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Die Simulation komplexer Systeme, insbesondere solcher mit menschlichem Verhalten, stellt seit Langem eine zentrale Herausforderung in Wissenschaft und Industrie dar. Klassische agentenbasierte Modelle (ABMs) bieten zwar Interpretierbarkeit, tun sich jedoch schwer, reichhaltige individuelle Signale und nicht-stationäre Verhaltensweisen zu integrieren. Auf der anderen Seite ermöglichen Multi-Agenten-Systeme, die auf großen Sprachmodellen (LLMs) basieren, zwar ein ausdrucksstarkes Agenten-Reasoning, sind aber in der Skalierung teuer und oft schlecht für zeitschritt-ausgerichtete Zustandsübergangssimulationen kalibriert.
Ein kürzlich vorgestelltes Framework mit dem Titel "PhysicsAgentABM: Physics-Guided Generative Agent-Based Modeling" adressiert diese Herausforderungen. Es wurde von Kavana Venkatesh, Yinhan He, Jundong Li und Jiaming Cui entwickelt und am 5. Februar 2026 auf arXiv veröffentlicht. Dieser innovative Ansatz zielt darauf ab, die Lücke zwischen der Ausdrucksstärke von LLM-basierten Systemen und der Interpretierbarkeit sowie Effizienz klassischer ABMs zu schließen.
PhysicsAgentABM verlagert die Inferenz auf verhaltensbezogen kohärente Agentencluster. Dies bedeutet, dass nicht jeder einzelne Agent umfassende LLM-Berechnungen durchführt, sondern dass Agenten mit ähnlichen Verhaltensweisen zu Clustern zusammengefasst werden. Innerhalb dieses Frameworks gibt es mehrere Schlüsselkomponenten:
Individuelle Agenten realisieren dann stochastisch Übergänge unter lokalen Beschränkungen, wodurch die Populationsinferenz von der Variabilität auf Entitätsebene entkoppelt wird. Dies führt zu einer effizienteren und skalierbareren Simulation.
Ein weiterer wichtiger Bestandteil von PhysicsAgentABM ist ANCHOR (Agent-driven Clustering Strategy based on Cross-contextual Behavioral Responses). Hierbei handelt es sich um eine LLM-Agenten-gesteuerte Clustering-Strategie, die auf kontextübergreifenden Verhaltensreaktionen basiert. Diese Strategie reduziert die Anzahl der LLM-Aufrufe um das Sechs- bis Achtfache, was die Rechenkosten erheblich senkt und die Skalierbarkeit verbessert.
Experimente in den Bereichen öffentliche Gesundheit, Finanzen und Sozialwissenschaften zeigten durchweg Verbesserungen in der Ereigniszeitgenauigkeit und Kalibrierung gegenüber mechanistischen, neuronalen und LLM-Baselines. Dies deutet darauf hin, dass PhysicsAgentABM einen neuen Paradigmenwechsel für skalierbare und kalibrierte Simulationen mit LLMs einleitet.
Die generative agentenbasierte Modellierung (GABM) ist eine Weiterentwicklung der traditionellen agentenbasierten Modellierung (ABM). Sie nutzt große Sprachmodelle (LLMs), um menschliches Entscheidungsverhalten in sozialen Simulationen realistischer abzubilden. Anstatt vordefinierte Regeln zu verwenden, können GABM-Agenten auf der Grundlage von LLMs "denken" und Entscheidungen treffen, was zu dynamischeren und nuancierteren Simulationen führt.
Generative agentenbasierte Modelle (GABMs) stellen eine innovative Methode dar, komplexe soziale Systeme zu modellieren. Im Gegensatz zu herkömmlichen agentenbasierten Modellen (ABMs), bei denen Agenten vordefinierten Regeln folgen, integrieren GABMs Large Language Models (LLMs), um das Entscheidungsverhalten der Agenten zu steuern. Dies ermöglicht eine flexiblere und realistischere Abbildung menschlicher Interaktionen und Entscheidungen in Simulationen.
