Google präsentiert KI-basierten Browserassistenten zur Automatisierung von Webaufgaben
Mindverse News
KI-gestützt erstellt 10 Quellen Arbeitsweise
// Inhalt · 5 Abschnitte
Google entwickelt KI-Browserassistenten "Jarvis" zur Automatisierung von Webaufgaben
Google arbeitet an einem KI-System namens "Project Jarvis", das selbstständig den Chrome-Browser steuern und gängige Webaufgaben erledigen kann. Dies geht aus einem Bericht des Technologiemagazins The Information hervor.
Der KI-Assistent soll alltägliche Aufgaben wie die Suche im Internet, Einkäufe und Flugbuchungen ohne Benutzereingriff übernehmen können. Laut drei mit dem Projekt vertrauten Personen arbeitet Project Jarvis, indem es regelmäßig Screenshots des Browserfensters erstellt, diese analysiert und dann Aktionen wie Klicken oder Texteingaben ausführt, berichtet The Information.
Obwohl es einem kürzlich von Anthropic vorgestellten System zur Computerautomatisierung ähnelt, unterscheidet sich der Ansatz von Google dadurch, dass er sich ausschließlich auf die Steuerung des Chrome-Browsers und nicht auf einen breiteren Programmzugriff konzentriert. Das Unternehmen zielt mit Jarvis auf Durchschnittsverbraucher und nicht auf Entwickler oder Büroangestellte ab.
Herausforderungen und Zeitplan
Das System steht jedoch noch vor einigen Herausforderungen. Quellen berichten, dass die KI vor jeder Aktion einige Sekunden zum "Nachdenken" benötigt, was sie relativ langsam macht. Google muss auch die Bedenken der Nutzer hinsichtlich der Weitergabe sensibler Daten wie Passwörter und Kreditkarteninformationen an das System ausräumen.
Google plant, das System zusammen mit seinem neuen Sprachmodell Gemini im Dezember dieses Jahres vorzustellen, aber dieser Zeitplan ist noch nicht endgültig.
KI-Unternehmen verlagern ihren Fokus
Der Zeitplan für Dezember deckt sich mit früheren Berichten von The Verge über die Pläne von Google, sein Sprachmodell Gemini auf den Markt zu bringen. In diesem Bericht wurde jedoch angedeutet, dass Gemini möglicherweise keine wesentlichen Leistungssteigerungen gegenüber bestehenden KI-Systemen bringen wird.
Dies könnte der Grund dafür sein, dass sich KI-Unternehmen zunehmend auf praktische Anwendungen konzentrieren, da sie bei den Fähigkeiten von Sprachmodellen trotz kontinuierlicher Effizienzsteigerungen an eine Grenze zu stoßen scheinen. Daher suchen sie nach neuen Wegen, ihre KI-Systeme nützlicher zu machen.
Kontroverse um den Namen "Jarvis"
Der Name "Jarvis" tauchte bereits früher in Diskussionen über Googles KI-Strategie auf. Scott Jenson, ehemaliger UX-Stratege bei Google, kritisierte das Unternehmen im Mai mit den Worten, es wolle einen Jarvis-ähnlichen Assistenten schaffen, um Nutzer innerhalb des Google-Ökosystems zu halten, motiviert durch die Angst, dass Konkurrenten dies zuerst tun könnten.
Fazit
Mit Project Jarvis betritt Google den Markt der KI-Browserassistenten und versucht, alltägliche Webaufgaben zu automatisieren. Es bleibt abzuwarten, wie das System von den Nutzern angenommen wird und ob es die genannten Herausforderungen meistern kann. Die geplante Vorstellung im Dezember, zusammen mit dem neuen Sprachmodell Gemini, wird sicherlich mit Spannung erwartet.
Quellen
- https://www.theinformation.com/articles/google-preps-ai-that-takes-over-computers
- https://www.theverge.com/2024/10/26/24280431/google-project-jarvis-ai-system-computer-using-agent
- https://www.reuters.com/technology/artificial-intelligence/google-develop-ai-that-takes-over-computers-information-reports-2024-10-26/
- https://9to5google.com/2024/10/26/google-jarvis-agent-chrome/
- https://www.benzinga.com/news/24/10/41562574/google-is-working-on-an-ai-system-named-jarvis-to-handle-your-search-shopping-and-flight-booking-nee
- https://www.reddit.com/r/Bard/comments/1gct5ce/google_is_prepping_project_jarvisai_that_takes/
- https://jarvis.cx/
- https://www.cnbc.com/2024/10/22/anthropic-announces-ai-agents-for-complex-tasks-racing-openai.html
- https://clickup.com/blog/ai-tools-for-executive-assistants/
- https://www.youtube.com/watch?v=BEw5EFqCCEI
//Nächster Artikel
Modelle & Forschung
IBM bündelt vier Granite-Modelle zu einem Zeitreihen-EnsembleIBM kombiniert vier Granite-Zeitreihenmodelle für Prognosen ohne Nachtraining. Benchmarkdaten zeigen kleine Genauigkeitsvorteile und klare Grenzen.

// Artikel teilen
Mehr zu Google & Gemini
Alle Google-News- Gemini-Agenten schlagen den Enderdrachen – unter klar begrenzten Testbedingungen
Vier Gemini-4-Argon-Agenten besiegen den Enderdrachen in 27 Stunden. Das Paper dokumentiert Ablauf, technische Hilfen und Grenzen des einzelnen Tests.
- KI entwirft effizientere Quantenschaltungen, Google verbessert Fehlerkorrektur
Anthropic berichtet über effizientere Quantenschaltungen, Google über Magic-State-Kultivierung auf Willow. Was die Ergebnisse belegen – und was nicht.
- Gemini 4 Argon rückt an die KI-Spitze heran – Testaufbau bleibt entscheidend [S1]
Gemini 4 Argon rückt laut Benchmarks an die KI-Spitze heran. ARC-AGI-3-Werte hängen jedoch stark vom API-Testaufbau ab; der Zugang bleibt gestaffelt. [S1][S2]
- Google bündelt Robotiksteuerung, Simulation und Datenauswertung in Gemini 4 Argon
Google stellt Gemini 4 Argon als Modell für Steuerung, Simulation und Datenauswertung in der Robotik vor. Demos zeigen Fortschritte, aber auch Grenzen.
// Dranbleiben
Mindverse News folgen
Neue Meldungen erhalten Sie über unseren RSS-Feed oder auf LinkedIn.
Passend dazu in Mindverse Studio
- KI-Chat mit allen führenden ModellenGPT, Claude und Gemini in einer Oberfläche — mit Websuche und Quellenangaben.
- Prozesse mit KI-Workflows automatisierenVisuelle Automatisierung wiederkehrender Abläufe — mit Freigabeschritten.
- KI für Banken und VersicherungenKI unter BaFin, DORA und MaRisk — mit Nachweisbarkeit.
Recherchieren Sie KI-News wie diese selbst — mit Mindverse Studio.
7 Tage kostenlos testen — ohne Kreditkarte, mit 200 Credits. Für Fragen zur Umsetzung buchen Sie eine persönliche Demo.
//Chronik
Aus dem Archiv · rund um den 29. Oktober 2024
← Davor erschienen