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Ein umfassender Leitfaden zum Profiling mit torch.profiler in PyTorch

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May 29, 2026

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Inhaltsverzeichnis

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    Das Wichtigste in Kürze

    • Der torch.profiler ist ein essenzielles Werkzeug zur Leistungsanalyse und Fehlerbehebung in PyTorch-Modellen.
    • Er ermöglicht die Identifizierung von Zeit- und Speicherengpässen auf CPU- und GPU-Ebene.
    • Die Analyse umfasst sowohl eine statistische Übersicht (Profiler-Tabelle) als auch eine zeitliche Darstellung der Ausführung (Profiler-Trace).
    • Wichtige Metriken sind die "Self CPU/CUDA"-Zeit (reine Operationszeit) und die "Total CPU/CUDA"-Zeit (Operationszeit inklusive Kind-Operationen).
    • Engpässe können durch die Auswertung von CPU-GPU-Synchronisationsverzögerungen, ineffiziente Kernel-Aufrufe und Speicherauslastung identifiziert werden.
    • torch.compile kann zur Optimierung von PyTorch-Code durch Graphenerfassung und -optimierung eingesetzt werden, wobei Profiling essenziell ist, um die Effektivität zu überprüfen.
    • Ein Verständnis der Architektur des Profilers und der Interpretation seiner Ausgaben ist entscheidend für die Leistungsoptimierung.

    Einführung in das PyTorch Profiling mit torch.profiler

    Als Senior Specialist Journalist und Analyst für Mindverse ist es unsere Aufgabe, komplexe technologische Entwicklungen präzise und handlungsorientiert für unsere B2B-Zielgruppe aufzubereiten. Eine der zentralen Herausforderungen in der Entwicklung und Optimierung von Machine-Learning-Modellen, insbesondere im Bereich Deep Learning mit Frameworks wie PyTorch, ist die Leistungsanalyse. Das Verständnis, wo Rechenzeit und Speicherressourcen tatsächlich verbraucht werden, ist entscheidend für die Effizienzsteigerung. Hier kommt der torch.profiler ins Spiel – ein leistungsstarkes Werkzeug, das detaillierte Einblicke in die Ausführung von PyTorch-Operationen bietet. Dieser Artikel bietet Ihnen einen umfassenden Leitfaden für den Einstieg in die Welt des PyTorch Profilings mit torch.profiler. Wir werden die grundlegenden Konzepte erläutern, die Interpretation der Profiling-Ergebnisse schulen und aufzeigen, wie diese Erkenntnisse in konkrete Optimierungsmaßnahmen umgesetzt werden können. Unser Fokus liegt dabei auf einer neutralen und analytischen Darstellung, die Ihnen klare Handlungsempfehlungen für Ihre eigenen Projekte liefert.

    Die Bedeutung des Profilings in der KI-Entwicklung

    Die Leistungsfähigkeit von Deep-Learning-Modellen ist oft direkt an die Effizienz ihrer Implementierung gekoppelt. Selbst kleine Ineffizienzen können sich bei großen Modellen oder umfangreichen Trainingsläufen erheblich auf die benötigte Zeit und die Kosten auswirken. Der torch.profiler ermöglicht es, diese "unsichtbaren" Engpässe zu identifizieren, die sich nicht allein aus Verlustkurven oder der allgemeinen GPU-Auslastung ableiten lassen. Dazu gehören:
    • Ineffizienzen auf Kernel-Ebene
    • Synchronisationsverzögerungen zwischen CPU und GPU
    • Engpässe im DataLoader
    • Overhead bei der Speicherallokation
    • Möglichkeiten zur Operator-Fusion
    Ein tiefgehendes Verständnis dieser Aspekte ist unerlässlich, um Modelle nicht nur funktionsfähig, sondern auch performant zu gestalten.

    Grundlagen des torch.profiler

    Der torch.profiler ist ein integriertes API-Modul in PyTorch. Es ermöglicht die Erfassung von Zeit- und Speicherinformationen für verschiedene PyTorch-Operationen. Die Ergebnisse können sowohl in tabellarischer Form als auch als JSON-Trace-Datei ausgegeben werden, die eine visuelle Analyse in Tools wie TensorBoard oder Perfetto ermöglicht.

