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Als Senior Specialist Journalist und Analyst für Mindverse ist es unsere Aufgabe, komplexe Entwicklungen im Bereich der Künstlichen Intelligenz präzise und verständlich für Sie aufzubereiten. Heute beleuchten wir eine aktuelle Forschungsarbeit, die einen neuen Standard für die Bewertung von KI-Agenten setzt: "DeepPlanning: Benchmarking Long-Horizon Agentic Planning with Verifiable Constraints". Diese Initiative zielt darauf ab, die Planungsfähigkeiten von Large Language Models (LLMs) in realitätsnahen Szenarien zu testen, die über einfache, schrittweise Aufgaben hinausgehen.
Die Entwicklung von KI-Agenten hat in den letzten Jahren erhebliche Fortschritte gemacht, insbesondere im Hinblick auf deren Fähigkeit, Werkzeuge zu nutzen und komplexe Aufgaben zu bewältigen. Während frühere Benchmarks oft den Fokus auf kurzfristige, werkzeugzentrierte Aufgaben legten, verschiebt sich die Aufmerksamkeit zunehmend auf Langzeitaufgaben, die ein umfassenderes Verständnis und eine vorausschauende Planung erfordern. Ein zentrales Defizit bestehender Evaluierungsmethoden ist, dass sie häufig die lokale, schrittweise Argumentation betonen, anstatt die globale, eingeschränkte Optimierung – wie zum Beispiel Zeit- oder Budgetvorgaben –, die eine echte Planungsfähigkeit voraussetzt.
In realen Anwendungsfällen müssen Agenten nicht nur isolierte Befehle ausführen, sondern komplexe Benutzeranfragen erfüllen und dabei strikt definierte Richtlinien einhalten. Bestehende LLM-Planungs-Benchmarks vernachlässigen zudem oft die aktive Informationsbeschaffung und die feingranularen lokalen Einschränkungen, die in realen Umgebungen typisch sind.
Um diese Lücke zu schließen, wurde der DeepPlanning-Benchmark eingeführt. Dieser anspruchsvolle Benchmark wurde entwickelt, um die praktische Langzeitplanung von Agenten zu evaluieren. Er umfasst zwei Hauptbereiche, die jeweils eine hohe Komplexität und multiple, überprüfbare Einschränkungen aufweisen:
Beide Domänen werden in einer isolierten Python-Sandbox ausgeführt und nutzen spezialisierte APIs, um die Informationsbeschaffung und -verarbeitung zu simulieren. Dies gewährleistet eine reproduzierbare und einfach zu verifizierende Bewertung.
DeepPlanning bewertet die Planungsfähigkeit von Agenten anhand von drei kritischen Kompetenzen:
In der realen Welt sind Informationen oft unvollständig. Ein kompetenter Planer muss wissen, wann und wo er Schlüsselinformationen beschaffen muss. DeepPlanning verlangt von den Agenten, aktiv APIs aufzurufen, um versteckte Umgebungszustände zu entdecken – beispielsweise, ob eine Attraktion geschlossen ist oder ein Produkt auf Lager ist. Dies steht im Gegensatz zur "Halluzination" von Fakten und bewertet die Proaktivität und das Erkundungsverhalten des Agenten.
Auf jeder Stufe des Plans muss der Agent Entscheidungen treffen, die der unmittelbaren Logik und spezifischen Regeln entsprechen. Dies umfasst die Einhaltung expliziter Benutzerpräferenzen (z.B. ein Drei-Sterne-Hotel mit Waschmaschine) sowie die Berücksichtigung impliziter Einschränkungen, die sich aus der Interaktion mit der Umgebung ergeben (z.B. eine unerwartet geschlossene Attraktion).
Dies ist die zentrale Herausforderung von DeepPlanning. Der Agent muss die gesamte Aufgabenlaufzeit als Ganzes betrachten und kontinuierlich optimieren, um übergeordnete Einschränkungen zu erfüllen. Dazu gehören Gesamtbudgetgrenzen, die zeitliche Machbarkeit über mehrere Tage hinweg und die Koordination von Ressourcen. Ein einziger lokaler Fehler, wie das Überschreiten des Budgets oder ein Terminüberschneidung, kann den gesamten Plan ungültig machen. Dies erfordert vorausschauendes Denken und dynamische Anpassungsfähigkeiten.
Die Evaluierung auf DeepPlanning zeigte, dass selbst die fortschrittlichsten agentischen LLMs mit diesen Problemen zu kämpfen haben. Es wurde eine deutliche Diskrepanz zwischen relativ hohen Werten auf der Constraint-Ebene und niedriger Fallgenauigkeit festgestellt. Im Bereich der Reiseplanung beispielsweise erreichte das beste Modell in nur 35% der Fälle vollständig korrekte Pläne. Dies deutet darauf hin, dass aktuelle Agenten Schwierigkeiten haben, individuell korrekte Aktionen in einen global kohärenten und ausführbaren Plan zu integrieren.
Die Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung von zuverlässigen expliziten Argumentationsmustern und paralleler Werkzeugnutzung, um bessere Kompromisse zwischen Effektivität und Effizienz zu erzielen. Eine detaillierte Fehleranalyse zeigte zudem, dass Agenten noch Schwierigkeiten haben, implizite Umgebungsbeschränkungen zu erkennen und eine robuste globale Konsistenzprüfung und Rückverfolgung bei Langzeitaufgaben durchzuführen.
Interessanterweise zeigten Modelle mit bewusster interner Argumentation ("reasoning models") durchweg bessere Leistungen als ihre nicht-argumentierenden Pendants. Auch wurde festgestellt, dass eine höhere Anzahl von Tool-Aufrufen oft zu besseren Ergebnissen führt, was die Notwendigkeit einer umfassenden und proaktiven Informationsbeschaffung unterstreicht.
DeepPlanning bietet eine wichtige Grundlage für die Entwicklung der nächsten Generation von KI-Agenten, die in der Lage sind, komplexe, fundierte Planungsherausforderungen zu bewältigen. Die Ergebnisse des Benchmarks zeigen klare Richtungen für die Verbesserung agentischer LLMs über lange Planungshorizonte auf. Die Open-Source-Verfügbarkeit des Codes und der Daten soll die weitere Forschung in diesem Bereich unterstützen.
Für Unternehmen, die KI-Lösungen implementieren oder entwickeln, bedeutet dies, dass die Auswahl und das Training von LLMs zunehmend auf deren Fähigkeit zur Langzeitplanung und zur Einhaltung komplexer, überprüfbarer Einschränkungen ausgerichtet sein sollte. Die Fähigkeit, proaktiv Informationen zu beschaffen, lokale Bedingungen zu berücksichtigen und globale Ziele zu optimieren, wird entscheidend sein für den Erfolg von KI-Anwendungen in komplexen Geschäftsumgebungen.
Die Arbeit an Benchmarks wie DeepPlanning ist ein entscheidender Schritt, um die Lücke zwischen der aktuellen Leistungsfähigkeit von KI-Agenten und den Anforderungen realer, komplexer Problemstellungen zu schließen. Es wird spannend zu sehen sein, wie zukünftige Modelle auf diese Herausforderungen reagieren und welche Innovationen sich daraus ergeben werden.
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