeXt haben sich daher zum Ziel gesetzt, eine strukturierte Analyse des VLA-Designraums zu schaffen, um diese Lücke zu schließen.

    Systematische Analyse und zwölf Schlüsselbefunde

    Ausgehend von einer einfachen VLA-Baseline, die Modellen wie RT-2 und OpenVLA ähnelt, zerlegen die Forscher den Designraum systematisch entlang dreier Dimensionen:

    • Grundlegende Komponenten: Hierzu gehören die Auswahl und Konfiguration von Vision- und Sprach-Encodern sowie die Art der Aktions-Decoder.
    • Wahrnehmungswesentliches: Dies umfasst Aspekte der Datenverarbeitung und -repräsentation, die für die visuelle Wahrnehmung entscheidend sind.
    • Aktionsmodellierungsperspektiven: Hier werden verschiedene Ansätze zur Modellierung und Generierung von Roboteraktionen untersucht.

    Aus dieser umfassenden Untersuchung destillieren die Autoren zwölf Schlüsselbefunde. Diese Befunde bilden ein praktisches "Rezeptbuch" für den Bau robuster VLA-Modelle. Sie liefern konkrete Erkenntnisse darüber, welche architektonischen Entscheidungen, Datenstrategien und Trainingsmethoden die besten Ergebnisse liefern.

    VLANeXt: Ein einfaches, aber effektives Modell

    Das Ergebnis dieser Explorationsreise ist VLANeXt, ein Modell, das sich durch seine Einfachheit und Effektivität auszeichnet. VLANeXt übertrifft frühere State-of-the-Art-Methoden auf den Benchmarks LIBERO und LIBERO-plus. Darüber hinaus zeigt es eine starke Generalisierungsfähigkeit in realen Experimenten, was seine Praxistauglichkeit unterstreicht. Die Leistungssteigerung wird auf die systematische Anwendung der identifizierten Designprinzipien zurückgeführt.

    Architektonische Trends und quantitative Meta-Analyse

    Die Studie identifiziert drei dominante Fusionsarchitekturen in VLA-Modellen:

    • Early Fusion: Visuelle und sprachliche Eingaben werden frühzeitig in einem gemeinsamen multimodalen Encoder kombiniert.
    • Late Fusion: Visuelle, sprachliche und Roboterzustands-Signale werden unabhängig voneinander kodiert und später durch eine hochrangige semantische Integrationsschicht oder ein LLM/VLM zusammengeführt.
    • Hierarchical Fusion: Die Fusion erfolgt über mehrere Abstraktionsebenen hinweg, was eine iterative Interaktion zwischen Wahrnehmung, Sprachverständnis und Steuerung ermöglicht.

    Eine quantitative Meta-Analyse der Architektur-Leistungsbeziehungen zeigt, dass insbesondere diffusionsbasierte Aktions-Decoder den größten positiven Beitrag zum Erfolg leisten. Diese Decoder ermöglichen eine reibungslose und feedback-bewusste Stichprobenentnahme, was die Korrektur während Greif- und Ausrichtungsaufgaben erheblich verbessert. Auch hierarchische Fusionsstrategien erweisen sich als sehr wirkungsvoll, da sie die semantische Verankerung über die gesamte Steuerkette hinweg verbessern, was zu einer besseren Fehlerbehebung und Stabilität über längere Zeiträume führt. Die Skalierung von Vision- und Sprach-Encodern trägt ebenfalls positiv bei, wenn auch in geringerem Maße. Dies deutet darauf hin, dass die reine Vergrößerung der Wahrnehmungs- oder Sprachkapazität allein nicht ausreicht, um schwache Fusions- oder Aktionsmodelle zu kompensieren.