    Definitionen für ein besseres Verständnis

    Um die folgenden Ausführungen optimal zu verstehen, möchten wir zwei zentrale Begriffe vorab definieren:
    • Ein GPU-Kernel ist ein Programm, das parallel auf vielen Threads der GPU ausgeführt wird. PyTorch-Operationen werden automatisch in einen oder mehrere solcher Kernel übersetzt.
    • Die CPU ist für die Planung und den Start dieser Kernel verantwortlich.
    Diese Unterscheidung ist fundamental für das Verständnis der Interaktionen und potenziellen Engpässe.

    Erste Schritte mit dem Profiler: Ein einfaches Beispiel

    Wir beginnen mit einer grundlegenden Operation, die in neuronalen Netzen häufig vorkommt: einer Matrixmultiplikation gefolgt von einer Bias-Addition. Diese Operation bildet die Basis für das Verständnis komplexerer Modelle und deren Profiling. def fn(x, w, b): return torch.add(torch.matmul(x, w), b) Diese Funktion bildet ab, wie Gewichte und Biases in einem Neuron interagieren, und wird uns später beim Verständnis der Kompilierung helfen.

    Implementierung des Profilings

    Das Profiling dieser Funktion umfasst folgende Schritte:
    1. Code-Vorbereitung: Die zu profilierende Funktion (hier fn) muss definiert sein.
    2. Annotation: Optional, aber empfohlen, ist die Verwendung von profiler.record_function("label"), um spezifische Codeblöcke zu kennzeichnen. Dies erleichtert die Navigation in den Traces.
      def step():
        with torch.profiler.record_function("matmul_add"):
          return fn(x, w, b)
      
    3. Kontextmanager: Der Profiling-Code wird in einen torch.profiler.profile-Kontextmanager eingebettet. Hier werden auch die zu erfassenden Aktivitäten (z.B. CPU, CUDA) und der Zeitplan (schedule) festgelegt.
        with torch.profiler.profile(
          activities=[
              torch.profiler.ProfilerActivity.CPU,
              torch.profiler.ProfilerActivity.CUDA,
          ],
        ) as prof:
          # Es wird empfohlen, Ereignisse mehrfach auszuführen, um die GPUs aufzuwärmen.
          for _ in range(5):
            step()
            prof.step()
      
    4. Ergebnisausgabe: Nach der Ausführung können die Profiling-Ergebnisse in einer Tabelle (prof.key_averages().table()) oder als Chrome-Trace-Datei (prof.export_chrome_trace(trace_path)) exportiert werden.
    Der Profiler erzeugt zwei Hauptartefakte:
    • Die Profiler-Tabelle: Eine statistische Zusammenfassung, die Aufschluss darüber gibt, welche Operationen die meiste Zeit in Anspruch nehmen. Sie hilft bei der Identifizierung von Hotspots.
    • Der Profiler-Trace: Eine zeitliche Darstellung der Ausführung, die zeigt, wann und warum eine Operation stattgefunden hat. Sie visualisiert Aktivitäten auf CPU und GPU und hilft, Verzögerungen und Überlappungen zu erkennen.

    Analyse der Profiler-Tabelle: Erste Erkenntnisse

    Wir führen ein erstes Profiling mit kleinen Matrizen der Größe 64x64 durch. uv run 01_matmul_add.py --size 64 Die resultierende Profiler-Tabelle (siehe Abbildung 1 im Originalartikel) zeigt eine detaillierte Aufschlüsselung der Ereignisse. Wichtige Spalten sind "Name" (Operation), "Self CPU %", "Self CPU", "Self CUDA %", "Self CUDA" und "# of Calls".

    "Self CPU/CUDA" vs. "CPU/CUDA total"

    Ein wichtiger Unterschied besteht zwischen "Self"- und "Total"-Zeiten. "Self"-Spalten messen die Zeit, die ausschließlich innerhalb der Operation selbst verbracht wird, ohne deren Kind-Operationen. "Total"-Spalten umfassen die Zeit der Operation und aller ihrer Kind-Operationen. Dies ist entscheidend, um den tatsächlichen Ursprung eines Zeitverbrauchs zu identifizieren.

