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Einkommensverluste und Herausforderungen für japanische Kreativschaffende durch generative KI

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January 25, 2026

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    Das Wichtigste in Kürze

    • Rund 12 % der japanischen Kreativschaffenden, darunter Manga-Künstler und Illustratoren, haben im letzten Jahr Einkommenseinbußen aufgrund generativer KI verzeichnet.
    • Ein signifikanter Teil dieser Gruppe (9,3 %) erlebte einen Rückgang zwischen 10 % und 50 %, während 2,7 % sogar mehr als die Hälfte ihres Einkommens verloren.
    • Kunden fordern zunehmend den Einsatz von KI-Tools, was zu kürzeren Fristen und geringeren Honoraren führt.
    • Eine überwältigende Mehrheit (88,6 %) der Befragten sieht generative KI als Bedrohung für ihre Existenzgrundlage.
    • Die Freelance League of Japan fordert von der Regierung Transparenz bei Trainingsdaten, Kennzeichnungspflicht für KI-generierte Werke und neue Gewinnbeteiligungsmodelle.
    • Die Akzeptanz von KI-generierten Inhalten, für die Zahlungen geleistet werden, ist in den USA am geringsten, während Japan und China eine höhere Toleranz zeigen.

    Die rapide Entwicklung generativer künstlicher Intelligenz (KI) hat weitreichende Auswirkungen auf verschiedene Branchen weltweit. Insbesondere im Kreativsektor Japans, einem Land, das für seine Manga, Anime und Illustrationen bekannt ist, zeigen sich bereits deutliche Veränderungen. Eine aktuelle Umfrage der Freelance League of Japan beleuchtet die finanziellen und beruflichen Herausforderungen, denen sich japanische Kreativschaffende gegenübersehen.

    Einkommenseinbußen bei japanischen Kreativschaffenden

    Die Ergebnisse einer im Oktober durchgeführten Online-Umfrage unter 24.991 japanischen Kreativschaffenden, darunter Manga-Künstler, Illustratoren und andere freiberufliche Fachkräfte, zeigen, dass rund 12 % im vergangenen Jahr Einkommensverluste durch den Einsatz generativer KI erlitten haben. Ein genauerer Blick auf die Daten offenbart, dass 9,3 % der Befragten einen Rückgang zwischen 10 % und 50 % verzeichneten, während 2,7 % sogar mehr als die Hälfte ihres Einkommens verloren. Diese Zahlen verdeutlichen, dass generative KI nicht mehr nur eine theoretische Bedrohung darstellt, sondern bereits konkrete Auswirkungen auf die finanzielle Situation vieler Kreativschaffender hat.

    Der Druck durch den KI-Einsatz

    Die Betroffenen berichten von einem wiederkehrenden Muster: Auftraggeber verlangen zunehmend kürzere Fristen und niedrigere Honorare, oft unter der Prämisse, dass KI-Tools eingesetzt werden. In einigen Fällen führten diese Forderungen dazu, dass Verträge ganz verloren gingen, da Kunden auf vollständig KI-generierte Inhalte umstiegen. Dies stellt eine direkte Konkurrenz für menschliche Kreativschaffende dar, die mit den Geschwindigkeits- und Kostenmodellen von KI-Systemen kaum mithalten können.

    Wachsende Ängste und Ablehnung von KI-Tools

    Die Umfrage ergab auch ein hohes Maß an Besorgnis innerhalb der kreativen Gemeinschaft. Eine überwältigende Mehrheit von 88,6 % der Befragten sieht generative KI als eine Bedrohung für ihre Existenzgrundlage. Trotz dieser wahrgenommenen Bedrohung gibt ein Großteil der Kreativschaffenden (62,9 %) an, selbst keine KI-Tools zu nutzen und dies auch nicht zu planen. Dies deutet auf eine grundsätzliche Skepsis oder Ablehnung gegenüber der Technologie hin, möglicherweise aus Sorge um die Originalität ihrer Arbeit oder die ethischen Implikationen des KI-Einsatzes.

    Forderungen nach Regulierung und Transparenz

    Angesichts der zunehmenden Herausforderungen hat die Freelance League of Japan die Regierung zum Handeln aufgerufen. Die Liga fordert konkrete Maßnahmen, um die Rechte und die Existenzgrundlagen der Kreativschaffenden zu schützen. Zu den zentralen Forderungen gehören:

    - **Transparenzregeln für Trainingsdaten:** Es soll offengelegt werden, welche urheberrechtlich geschützten Werke zum Training generativer KI-Modelle verwendet werden. - **Obligatorische Kennzeichnung von KI-generierten Werken:** Inhalte, die ganz oder teilweise von KI erstellt wurden, sollen klar als solche gekennzeichnet werden. - **Neue Gewinnbeteiligungssysteme:** Es sollen Mechanismen geschaffen werden, die eine faire Vergütung für Kreativschaffende sicherstellen, deren Werke zum Training von KI-Modellen verwendet werden.

    Diese Forderungen spiegeln ein breites Bedürfnis nach rechtlicher Klarheit und fairen Rahmenbedingungen wider, um den Übergang in eine von KI mitgestaltete Kreativlandschaft zu gestalten. Die Ungleichgewichte in den Machtverhältnissen zwischen Freiberuflern und Auftraggebern, die durch die KI-Entwicklung noch verstärkt werden, sind dabei ein zentrales Anliegen.

    Regionale Unterschiede in der Akzeptanz und den Auswirkungen von KI

    Eine vergleichende Studie zu Nutzerpräferenzen und Zahlungsanreizen im Kreativsektor in Japan, den USA und China zeigt interessante regionale Unterschiede auf. Während in allen drei Ländern eine wachsende "Creator Economy" zu beobachten ist, variieren die Einstellungen zur generativen KI und deren Auswirkungen.

