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Ciscos Sicherheitslösungen für die Agentic Era im Fokus

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February 18, 2026

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    Das Wichtigste in Kürze

    • Cisco erweitert sein Security-Portfolio, um autonome KI-Agenten und deren Interaktionen zu schützen.
    • Die Neuerungen umfassen die Erweiterung von Cisco AI Defense, KI-bewusstes SASE (Secure Access Service Edge) und Post-Quantum-Kryptografie.
    • Cisco AI Defense wird um Funktionen wie AI BOM, MCP-Katalog, erweitertes algorithmisches Red Teaming und Echtzeit-Überwachung erweitert.
    • SASE-Plattformen sollen KI-Traffic erkennen, optimieren und Intent-basierte Analysen zur Bedrohungserkennung nutzen.
    • IOS XE 26 führt branchenweit erste Full-Stack-Post-Quantum-Kryptografie für Unternehmen ein.
    • Duo Active Directory Defense und AgenticOps für automatisierte Security-Operationen ergänzen das Angebot.
    • Cisco betont die Notwendigkeit von Schutzmechanismen, die sowohl die Kompromittierung von Agenten verhindern als auch deren Zugriffe und Aktionen kontrollieren.

    Ciscos Strategie für die Agentic Era: Sicherheitsarchitekturen im Wandel

    Die fortschreitende Integration künstlicher Intelligenz in Unternehmensprozesse führt zu einer neuen Ära, in der autonome KI-Agenten zunehmend Entscheidungen treffen und mit IT-Systemen interagieren. Diese Entwicklung, von Cisco als "Agentic Era" bezeichnet, stellt etablierte Sicherheitskonzepte vor neue Herausforderungen. Auf der Cisco Live EMEA in Amsterdam präsentierte der Netzwerkausrüster umfassende Erweiterungen seines Sicherheitsportfolios, die auf die Absicherung dieser agentischen KI-Systeme abzielen. Das Ziel ist es, Unternehmen die vertrauensvolle Nutzung autonomer KI zu ermöglichen, während gleichzeitig die Kontrolle über deren Handlungen gewahrt bleibt.

    Die Herausforderung autonomer KI-Agenten

    Der Übergang von assistierenden KI-Systemen zu autonomen Agenten, die eigenständig agieren und auf Tools sowie Daten zugreifen können, wird von Cisco als Wendepunkt für die Unternehmenssicherheit bewertet. Jeetu Patel, President und Chief Product Officer bei Cisco, unterstreicht die Notwendigkeit, Schutzmaßnahmen zu entwickeln, die zweifach wirken: Sie sollen die Kompromittierung von Agenten verhindern und gleichzeitig deren Zugriffsrechte sowie durchgeführte Aktionen kontrollieren. Eine Prognose von Gartner deutet darauf hin, dass bis Ende 2026 bereits 40 Prozent der Unternehmen KI-Agenten produktiv einsetzen werden. Aktuell sind dies weniger als 5 Prozent. Ciscos AI Readiness Index zeigt jedoch auf, dass sich lediglich 24 Prozent der Organisationen ausreichend gerüstet fühlen, um agentisches Handeln angemessen zu kontrollieren.

    Erweiterungen in Cisco AI Defense

    Ein zentraler Bestandteil der Sicherheitsstrategie ist die umfassendste Erweiterung von Cisco AI Defense seit seiner Einführung im Januar 2025. Das System ist darauf ausgelegt, die gesamte KI-Lieferkette abzusichern und einen Laufzeitschutz für die Tool-Nutzung durch Agenten zu gewährleisten. Zu den neuen Funktionen gehören:

    • AI BOM (Bill of Materials): Eine zentralisierte Übersicht und Governance für KI-Software-Assets, einschliesslich Model Context Protocol (MCP)-Server und Abhängigkeiten von Drittanbietern. Diese Funktion dient der Sicherung der KI-Lieferkette.
    • MCP-Katalog: Ermöglicht die Erfassung und das Risikomanagement für MCP-Server über öffentliche und private Plattformen hinweg, um die KI-Governance zu stärken.
    • Erweitertes algorithmisches Red Teaming: Bietet adaptive Tests für Modelle und Agenten in verschiedenen Sprachen und Szenarien, um die Sicherheitseinschätzung zu erweitern.
    • Echtzeit-Überwachung: Eine kontinuierliche Überwachung agentischer Interaktionen zur Erkennung von Manipulationen oder unsicherem Verhalten, wie etwa vergifteten Tools oder Prompts, die zu unerlaubter Tool-Nutzung führen könnten.

    Cisco AI Defense integriert sich mit Nvidia NeMo Guardrails und ist Teil der Cisco Secure AI Factory mit Nvidia, einer Referenzarchitektur für den sicheren Betrieb von KI-Workloads.