    Engpassanalyse bei kleinen Matrizen

    Bei 64x64 Matrizen stellen wir fest:
    Self CPU time total: 2.314ms
    Self CUDA time total: 23.104us
    
    Die CPU-Zeit wird in Millisekunden (ms) und die GPU-Zeit in Mikrosekunden (µs) gemessen. Die GPU-Zeit ist hier weniger als 1% der CPU-Zeit. Dies deutet auf einen Overhead-Bound-Algorithmus hin: Die meiste Zeit wird mit der Vorbereitung und dem Start der Kernel auf der GPU sowie dem Datentransfer verbracht, während die eigentliche GPU-Berechnung sehr schnell erfolgt. Die GPU ist die meiste Zeit untätig.

    Skalierung für verbesserte Effizienz

    Um diesen Overhead zu reduzieren, erhöhen wir die Größe der Matrizen auf 4096x4096. uv run 01_matmul_add.py --size 4096 Die Profiler-Tabelle (siehe Abbildung 2 im Originalartikel) zeigt nun:
    Self CPU time total: 4.908ms
    Self CUDA time total: 4.495ms
    
    Beide Zeiten liegen nun im Millisekundenbereich. Dies bedeutet, dass wir den Algorithmus von "overhead-bound" zu "compute-bound" verschoben haben. Die GPU ist nun der primäre Engpass, was bei rechenintensiven Aufgaben wünschenswert ist.

    Analyse des Profiler-Trace: Zeitliche Einblicke

    Die `.json`-Dateien des Profilers können in Tools wie Perfetto UI visualisiert werden. Der Trace bietet eine zeitliche Ausführungsübersicht mit CPU- und GPU-Spuren.

    Trace-Analyse bei 64x64 Matrizen

    Der Trace (siehe Abbildung 3 im Originalartikel) zeigt:
    • Balkenbreite: Dauer eines Ereignisses.
    • Vertikale Verschachtelung: Aufrufhierarchie.
    • CPU-Spur: Ereignisse auf der CPU.
    • GPU-Spur: Tatsächliche Kernel-Ausführungen.
    • Leere Flächen: Warte- oder Leerlaufzeiten.

    Frage 1: Warum dauert ProfilerStep#2 so lange?

    In Abbildung 5 (Originalartikel) ist ProfileStep#2 deutlich länger als die folgenden Schritte. Eine genauere Betrachtung zeigt eine "Dead Window" von ca. 228 µs zwischen dem Start von record_function("matmul_add") und dem Dispatch von aten::matmul. Dies kann durch Arbeitsbereichsallokationen, cuBLAS-Heuristiken oder verzögertes Laden von Modulen verursacht werden. Um diese einmaligen Overheads nicht zu profilieren, wird ein "Warm-up" durchgeführt. Dies bedeutet, dass die Operationen mehrmals vor dem eigentlichen Profiling ausgeführt werden. uv run 01_matmul_add.py --warmup Nach dem Warm-up (siehe Abbildung 7 im Originalartikel) zeigen alle Profilschritte ähnliche Dauern, da die initialen Overheads nicht mehr erfasst werden.

    Frage 2: Warum gibt es eine Verschiebung von ~2.5 ms zwischen CPU und GPU?

    Abbildung 8 (Originalartikel) zeigt eine Verzögerung von etwa 2.5 ms zwischen der CPU-Einreichung der CUDA-Kernel und deren tatsächlichem Start auf der GPU. Dies ist die Zeit, die die GPU benötigt, um auf die Befehle der CPU zu reagieren. Eine genauere Untersuchung mit schedule(wait=0, warmup=0, active=3, repeat=1) zeigt eine Activity Buffer Request in der GPU-Spur (Abbildung 9 im Originalartikel). Dies deutet darauf hin, dass der Profiler Puffer für die Ereignisaufzeichnung allokiert hat, was zu einer Verzögerung führte. Durch das Profiling über mehr Iterationen (z.B. active=20) kann bestätigt werden, dass diese Lücke nur einmal auftritt und somit ein Profiler-Artefakt ist (Abbildung 11 im Originalartikel).

