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Die Welt der Technologie befindet sich in einer Phase tiefgreifender Transformation, angetrieben durch exponentielle Fortschritte in Bereichen wie Künstlicher Intelligenz und Quantencomputing. Insbesondere das Quantencomputing, das lange Zeit als rein theoretisches Konzept galt, rückt nun in den Fokus praktischer Anwendungsszenarien. Die Vereinten Nationen haben das Jahr 2025 zum „Internationalen Jahr der Quantenwissenschaft und -Technologie“ erklärt, was die wachsende Bedeutung dieser Disziplin unterstreicht.
Die Diskussion über die unmittelbare Nutzbarkeit von Quantencomputern ist vielschichtig. Experten wie Jensen Huang, CEO von Nvidia, äußerten sich im Januar des vergangenen Jahres dahingehend, dass praktisches Quantencomputing noch 15 bis 30 Jahre entfernt sei. Gleichzeitig betonte er die Notwendigkeit von Nvidia-GPUs für die Implementierung der erforderlichen Fehlerkorrektur. Demgegenüber stehen Unternehmen wie Google und IBM, die signifikante Fortschritte in der Fehlerkorrektur erzielen und die Überlegenheit von Quantencomputern gegenüber klassischen Systemen in greifbarer Nähe sehen.
Tommaso Calarco vom Forschungszentrum Jülich, eine treibende Kraft hinter dem EU-Flagship-Projekt für Quantentechnologie, bestätigt diese Dualität. Er hebt hervor, dass die Fehlerkorrektur bei Quantencomputern im Jahr 2024 bemerkenswerte Fortschritte gemacht hat und kein fundamentales Hindernis mehr darstellt. Die Herausforderung besteht nun in der Skalierung: Von einigen Dutzend Qubits auf Millionen von Qubits zu expandieren, ist kein triviales Unterfangen. Dies erfordert nicht nur die Fabrikation und Verbindung Hunderttausender Qubits, sondern auch die Entwicklung von Kryostaten, die diese bei extrem tiefen Temperaturen stabil halten können. Solche Kühlsysteme existieren derzeit noch nicht in der benötigten Kapazität, was den Bedarf an weiteren technischen Durchbrüchen verdeutlicht.
Im internationalen Vergleich zeigt sich Europa als ein starker Akteur im Quantencomputing. Die öffentliche Finanzierung ist hoch, mit Investitionen, die Schätzungen zufolge die Neun-Milliarden-Euro-Marke überschreiten, wenn man die Beiträge der EU-Kommission und der einzelnen Mitgliedstaaten zusammenzählt. Dies stellt eine konkurrenzfähige Position dar, insbesondere im Vergleich zu den teils überhöhten Angaben anderer Länder. Die Kompetenz in Europa ist ebenfalls sehr stark, und in einigen Bereichen nimmt die Region bereits eine führende Rolle ein.
Eine identifizierte Schwäche liegt jedoch in den privaten Investitionen. Im Gegensatz zu den USA, wo ein erhebliches Volumen an Risikokapital in Hochrisikounternehmen wie Quanten-Startups fließt, ist das Engagement privater Investoren in Europa verhaltener. Um diese Diskrepanz zu überwinden, werden Ansätze diskutiert, die darauf abzielen, das Risiko für private Investoren zu minimieren. Dazu gehört die Bereitstellung wissenschaftlicher Kompetenz für Due Diligence-Prüfungen, um die Seriosität und das Potenzial von Quantenunternehmen besser bewerten zu können. Zudem könnte die Europäische Investitionsbank durch die Einrichtung eines Investmentfonds als Lead-Investor agieren, um eine positive Dynamik bei der Skalierung von Quanten-Startups zu fördern.
Die Entwicklung von Quantencomputern basiert auf verschiedenen Hardware-Plattformen. Während supraleitende Qubits in Europa eine gewisse Verzögerung im Vergleich zu den USA aufweisen, bedingt durch hohe Investitionen großer Akteure und frühere Exportkontrollen, sind andere Plattformen wie Ionen oder Atome in Europa auf Augenhöhe mit internationalen Wettbewerbern. Diese Diversität in den Forschungsansätzen ist ein Indikator für die Breite der technologischen Entwicklung und die Offenheit für unterschiedliche Lösungswege.
Die Diskussion, welche Hardware-Plattform sich letztlich durchsetzen wird, ist noch offen. Experten betonen, dass es weniger um einen persönlichen Favoriten geht, sondern vielmehr um die Fähigkeit zur Skalierung und zur Erzielung praktischer Ergebnisse. Die kontinuierliche Forschung und Entwicklung in diesem Bereich ist entscheidend, um die theoretischen Potenziale in reale Anwendungen zu überführen.
Die potenziellen Anwendungsbereiche von Quantencomputern sind weitreichend und umfassen Sektoren, die von klassischen Computern an ihre Grenzen stoßen. Dazu gehören:
- Materialwissenschaft: Die Entdeckung und Entwicklung neuer Materialien mit spezifischen Eigenschaften, beispielsweise für Batterien oder Hochleistungssensoren. - Medikamentenentwicklung: Die Simulation komplexer molekularer Wechselwirkungen zur Beschleunigung der Entwicklung neuer Medikamente und Therapien. - Finanzmodellierung: Die Optimierung von Portfolios und die Bewertung komplexer Finanzprodukte unter Berücksichtigung zahlreicher Variablen. - Logistik und Transport: Die Optimierung von Routen und Lieferketten in Echtzeit, um Effizienz zu steigern und Kosten zu senken. - Künstliche Intelligenz: Die Beschleunigung von maschinellem Lernen und die Entwicklung fortschrittlicherer KI-Modelle.In diesen und weiteren Feldern können Quantencomputer Probleme lösen, die für klassische Computer selbst mit den größten Rechenkapazitäten unüberwindbar wären. Die Fähigkeit, komplexe Optimierungsprobleme zu lösen und große Datenmengen effizienter zu verarbeiten, macht sie zu einem unverzichtbaren Werkzeug für zukünftige Innovationen.
Das Quantencomputing befindet sich in einer Ära beispielloser Dynamik. Die Fortschritte in der Fehlerkorrektur und die zunehmende Skalierbarkeit der Systeme deuten darauf hin, dass die praktische Anwendung näher rückt. Während die Skalierung auf Millionen von Qubits und die Entwicklung der notwendigen Infrastruktur weiterhin große Herausforderungen darstellen, sind die Investitionen und Forschungsanstrengungen weltweit, und insbesondere in Europa, vielversprechend. Die Fähigkeit, diese technologischen Hürden zu überwinden und private Investitionen stärker zu mobilisieren, wird entscheidend sein, um das volle Potenzial der Quantencomputer zu erschließen und ihre Integration in die Wirtschaft und Gesellschaft zu realisieren.
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