    SASE und KI-Traffic-Optimierung

    Im Bereich Secure Access Service Edge (SASE) hat Cisco ebenfalls Anpassungen vorgenommen. Die neue Version soll KI-Traffic automatisch erkennen und optimieren, um auch bei Lastspitzen zuverlässige Verbindungen mit geringer Latenz zu gewährleisten. Eine weitere Neuerung ist die Intent-Analyse, die mittels Natural Language Processing (NLP) nicht nur das Ziel eines Datenpakets, sondern auch dessen Absicht analysiert. Dies soll die Echtzeit-Erkennung von Bedrohungen wie Prompt Injection, Cost Harvesting oder unbeabsichtigter Automatisierung ermöglichen. Die SASE-Plattform bietet zudem die Erkennung und Steuerung der MCP-Kommunikation mit In-Path-Kontrollen sowie koordinierte Kontrollen über Software-Defined WAN (SD-WAN) und Security Service Edge (SSE).

    Post-Quantum-Kryptografie für zukünftige Sicherheit

    Für skalierbare und kryptografisch geschützte Netzwerkverbindungen kündigt Cisco IOS XE 26 an. Diese Version, die auf den Cisco 8000 Series Secure Routern und Cisco C9000 Series Smart Switches sowie neuen Varianten der 8100 Series Secure Router läuft, führt die branchenweit erste Full-Stack-Post-Quantum-Kryptografie (PQC) für Unternehmen ein. Diese Technologie soll Schutz vor Gerätemanipulation und Datenkompromittierung bieten und ist auf europäische sowie globale Regulierungsvorgaben abgestimmt.

    Das neue Major Release erweitert zudem die traditionelle richtlinienbasierte Segmentierung um eine direkte Security-Service-Insertion. Dies ermöglicht die gezielte Weiterleitung von Datenverkehr, der eine tiefere Inspektion erfordert, an spezifische Sicherheitsdienste wie Firewalls oder Intrusion-Prevention-Systeme (IPS), basierend auf Identität und Kontext. Dadurch werden lediglich relevante Flows geprüft, was die Effizienz steigert und die Kontrolle über interne Datenströme erhöht. Insbesondere im Kontext des wachsenden Ost-West-Verkehrs in modernen Netzen, beispielsweise zwischen Robotern in Fabriken oder zwischen KI-Agenten am Edge, gewinnt diese granulare Kontrolle an Bedeutung.

    Schutz von Active Directory und automatisierte Security-Operationen

    Mit Duo Active Directory Defense erweitert Cisco den Schutz auf ältere On-Premises-Identitätsinfrastrukturen. Angesichts der Tatsache, dass fast die Hälfte aller identitätsbasierten Angriffe auf Active Directory abzielen, sollen die neuen Funktionen Sicherheitslücken adressieren, die durch eingeschränkte moderne Kontrollen und Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA) in klassischen AD-Umgebungen entstehen. In Zusammenarbeit mit SpecterOps BloodHound Enterprise unterstützt Cisco Teams dabei, Angriffspfade in Active Directory sichtbar zu machen und in eine zentrale Sicherheitsstrategie zu integrieren.

    Zusätzlich erweitert Cisco seine Security Cloud mit AgenticOps um agentenbasierte Funktionen. Diese analysieren Firewall-Telemetrie, Kapazität, Zustand und Konfigurationsdaten, um priorisierte Empfehlungen zu generieren und ausgewählte Probleme automatisiert zu beheben. Durch die Integration mit Splunk und der Cisco Data Fabric werden Netzwerk- und Security-Telemetriedaten zusammengeführt, was eine schnellere Erkennung von Anomalien ermöglichen soll.

    Fazit und Ausblick

    Die vorgestellten Neuerungen von Cisco adressieren die steigenden Sicherheitsanforderungen in einer Unternehmenslandschaft, die zunehmend von autonomen KI-Agenten geprägt ist. Die Kombination aus Supply-Chain-Überwachung, Intent-basierter Analyse und Post-Quantum-Verschlüsselung soll Unternehmen befähigen, agentische KI sicher einzusetzen. Dabei bleibt die Kontrolle über die Systeme ein zentrales Element. Die "Agentic Era" erfordert eine Anpassung der Sicherheitsstrategien, um die Potenziale autonomer KI voll auszuschöpfen und gleichzeitig die damit verbundenen Risiken zu minimieren.

    Bibliography: - Cisco. (2026, Februar 10). *Cisco Redefines Security for the Agentic Era with AI Defense Expansion and AI-Aware SASE*. Cisco Newsroom. - CXO Staff. (2026, Februar 10). *Cisco advances Agentic-era security with expanded AI defence and AI-aware SASE*. CXO Insight Middle East. - Pfister, B. (2025, April 29). *Foundation AI: Cisco bringt KI-Modell für Integration in Security-Anwendungen*. heise online. - Pfister, B., & Brinkmann, M. (2026, Februar 17). *Cisco rüstet Security-Portfolio für autonome KI-Agenten auf*. heise online. - Söldner, J., & Brinkmann, M. (2026, Februar 13). *AgenticOps: Cisco setzt auf KI für autonome IT*. heise online. - Singer, Y. (2026, Januar 29). *Cisco Foundation AI Advances Agentic Security Systems for the AI Era*. Cisco Blogs. - Hill, J. (2026, Februar 12). *Agentic Era: Cisco stellt Weichen für autonome KI-Netzwerke*. Computerwoche. - Davies, P. (2026, Februar 11). *Cisco president warns AI agents need 'background checks' like human employees*. Euronews.

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