    Die Ereigniskette

    Abbildung 12 (Originalartikel) visualisiert die verschachtelten CPU-Aufrufe. Die Kette beginnt mit ProfileStep#, gefolgt von der annotierten matmul_add-Operation. Diese wiederum besteht aus aten::matmul und aten::add. Interessanterweise verzweigt aten::matmul zu aten::mm für 2D-Matrizen und zu aten::bmm (batched matrix multiplication) für 3D-Batched-Tensoren (Abbildung 13 im Originalartikel). Dies verdeutlicht die internen Heuristiken von cuBLAS, um den optimalen Kernel auszuwählen.

    Frage 3: Warum hat matmul einen zusätzlichen CUDA-Runtime-Aufruf?

    Bei aten::mm sehen wir zwei CUDA-Runtime-Aufrufe: cudaOccupancyMaxActiveBlocksPerMultiprocessor und cudaLaunchKernel. Bei aten::add hingegen nur cudaLaunchKernel. cudaOccupancyMaxActiveBlocksPerMultiprocessor ist ein Planungsaufruf auf CPU-Seite. Er ermittelt, wie viele Blöcke eines Kernels gleichzeitig auf einem Streaming Multiprocessor (SM) residieren können, basierend auf Kernel-Funktion, Blockgröße und Shared Memory. Dies ist notwendig für Matrixmultiplikationen, da deren Ressourcenbedarf (Register pro Thread, Shared Memory) dynamisch ist und cuBLAS Hunderte von Kernel-Varianten mit heuristikgesteuerten Startpfaden bereitstellt (Abbildung 15 im Originalartikel). Bei der Addition (Abbildung 16 im Originalartikel) ist der Ressourcenbedarf (32 Register, null Shared Memory) trivial, sodass keine solche Abfrage erforderlich ist. Dies dient als schnelle Diagnose: Das Vorhandensein von cudaOccupancyMaxActiveBlocksPerMultiprocessor deutet auf einen "schwergewichtigen, adaptiv gestarteten" Kernel hin, während dessen Fehlen auf einen ressourcenleichten Kernel verweist.

    Frage 4: Warum ist cudaDeviceSynchronize so groß (~1.78 ms)?

    cudaDeviceSynchronize blockiert die CPU, bis alle GPU-Arbeiten auf dem Gerät abgeschlossen sind. Der Profiler sendet diesen Synchronisationsbefehl am Ende des aktiven Fensters, um Ereignisse zu leeren. Eine 1.78 ms lange Synchronisation für nur 26 µs tatsächlicher GPU-Arbeit zeigt, dass der Lauf zu 98 % im Leerlauf war – ein klassisches Symptom eines Overhead-Bound-Systems.

    torch.compile in Aktion

    torch.compile ist ein Feature, das normalen PyTorch-Code durch das Erfassen von Tensor-lastigen Regionen in Graphen, deren Optimierung und die Ausführung von generiertem Code beschleunigt. Der Standard-Backend ist oft TorchInductor. uv run 01_matmul_add.py --size 4096 --warmup --compile Bei kompilierter Ausführung (Abbildung 19 im Originalartikel) erscheinen neue CPU-Zeilen wie Torch-Compiled Region: 0/0, die auf die Verwendung kompilierter Funktionen hinweisen.

    Frage 1: Haben wir die Matmul- und Add-Kernel zu einem verschmolzen?

    Abbildung 20 (Originalartikel) zeigt, dass torch.compile die Operationen in einen einzigen aten::addmm(b, x, w)-Aufruf umgeschrieben hat. Dies ist eine Operator-Fusion auf Graphenebene. Es wurde jedoch kein neuer, fusionierter CUDA-Kernel erstellt; die eigentliche GPU-Arbeit bleibt derselbe cuBLAS-Kernel wie im Eager-Modus. Die "Fusion" findet hier auf Dispatcher-Ebene statt. Es ist wichtig zu verstehen, dass addmm die Berechnung out = α·A·B + β·C durchführt. Der GEMM-Epilog von cuBLAS schreibt in einen Zielpuffer, der bereits den Bias enthalten muss. Daher führt der generierte Code von Inductor:
    • out = copy(C) ← Das ist der DtoD-Memcpy (32 MB, dauert ~33 µs).
    • out = α·(A·B) + β·out ← GEMM mit α=β=1, das den Bias-Add in den Writeback fusioniert.
    Die mathematische Gleichheit bleibt erhalten, aber der Bias-Add ist nicht kostenlos, da ein Memcpy im Voraus und ein etwas teurerer GEMM-Epilog anfallen. Eine wirklich fusionierte Implementierung würde den Memcpy überspringen.