    Zahlungsverhalten und Motivationen der Nutzer

    In den USA tendieren Nutzer dazu, kontinuierliche, aber geringere finanzielle Unterstützung zu leisten, motiviert durch Zufriedenheit und den Wunsch nach Beständigkeit. Chinesische Nutzer hingegen neigen eher zu einmaligen, höherwertigen Zahlungen, oft getrieben von dem Wunsch nach Sichtbarkeit und Anerkennung. Japanische Nutzer bewegen sich zwischen diesen beiden Extremen und zeigen eine Präferenz für interaktives Engagement.

    Toleranz gegenüber generativer KI

    Besonders auffällig ist der Unterschied in der Akzeptanz von generativer KI bei bezahlten Inhalten. Die Umfrageergebnisse deuten darauf hin, dass die Toleranz gegenüber dem Einsatz generativer KI in den USA am geringsten ist. Rund 20 % der US-Befragten würden keine Inhalte bezahlen, die mit generativer KI erstellt wurden. In Japan und China ist die Akzeptanz höher, wobei ein beträchtlicher Anteil der Befragten (rund 40 %) den Einsatz von bis zu 25 % generativer KI in bezahlten Inhalten akzeptieren würde. Diese Unterschiede könnten durch unterschiedliche rechtliche Rahmenbedingungen, kulturelle Wahrnehmungen von Kreativität und die Ergebnisse jüngster Gerichtsverfahren beeinflusst sein.

    Herausforderungen und Bedenken im Umgang mit KI

    Die Umfrage identifiziert auch gemeinsame Problembereiche im Umgang mit generativer KI. Dazu gehören Bedenken hinsichtlich geringer Rücklaufquoten von Einnahmen für Kreativschaffende, mangelnde Transparenz bei der Verwendung von Unterstützungsleistungen, unbeabsichtigte Überzahlung und nicht erfüllte Versprechen seitens der Kreativschaffenden. Diese Schwierigkeiten sind in China tendenziell ausgeprägter als in Japan und den USA, was auf unterschiedliche Entwicklungsstadien und Regulierungsansätze in der Creator Economy hindeuten könnte.

    Die Zukunft der Kreativwirtschaft im Zeitalter der KI

    Die Entwicklung der generativen KI stellt die Kreativwirtschaft vor fundamentale Fragen. Während die Technologie das Potenzial hat, kreative Prozesse zu optimieren und neue Ausdrucksformen zu ermöglichen, birgt sie gleichzeitig Risiken für die Existenzgrundlagen und die Wertschätzung menschlicher Kreativität. Die Ergebnisse der Umfrage in Japan und die regionalen Vergleiche verdeutlichen die Notwendigkeit eines ausgewogenen Ansatzes, der technologische Innovation fördert und gleichzeitig die Rechte und Interessen der Kreativschaffenden schützt.

    Für Unternehmen im B2B-Bereich, insbesondere im Kontext von KI-Tools wie Mindverse, sind diese Erkenntnisse von großer Bedeutung. Sie unterstreichen die Notwendigkeit, Lösungen zu entwickeln, die nicht nur effizient und leistungsstark sind, sondern auch ethische Standards einhalten und einen fairen Umgang mit kreativen Inhalten und deren Urhebern gewährleisten. Die Diskussion um Transparenz, Kennzeichnung und Gewinnbeteiligung wird sich voraussichtlich intensivieren und die zukünftige Gestaltung der KI-Landschaft maßgeblich beeinflussen.

    Die Frage, ob die Creator Economy von einer breiten Basis nachhaltiger Unterstützung oder von konzentrierten, hochpreisigen Beiträgen einer ausgewählten Gruppe getragen wird, bleibt offen und erfordert weitere Beobachtung und Forschung. Die Anpassungsfähigkeit der Kreativschaffenden, die Reaktion der Plattformbetreiber und die politischen Entscheidungen der Regierungen werden entscheidend sein für die Entwicklung dieser dynamischen Branche.

    Bibliography - Adobe. (2022, August 25). Adobe “Future of Creativity” Study: 165M+ Creators Joined Creator Economy Since 2020. - Bastian, M. (2026, January 24). One in ten Japanese creatives loses income to generative AI. The Decoder. - Complete AI Training. (2026, January 22). AI is undercutting Japanese illustrators and manga artists - 1 in 10 report lost income as calls for transparency and new laws grow. - Dela Cruz, J. (2023, June 10). Majority of Artists in Japan Fear Being Replaced by AI. TechTimes. - Freelance League of Japan. (2026, January 20). Survey on the Impact of Generative AI on Japanese Creative Professionals. (Pressekonferenz) - Lau, J. (2026, January 21). One in 10 Japanese creatives see income fall due to generative AI. LinkedIn. - Mainichi. (2023, May 16). Japan arts workers' survey reveals harm from generative AI, calls for copyright action. - Nathanistic. (2026, January 24). A survey published by an independent Japanese creators association reports that one in ten manga artists and creative workers in Japan say their income has declined over the past year due to the growing use of AI. Facebook. - Tanaka, E., & Igarashi, A. (2025). Why do audiences support creators online in the generative AI era? - Survey results on the creator economies in Japan, the U.S. and China. ITS 33rd European Conference 2025. - The Japan Times. (2023, June 10). 58% of Japan's illustrators and writers fearful of losing their jobs to AI. - Thorbecke, C. (2025, November 18). Will artificial intelligence turn Japan’s ‘irreplaceable treasures’ into slop? The Japan Times. - UCA News. (2026, January 23). Japanese creators voice concerns over AI and work conditions.

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