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Die Debatte um die digitale Souveränität Europas hat in den letzten Monaten an Dringlichkeit gewonnen. Deutsche Informatik-Experten äußern zunehmend Bedenken hinsichtlich der Abhängigkeit von US-Technologien und fordern eine strategische Neuausrichtung der europäischen IT-Beschaffungspolitik. Diese Forderungen, die sich vor dem Hintergrund der US-amerikanischen Nationalen Sicherheitsstrategie 2025 (NSS 2025) artikulieren, zielen darauf ab, Europa vor einer potenziellen "digitalen Kolonisierung" zu bewahren.
Die Nationale Sicherheitsstrategie 2025 der USA wird von deutschen Experten als ein Dokument interpretiert, das offen das Ziel verfolgt, "monopoly positions for U.S. technologies" zu schaffen und strategische Abhängigkeiten Europas zu vertiefen. Diese Einschätzung, die unter anderem von der Gesellschaft für Informatik (GI) geteilt wird, hebt hervor, dass die US-Strategie europäische digitale Infrastrukturen explizit als "national-security assets" betrachtet und Europa in der strategischen Prioritätenliste herabstuft. Die GI warnt davor, dass dies eine direkte Bedrohung für Europas demokratischen Diskurs darstellt, da die Kontrolle über Algorithmen und Informationsflüsse in den Händen US-amerikanischer Konzerne die demokratische Meinungsbildung beeinflussen könnte.
Die Situation wird durch geopolitische Entwicklungen, wie die Diskussion um die "Grönland-Krise" und damit verbundene Drohungen mit Strafzöllen, weiter zugespitzt. Diese Ereignisse verdeutlichen aus Sicht der Experten die Notwendigkeit für Europa, mit wirtschaftlicher und regulatorischer Macht zu reagieren, um seine Handlungsfähigkeit und sein Wertesystem zu verteidigen.
Die Gesellschaft für Informatik hat einen konkreten Fünf-Punkte-Plan zur Stärkung der digitalen Souveränität Europas vorgelegt. Dieser Plan sieht vor allem eine grundlegende Neuausrichtung der öffentlichen IT-Beschaffung vor, die als wirksamster Hebel für digitale Selbstverteidigung betrachtet wird. Der öffentliche Beschaffungsmarkt der EU hat ein jährliches Volumen von über zwei Billionen Euro, was seine Bedeutung als strategisches Instrument unterstreicht.
Die Kernforderungen des Plans umfassen:
Trotz der klaren Forderungen und des politischen Willens zur Stärkung der digitalen Souveränität gibt es erhebliche Herausforderungen. Claudia Plattner, Chefin des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), betonte im Sommer 2025, dass Deutschland seine digitalen Systeme und Daten bis auf Weiteres nicht ohne Input aus dem außereuropäischen Ausland nutzen könne. Sie wies darauf hin, dass einige große US-Firmen einen technologischen Vorsprung von zehn Jahren hätten, was Investitionen anbelangt. Behörden und Unternehmen in Deutschland seien an vielen Stellen technologisch abhängig, und es sei unrealistisch anzunehmen, dies kurzfristig selbst bewerkstelligen zu können.
Als kurzfristige Maßnahme schlägt das BSI vor, "möglichst viele Kontrollmechanismen einzubauen". Eine Kooperation mit Googles Cloud-Tochter, die auf "Datensouveränität" abzielt, sollte beispielsweise einen unkontrollierten Datenabfluss verhindern und eine externe Steuerung überwachen. Diese Kooperation stieß jedoch auf Kritik der Gesellschaft für Informatik, die darin ein zusätzliches Erpressungspotenzial für die US-Regierung sah, insbesondere im Hinblick auf den US CLOUD Act, der US-Behörden Zugriff auf bei US-Firmen gespeicherte Daten – auch auf europäischen Servern – ermöglicht.
Gleichwohl gibt es Bestrebungen und Initiativen, die auf eine größere digitale Autonomie hinarbeiten. Österreich beispielsweise hat Schritte unternommen, um seine Abhängigkeit von Microsoft zu reduzieren, indem das Bundesheer von Microsoft Office 365 auf LibreOffice umstieg und das Wirtschaftsministerium auf Nextcloud migriert. Auch in Berlin gibt es Überlegungen, in der Verwaltung verstärkt auf Open-Source-Lösungen zu setzen.
Die EU-Kommission hat zudem eine Sondierung für eine Open-Source-Initiative gestartet, um eine Strategie für europäische offene digitale Ökosysteme zu entwickeln. Ziel ist es, die Nutzung, Entwicklung und Weiterverwendung offener digitaler Inhalte innerhalb der Kommission zu stärken und Open-Source-Technologien als Beitrag zur technologischen Souveränität, Sicherheit und Wettbewerbsfähigkeit der EU anzuerkennen.
Die Diskussion um digitale Souveränität in Europa ist somit vielschichtig. Während Experten einen dringenden Handlungsbedarf sehen und konkrete Maßnahmen vorschlagen, weisen andere auf die Komplexität und die bestehenden Abhängigkeiten hin. Die kommenden Jahre werden zeigen, wie Europa diesen Spagat meistern und seine digitale Zukunft gestalten wird.
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