    Frage 2: Geht der CPU-Overhead nach unten?

    Überraschenderweise ist der CPU-Overhead bei kompilierter Ausführung pro Schritt höher als im Eager-Modus. | Schritt | Eager-Dauer (ms) | Kompilierte Dauer (ms) | | :-- | :-- | :-- | | #2 | 0.1 | 0.2 | | #3 | 0.07 | 0.1 | | #4 | 0.07 | 0.1 | Die Kompilierung ist etwa doppelt so teuer auf der CPU pro Schritt. Dies liegt daran, dass jeder Aufruf den vollständigen Dynamo > AOTAutograd > Inductor-Stack durchläuft, zusätzlich zum gleichen aten::addmm-Dispatch. Die Kompilierungspipeline ist für ML-Modelle mit Dutzenden von Operationen konzipiert, bei denen sich der Overhead pro Aufruf amortisiert. Bei einer einzelnen Operation ist dies eine zusätzliche Belastung.

    Zusammenfassung der Trace-Lesepunkte

    Profiler-Tabelle

    • Self CPU time totalSelf CUDA time total (CPU in ms, GPU in µs): Overhead-bound. CPU verbringt mehr Zeit mit Dispatching als GPU mit Berechnen. Erhöhen Sie die Arbeitslast oder fusionieren Sie Aufrufe.
    • Self CPU time totalSelf CUDA time total, beide in ms: Compute-bound. GPU ist der Engpass, was meist wünschenswert ist.
    • Ein Ereignis dominiert CUDA total: Dies ist Ihr Hotspot. Beginnen Sie dort mit der Optimierung.
    • Ein Ereignis hat eine hohe # of Calls: Potenzieller Engpass, auch wenn jeder Aufruf günstig ist. Prüfen Sie, ob es fusioniert oder gebatcht werden kann.
    • CPU totalSelf CPU für eine Zeile: Die meisten Kosten liegen in Kind-Operationen. Untersuchen Sie die verschachtelten Ereignisse.

    CPU-Spur

    • Erster ProfileStep viel breiter als der Rest: Kaltstart-Overhead. Fügen Sie Warm-up-Iterationen hinzu.
    • Große Lücke zwischen record_function("...") Start und dem ersten aten::*: Gleicher Kaltstart-Overhead, aber näher betrachtet.
    • cudaOccupancyMaxActiveBlocksPerMultiprocessor vor cudaLaunchKernel: Schwergewichtiger, adaptiv gestarteter Kernel (GEMM, Conv).
    • cudaLaunchKernel ohne vorherige Occupancy-Abfrage: Elementweiser oder Reduktions-Kernel mit festem, ressourcenleichtem Fußabdruck.
    • Langes cudaDeviceSynchronize am Ende des aktiven Fensters: Profiler leert Ereignisse. Meist ein Symptom eines Overhead-Bound-Systems.
    • cudaMemcpyAsync, das Sie nicht geschrieben haben: Oft eine versteckte Device-to-Device-Kopie, z.B. für addmm.

    GPU-Spur

    • Activity Buffer Request in der GPU-Spur: Profiler allokiert/füllt eigenen Ereignispuffer.
    • Lücke zwischen zwei Kernels in einem Schritt: Wahrscheinlich eine weitere Pufferanfrage mitten in der Ausführung.
    • Derselbe Kernel läuft unterschiedlich schnell in verschiedenen Schritten: GPU-Taktraten, Thermik, Energiemanagement, Treiber-Housekeeping.
    • Kernel benannt wie ampere_bf16_s16816gemm_...: Die tatsächliche cuBLAS-GPU-Arbeit für eine Matmul.
    • Memcpy DtoD unmittelbar vor einem GEMM: Die Bias-Kopie für einen addmm-Epilog.

