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KI-Innovation aus Exeter zur Erkennung invasiver Asiatischer Hornissen

April 3, 2024
In der Universität Exeter in Devon wurde eine künstliche Intelligenz (KI) entwickelt, um invasive Asiatische Hornissen zu erkennen. Angesichts der steigenden Sichtungen dieser Spezies im Vereinigten Königreich im Jahr 2023, die einen Rekordwert erreichten, stellt dieses System eine wichtige Innovation im Kampf gegen eine Bedrohung dar, die einheimische Bienenpopulationen und die Biodiversität ernsthaft gefährden könnte. Das von den Forschern der Universität geschaffene automatisierte System namens VespAI zieht die Hornissen zu einer Überwachungsstation an und erfasst standardisierte Bilder der Insekten. Die KI von VespAI kann die Spezies mit "fast perfekter Genauigkeit" identifizieren und wurde bereits auf den Kanalinseln getestet. Dr. Thomas O'Shea-Wheller vom Environment and Sustainability Institute auf dem Penryn Campus der Universität in Cornwall betonte, dass das Ziel sei, etwas "kostengünstiges und vielseitiges" zu entwickeln, das sowohl von Regierungen als auch von einzelnen Imkern verwendet werden könne. Die KI basiert auf einem kompakten Prozessor und bleibt inaktiv, bis ihre Sensoren ein Insekt in der Größe einer Hornisse identifizieren. Sobald dies geschieht, aktiviert sich das AI-Algorithmus und analysiert das Bild, um zu bestimmen, ob es sich um eine Asiatische Hornisse (Vespa velutina) oder um eine heimische Europäische Hornisse (Vespa crabro) handelt. Bei einer positiven Erkennung sendet das Monitoringgerät einen Bildalarm an den Benutzer, der die Identifikation bestätigen kann. Asiatische Hornissen sind ein Top-Prädator von Honigbienen und können bis zu 50 Bienen pro Tag töten und fressen, was sie zu einer erheblichen Bedrohung für Bienenstöcke und die Biodiversität macht. Sie haben bereits in weiten Teilen Europas Verwüstung angerichtet und drohen, auch im Vereinigten Königreich Fuß zu fassen, mit Nestern, die in East Sussex, Kent, Devon und Dorset gefunden wurden. Dr. Peter Kennedy, der das System konzipierte, wies darauf hin, dass ein Großteil der eingereichten Berichte falsch identifiziert wurde. VespAI zielt darauf ab, eine wachsame, genaue und automatisierte Überwachungsmöglichkeit zu bieten, um diesem Problem entgegenzuwirken. Ein Vorteil von VespAI ist, dass es keine Nicht-Ziel-Insekten tötet und somit die Umweltauswirkungen des Fangens eliminiert, während gleichzeitig lebende Hornissen gefangen und zurück zum Nest verfolgt werden können, was die einzige effektive Methode zu deren Zerstörung darstellt. Das System wurde während des Projekts in Jersey getestet, einer Region, die aufgrund ihrer Nähe zu Frankreich "hohe Zahlen von Asiatischen Hornissen-Invasionen" aufweist. Dr. O'Shea-Wheller betonte die hohe Genauigkeit von VespAI, die bedeutet, dass das System weder andere Arten fälschlicherweise identifiziert noch Asiatische Hornissen übersieht, die die Station besuchen. Das Forschungsprojekt umfasste Biologen und Datenwissenschaftler vom Environment and Sustainability Institute, Centre for Ecology and Conservation und Institute for Data Science and Artificial Intelligence der Universität Exeter. Diese Entwicklung könnte nicht nur im Vereinigten Königreich, sondern auch in anderen Teilen der Welt, in denen Asiatische Hornissen eine Bedrohung darstellen, einen bedeutenden Beitrag zum Schutz der Bienenpopulationen und der Erhaltung der Artenvielfalt leisten. Quellen: - BBC News: "Devon university develops AI to detect Asian hornets" (https://www.bbc.com/news/uk-england-devon-68717793) - Yahoo News: "Devon university develops AI to detect Asian hornets" (https://www.yahoo.com/news/devon-university-develops-ai-detect-090209244.html) - The Guardian: "Rise in Asian hornet sightings in UK bees" (https://www.theguardian.com/environment/2023/aug/17/rise-asian-hornet-sightings-uk-bees) - Weitere Informationen wurden von der Website der Universität Exeter und den sozialen Medienkanälen entnommen.