Ein GABM besteht im Wesentlichen aus einem mechanistischen Modell der Agenteninteraktionen, das mit einem LLM gekoppelt ist. Jeder Agent kommuniziert mit dem LLM, um Entscheidungen zu treffen. Dieser Ansatz reduziert die Abhängigkeit von Modelliererannahmen über menschliches Entscheidungsverhalten und nutzt stattdessen die umfangreichen Daten in LLMs, um menschliches Verhalten und Entscheidungsfindung zu erfassen.
Ein anschauliches Beispiel für die Anwendung von GABMs ist die Simulation der Diffusion von Normen in einem Büroumfeld. In einem solchen Modell könnten Agenten täglich entscheiden, ob sie ein grünes oder blaues Hemd tragen. Das LLM erhält Informationen über die Persönlichkeit des Agenten, die Hemdfarbe vom Vortag und die Farbverteilung im Büro am Vortag. Basierend auf diesen Informationen "vernunftet" das LLM und trifft eine Entscheidung für den Agenten.
Die Ergebnisse solcher Simulationen zeigen, dass sich Büro-Normen hinsichtlich der Hemdfarbe herausbilden können, die stark von den Anfangsbedingungen abhängen. Interessant ist, dass die Agenten diese Normen annehmen, ohne dass der Modellierer explizite Regeln dafür vorgibt. Dies deutet darauf hin, dass die Entscheidungen der Agenten maßgeblich durch das Verhalten ihrer Kollegen beeinflusst werden.
Die Definition von Personas spielt eine entscheidende Rolle in GABMs. Die Simulationen sind empfindlich gegenüber der Art und Weise, wie Persönlichkeitsmerkmale der Agenten definiert werden. Werden beispielsweise keine Persönlichkeitsinformationen berücksichtigt, kann es schwierig sein, dominante Normen zu beobachten. Um realistische Ergebnisse zu erzielen, ist es daher wichtig, Personas sorgfältig zu definieren und dabei die Verteilung von Merkmalen in der realen Welt zu berücksichtigen.
Auch die Formulierung der Prompts, die an das LLM gesendet werden, beeinflusst die Ergebnisse. Es wurde festgestellt, dass die Reihenfolge der Informationen im Prompt sowie die verwendeten Namen die Entscheidungen der Agenten beeinflussen können. Dies unterstreicht die Notwendigkeit einer Sensitivitätsanalyse der Prompts, um die Robustheit der Modelle zu gewährleisten.
Ein wesentlicher Vorteil von GABMs ist die Möglichkeit, die zugrunde liegende Systemstruktur und die treibenden Feedback-Schleifen aufzudecken. Durch die Analyse der Begründungen, die die generativen Agenten für ihre Entscheidungen liefern, können Modellierer komplexe Wirkmechanismen identifizieren. Im Beispiel der Hemdfarben-Norm könnten dies sein:
Diese Erkenntnisse, die aus den verbalisierten Begründungen der Agenten gewonnen werden, sind für die Systemdynamikforschung von großem Wert, da sie tiefere Einblicke in die Mechanismen sozialer Systeme ermöglichen.
Trotz der vielversprechenden Möglichkeiten bringen GABMs auch Herausforderungen mit sich:
Die generative agentenbasierte Modellierung, insbesondere durch Ansätze wie PhysicsAgentABM, hat das Potenzial, die Forschung in den Sozialwissenschaften und der Systemdynamik maßgeblich zu beeinflussen. Durch die Kombination von mechanistischen Modellen mit der Ausdrucksstärke von LLMs können komplexere und realistischere Simulationen menschlichen Verhaltens entwickelt werden. Die kontinuierliche Forschung und Entwicklung in diesem Bereich wird dazu beitragen, die Limitationen zu überwinden und das volle Potenzial dieser Technologie auszuschöpfen.
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