    Dispatch-Kette

    • ProfileStep#Naten::*aten::mm / aten::bmm / aten::add: Die kanonische verschachtelte Aufrufhierarchie.
    • aten::matmul löst zu aten::mm auf: 2D × 2D Matrixmultiplikation.
    • aten::matmul löst zu aten::bmm auf: Batched Matmul auf 3D+-Tensoren.
    • aten::addmm(b, x, w) statt separatem aten::add + aten::mm: Operator-Fusion auf Dispatcher-Ebene.

    torch.compile

    • Torch-Compiled Region: K/M-Zeile in der CPU-Spur: Sie befinden sich in einer kompilierten Funktion.
    • TorchDynamo Cache Lookup bei jedem Schritt: Dynamo verifiziert, dass Formen/Datentypen/Geräte mit der zwischengespeicherten Kompilierung übereinstimmen.
    • AOTDispatcher Runtime Wrapper Prologue auch ohne Gradienten: AOTAutograds Runtime-Wrapper ist immer im Stack.
    • ## Call CompiledFxGraph mit demselben Hash über Schritte hinweg: Cache-Treffer auf dem generierten Code.
    • CPU-Zeit pro Schritt höher unter torch.compile als eager für eine winzige Operation: Erwartet, da der Dynamo → AOTAutograd → Inductor-Stack ein Overhead ist.

    Fazit

    Die detaillierte Analyse eines einfachen matmul + add-Beispiels mit dem torch.profiler hat uns grundlegende Modelle für die Interpretation von Profiling-Daten vermittelt. Wir haben gelernt, wie man sowohl die statistischen Tabellen als auch die zeitlichen Traces liest, identifiziert Engpässe und versteht die Auswirkungen von Optimierungstechniken wie torch.compile. Dieses Wissen ist nicht nur für die Optimierung kleiner Operationen relevant, sondern lässt sich auch auf komplexere Modelle und Workloads übertragen. In den folgenden Teilen dieser Reihe werden wir die Komplexität schrittweise erhöhen und die Anwendung des Profilers auf größere Bausteine und schließlich auf reale Modelle eingehend betrachten. So können Sie Ihre PyTorch-Modelle effizienter gestalten und neue Leistungspotenziale erschließen. Bibliography: - PyTorch Tutorials (2023). Profiling your PyTorch Module. Available at: https://docs.pytorch.org/tutorials/beginner/profiler.html - PyTorch Tutorials (2023). PyTorch Profiler. Available at: https://docs.pytorch.org/tutorials/recipes/recipes/profiler_recipe.html - pytorch/tutorials (n.d.). beginner_source/profiler.py at main. Available at: https://github.com/pytorch/tutorials/blob/main/beginner_source/profiler.py - Quentin-Anthony (2025). Quentin-Anthony/torch-profiling-tutorial. Available at: https://github.com/Quentin-Anthony/torch-profiling-tutorial?tab=readme-ov-file - PyTorch (n.d.). torch.profiler. Available at: https://docs.pytorch.org/docs/main/profiler.html - mljourney (2026). How to Use torch.profiler to Find Training Bottlenecks. Available at: https://mljourney.com/how-to-use-torch-profiler-to-find-training-bottlenecks/ - PyTorch (n.d.). Introducing PyTorch Profiler – the new and improved performance tool. Available at: https://pytorch.org/blog/introducing-pytorch-profiler-the-new-and-improved-performance-tool/ - PyTorch Tutorials (2023). PyTorch Profiler With TensorBoard. Available at: https://docs.pytorch.org/tutorials/intermediate/tensorboard_profiler_tutorial.html?highlight=tensorboard - Smai, Sabrina (n.d.). What’s New in PyTorch Profiler 1.9?. Available at: https://pytorch.org/blog/pytorch-profiler-1-9-released/ - huggingface.co (2026). Profiling in PyTorch (Part 1): A Beginner's Guide to torch.profiler. Available at: https://huggingface.co/blog/torch-profiler

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