    Unified Benchmarking und Zukünftige Herausforderungen

    Um die Bewertung multimodaler Fusion in Robotersystemen zu vereinheitlichen, wurde der Vision Language Action Fusion Evaluation Benchmark (VLA-FEB) eingeführt. Dieser standardisierte Ansatz misst die Qualität, Effizienz und Übertragbarkeit von Fusionsprozessen anhand von vier komplementären Dimensionen:

    • Cross-Modal Alignment Score (CMAS): Quantifiziert die Konsistenz der Ausrichtung von visuellen und sprachlichen Einbettungen während der Aufgabenausführung.
    • Fusion Energy Index (FEI): Annähert die theoretische Fusionsenergie durch messbare informationstheoretische Größen, die die Effektivität der multimodalen Integration bei der Reduzierung der Unsicherheit in der Roboter-Policy-Distribution widerspiegelt.
    • Real-to-Sim Transfer Efficiency (R2S): Misst die Genauigkeit der simulierten Vortraining für den Einsatz in der realen Welt.
    • Generalization Index (GI): Bewertet die Stabilität eines Modells bei unbekannten Aufgaben.

    Die Ergebnisse des VLA-FEB zeigen, dass hierarchische und diffusionsbasierte Modelle wie DexGraspVLA, GR00T-N1 und Pi-0 die Early- und Late-Fusion-Baselines durchweg übertreffen. Dies bestätigt, dass eine tiefere multimodale Integration und probabilistische Policy-Decoder gemeinsam die Generalisierung, Robustheit und den Sim-to-Real-Transfer verbessern.

    Open-Source-Initiative und zukünftige Entwicklungen

    Ein wichtiger Aspekt der VLANeXt-Veröffentlichung ist die Ankündigung einer vereinheitlichten, benutzerfreundlichen Codebasis. Diese soll der Community als gemeinsame Plattform dienen, um die Forschungsergebnisse zu reproduzieren, den Designraum weiter zu erforschen und neue VLA-Varianten auf einer gemeinsamen Grundlage aufzubauen. Diese Open-Source-Strategie ist entscheidend, um den Fortschritt in einem so dynamischen und komplexen Feld wie der VLA-Forschung zu beschleunigen.

    Zukünftige Forschungsrichtungen konzentrieren sich auf die Überwindung bestehender Limitationen, insbesondere in Bezug auf die Physikgenauigkeit von Simulationen, die visuelle Realitätstreue, die Verfügbarkeit von sprachbasierten APIs und die Unterstützung von Multi-Roboter-Szenarien. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung von Agentic VLA Robotics, bei denen Modelle nicht nur reaktiv Aufgaben ausführen, sondern proaktiv Ziele formulieren, Aufgaben zerlegen und Fähigkeiten autonom auswählen können. Dies beinhaltet die Integration von Gedächtnissystemen, symbolischem Denken und Multi-Agenten-Koordination, um eine langfristige Autonomie zu ermöglichen.

    Fazit

    Die Arbeit an VLANeXt bietet eine umfassende Analyse und ein praktisches Framework für die Entwicklung robuster Vision-Language-Action-Modelle. Die identifizierten zwölf Schlüsselbefunde und die daraus resultierende Modellarchitektur liefern wertvolle Erkenntnisse für die Forschung und Entwicklung in der Robotik. Die Betonung von Open-Source und einer vereinheitlichten Codebasis verspricht, die Zusammenarbeit und den Fortschritt in diesem spannenden Bereich weiter zu fördern. VLAs sind auf dem Weg, die Art und Weise, wie Roboter mit ihrer Umgebung interagieren und komplexe Aufgaben ausführen, grundlegend zu verändern.

    Bibliography: - Wu, Xiao-Ming et al. "VLANeXt: Recipes for Building Strong VLA Models." arXiv preprint arXiv:2602.18532 (2026). - "VLANeXt: Recipes for Building Strong VLA Models." Project Page, dravenalg.github.io/VLANeXt/. - "Daily Papers." Hugging Face, huggingface.co/papers/date/2026-02-24. - "Daily Papers' Post." LinkedIn, www.linkedin.com/posts/daily-papers-ab213b360_the-vision-language-action-vla-research-activity-7432036116452503552-p_c0. - "Multimodal fusion with vision-language-action models for robotic manipulation: A systematic review." ScienceDirect, www.sciencedirect.com/science/article/pii/S1566253525011248. - "OpenVLA: An open-source vision-language-action model for robotic manipulation." GitHub, github.com/openvla/openvla. - "Fine-Tuning Vision-Language-Action Models: Optimizing Speed and Success." Robotics: Science and Systems, roboticsconference.org/program/papers/17/.

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